Von Carolin Neumann
Hacker haben möglicherweise ein US-Wasserwerk angegriffen. Ihnen soll es gelungen sein, in die Steuer- und Kontrollanlagen einzudringen und durch An- und Abschalten eine Pumpe zum Überhitzen zu bringen.
Diese Informationen stammen laut dem Infrastruktur-Experten Joe Weiss von einer staatlichen Stelle, schreibt er in seinem Blog. Bestätigt hat diese Behauptungen bisher niemand. Weiss zufolge drangen die Hacker in den Steuerungsrechner eines Anwenders ein und gelangten so an Benutzernamen und Passwörter; die IP-Adresse der Eindringlinge ließe sich bis nach Russland zurückverfolgen, heißt es.
In welchem Wasserwerk es die Probleme gab, wurde dem Beitrag zufolge nicht bekannt. "CNet" berichtet jedoch, dass die US-Heimatschutzbehörde und die Bundespolizei FBI im Fall eines Wasserpumpenausfalls in Springfield im Bundesstaat Illinois ermitteln. Es gebe keine Hinweise darauf, dass die Infrastruktur ernsthaft in Gefahr sei, sagte ein Sprecher des Heimatschutzministerium demnach.
Weiss hingegen, den "CNet" als gerne provozierenden Fürsprecher für höhere Sicherheitsstandards in der Industrie einstuft, schreibt unter Berufung auf den Bericht, in dem Wasserwerk seien bereits mehrere Monate vor dem Ausfall Schwierigkeiten mit der Steuerung bemerkt worden. Diese seien aber nicht als Angriff identifiziert worden.
"Occupy Flash"-Bewegung will Plug-in verschwinden sehen
Mehrere Gegner von Adobes Multimediatechnologie Flash leihen sich das weltweit populäre " Occupy Wall Street"-Motto, um für die eigene Sache zu trommeln: den Status der Software als Web-Standard zu beenden. In einem "Manifest" auf der offiziellen Seite von "Occupy Flash" ruft die laut "Mashable" vier bis fünf Mann starke Gruppe das Ende des Flash Players aus. "Seine Zeit ist zu Ende. Er ist fehlerhaft. Er stürzt häufig ab. ... Er funktioniert nicht auf den meisten mobilen Geräten", schreiben die Anti-Flash-Advokaten. Die Software halte das Web zurück, ist ihre markige Schlussfolgerung, die für die Entwickler hinter "Occupy Flash" nur eine Konsequenz haben kann: "die Welt" zu überzeugen, das Flash-Player-Plug-in aus dem Browser zu entfernen.
Die Mini-Bewegung, die um Unterstützer wirbt, startete kurz nach der Ankündigung Adobes, Flash für mobile Geräte nicht mehr weiterzuentwickeln. Manch einer sieht dies als weiteren Schritt im schleichenden Untergang von Flash. Die Macher hinter "Occupy Flash" möchten ihre Aktion jedoch nicht als grundsätzlichen Angriff auf Adobe verstanden wissen. "Wir sind sicher, es gibt zahlreiche sinnvolle Anwendungsfälle" für die Flash-Plattform, schreiben sie und geben sogar konkrete Tipps.
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