Von Carolin Neumann
Noch hat die Welt die Nachwehen der WikiLeaks-Depeschen nicht so recht überwunden, da tritt in Deutschland ein neues Portal für Veröffentlichungen von Geheimmaterial auf den Plan: OpenLeaks, mitgegründet von WikiLeaks-Aussteiger Daniel Domscheit-Berg. Damit ist das Projekt rund einen Monat früher am Netz als geplant; ein Ungeduldiger habe erste Ausschnitte am Mittwoch geleakt, weshalb man sich für schnelles Handeln entschieden habe, heißt es auf der Seite.
Im Unterschied zu WikiLeaks, deren Umgang mit den Medien angesichts neuer Buchveröffentlichungen gerade in der Kritik ist, gelobt OpenLeaks, das Einreichen von Informationen und deren Veröffentlichung strikt zu trennen. Auf der einen Seite stehen diejenigen, die für eine sichere Struktur sorgen, auf der anderen Seite verschiedene Kooperationspartner. Wer ein Leak meldet, kann einen oder mehrere Partner der Plattform für eine Veröffentlichung auswählen, das können Medienhäuser ebenso sein wie NGOs. Genaueres über das System verrät OpenLeaks in diesem Video
OpenLeaks 101 from openleaks on Vimeo.
Massenklage wegen iPhone-Glasbruch"Auch Monate nach dem Verkaufsstart des iPhone 4 hat Apple es versäumt, Nutzer zu warnen, dass das Glasgehäuse defekt ist." Donald LeBuhn macht das wütend, spätestens seit seiner Tochter das nagelneue Gerät aus der Hand fiel und dabei zu Bruch ging. Deswegen geht der Amerikaner jetzt gegen den Apfelkonzern vor - und er ist nicht alleine mit seiner Beschwerde, er hat in Kalifornien eine Klage eingereicht, der man sich anschließen kann
Der Mann argumentiert, mit seinem iPhone 3 in einer ähnlichen Situation kein Problem gehabt zu haben. Dass diese Behauptung nicht von ungefähr kommt, bewies bereits im Herbst eine Untersuchung, wonach 3,9 Prozent der iPhone-4-Besitzer in den ersten paar Monaten von Glasbruch berichteten - und damit fast doppelt so viele wie beim Vorgängermodell. Der Kläger ist bescheiden: Er will, dass die an der Klage Beteiligten den Kaufpreis ihres Telefons oder die Reparaturkosten erstattet bekommen. Wie viele enttäuschte iPhone-Nutzer sich angeschlossen haben oder wie hoch der Streitwert ist, wurde zunächst nicht bekannt.
Hulu bricht das Geschäftsmodell weg
Der Videoriese Hulu, gemeinhin als Paradebeispiel für Streaming von TV-Inhalten und Hoffnungsträger auch für den europäischen Markt angeführt, könnte in den USA wichtige Contentpartner verlieren. Laut "Wall Street Journal" denken die beteiligten Medienkonzerne News Corp. und Disney darüber nach, Inhalte ihrer Sender Fox und ABC von der Plattform abzuziehen und vermehrt über Dienste wie den immer erfolgreicheren Videoverleih Netflix laufen zu lassen, wo im Gegensatz zum Kostenlos-Modell von Hulu finanziell was zu holen ist.
Eine neue Strategie muss her, denn der (werbefinanzierte) zeitnahe Zugriff etwa auf aktuelle TV-Episoden ist das wichtigste Standbein von Hulu. Dem Bericht zufolge könnte sich das Portal als Premium-Service mit gebündelten Angeboten neu erfinden, vergleichbar mit den Paketen von Pay-TV-Sendern.
Verkaufsschlager Kinect überholt iPad
Jubelmeldung aus dem Hause Microsoft: Stolze acht Millionen Exemplare seiner Bewegungssteuerung Kinect hat das Unternehmen in nur 60 Tagen verkauft. Damit ist die Xbox-Erweiterung ein sehr viel größerer Verkaufsschlager als die letzte große Neuheit des ärgsten Konkurrenten Apple, das iPad. Es dauerte 80 Tage, bis drei Millionen Tablets verkauft waren.
Amazon verkündet Kindle-Sensation
Auch Amazon hat Grund zur Freude, die Buchbranche dafür nur bedingt, denn diese Nachricht deutet einmal mehr das Ende einer Ära an: Nach gebundenen Büchern haben jetzt auch Taschenbücher das Nachsehen gegenüber ihrem elektronischen Geschwisterchen. Erstmals wurden auf Amazon.com mehr E-Books für Kindle verkauft als Taschenbuchausgaben. Genauer: Auf 100 Druckerzeugnisse dieser Art kommen 115 E-Books, die damit in den USA das erfolgreichste Buchformat sind.
Schmankerl zum Wochenende, der "Apple Patent Song"
Auch das noch:
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