Von Carolin Neumann
Das Magazin "Business Insider" hat Dialoge von Mark Zuckerberg und Partnern aus der Zeit vor dem durchschlagenden Facebook-Erfolg veröffentlicht. Einer der Chats, geführt mit einer anonymisierten Person, fand im Juli 2004 statt und drehte sich auch um einen möglichen Verkauf des Netzwerkes. Das dürfte seinerzeit noch weniger als eine Million Mitglieder gehabt haben.
Unternehmensgründer Zuckerberg und sein als "Vertrauter" bezeichnetes Gegenüber unterhielten sich über die Frage der Haftbarkeit für den Fall, dass Facebook jemals verklagt werden könne - was, wie wir inzwischen wissen, mehr als einmal passierte. "Ich zahle die Rechtskosten nicht. Die Firma, die uns kauft, wird das tun. Haha." Weiter schrieb der damals 20-Jährige, er sei in Gesprächen mit Google und Friendster. Dass Web-Riese Google am damaligen Newcomer interessiert war, waren bislang stets unbestätigte Gerüchte.
Zudem deutete Zuckerberg an, dass er sich statt um Facebook lieber um Wirehog kümmern würde. Wirehog war ein Peer-to-peer-Filesharing-Service, dem bereits in der Vergangenheit nachgesagt wurde, das Zuckerberg-Projekt zu sein, das beinahe Facebook tötete. Mal davon abgesehen, dass die Chatprotokolle sehr spekulativ sind und nicht endgültig Aufschluss über die Geschäftsvorgänge geben können, ist das Timing der Veröffentlichung schon ein wenig auffällig: Noch an diesem Mittwoch wird die Ankündigung des Facebook-Börsengangs erwartet.
Firefox 10 erscheint mit Langzeit-Support
Mozilla hat die finale Version des neuen Firefox 10 veröffentlicht, mit einigen für Webentwickler interessanten Neuerungen und einer etwas schlankeren Navigationsleiste. Vor allem bietet die Stiftung für die neueste Fassung ihres Erfolgsbrowsers erstmals einen Langzeit-Support für Unternehmen an. Im vergangenen Jahr hatten vor allem Unternehmen deutliche Kritik am geänderten Versionszyklus von Firefox geübt. Nun gibt es deshalb den sogenannten "Extended Support Release", der für den Zeitraum von einem Jahr unterstützt wird.
Megaupload-Hoster verbündet sich mit EFF
Einer der Web-Hoster von Megaupload mit mehreren hundert Servern des Tauschportals will den Nutzern helfen, die derzeit um ihre Daten bangen, und schließt sich deshalb mit der Bürgerrechtsorganisation EFF zusammen. Megaupload wurde zwar wegen des Verdachts auf Online-Piraterie geschlossen, auf der Plattform befinden sich jedoch auch völlig legitime Inhalte, denen nach dem Schlag der Ermittler nun die Löschung droht. Megaupload-Anwalt Ira Rothken hatte erklärt, die Daten auch deshalb schützen zu wollen, um potentiell entlastendes Beweismaterial für den anstehenden Prozess zu retten.
Eine EFF-Vertreterin sagte, die Organisation störe sich daran, dass so viele rechtmäßige Inhalte vom Netz abgeklemmt worden seien, und dass die Regierung nichts unternehme, um den legitimen Nutzern von Megaupload zu helfen. "Es ist wichtig, dass die Stimmen dieser Nutzer gehört werden." Die EFF will deshalb laut "ArsTechnica" gemeinsam mit der Hosting-Firma Carpathia vor allem herausfinden, wie hoch die Anzahl der legalen Inhalte überhaupt ist. Ob die Daten gerettet werden können, sei unklar.
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