Netzwerk-Aus: SchülerVZ schließt Ende April

SchülerVZ, einst erfolgreiches soziales Netzwerk für Jugendliche aus Deutschland, soll Ende April abgeschaltet werden. Rund 200.000 Nutzer sind davon betroffen. Offenbar hat Eigentümer Vert Capital keine Hoffnung mehr auf einen nachhaltigen Erfolg des Angebots.

SchülerVZ: Der Betreiber löscht das Netzwerk Ende April Zur Großansicht
dapd

SchülerVZ: Der Betreiber löscht das Netzwerk Ende April

Hamburg - Das deutschsprachige SchülerVZ, ein Netzwerk für Jugendliche zwischen 10 und 21 Jahren, galt lange Zeit als vorbildlich. In dem 2007 gestarteten Netzwerk wurde nicht nur auf die Einhaltung der Regeln geachtet, sondern auch auf den Datenschutz.

Damit soll nun Schluss sein: SchülerVZ soll Ende April abgeschaltet werden. Den Nutzern wird dieser Schritt auf der Website mitgeteilt. Gegenüber SPIEGEL ONLINE bestätigte der Eigentümer, die Investmentgesellschaft Vert Capital, den Schritt. Rund 200.000 Nutzer sollen von dem Aus betroffen sein. Zu Hochzeiten sollen es fünf Millionen gewesen sein.

Viele der Betroffenen hätten aber bereits einen Account bei den ebenfalls zur Firma gehörenden StudiVZ und MeinVZ, heißt es. Vert Capital hatte die VZ-Netzwerke im Herbst 2012 von Holtzbrinck Digital übernommen. Vorher hatte Holtzbrinck Digital die VZ-Netzwerke noch in Poolworks umbenannt. Den neuen Eigentümern zufolge sollen auf StudiVZ und MeinVZ derzeit noch rund eine Million Nutzer aktiv sein.

Den Grund für das Aus nannte Vert Capital nicht. Man kann nur vermuten, dass die Betreuung des Minderjährigen-Netzwerks sich vergleichsweise arbeitsintensiv gestaltet. Der Radiosender 1Live hatte kürzlich berichtet, auf SchülerVZ sei ein regelrechtes Paralleluniversum aus gefälschten Profilen entstanden. Das sogenannte FakeVZ sei bevölkert mit Promis und Fernsehfiguren.

In den kommenden Wochen soll Poolworks-Chef Joseph Nejman den Angaben zufolge neue Angebote für die beiden verbliebenen Netzwerke vorstellen. Ein erstes Angebot ist bereits gestartet: Bei VZ Fotobuch sollen Nutzer Fotos hochladen, das Angebot erinnert an Pinterest.

Poolworks will die beiden Netzwerke künftig allein betreiben, anfangs hatten noch Entwickler geholfen, die bei der Holtzbrinck-Firma Devbliss beschäftigt sind. Bei der Übernahme hatte Holtzbrinck Digital sich die Option vorbehalten, den Nutzern von SchülerVZ Angebote unterbreiten zu können.

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insgesamt 42 Beiträge
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1. Na da wissen wir ja wie es Facebock einmal gehen wird...
onkendonk 09.04.2013
Und vielen anderen. Eine neue Hype wird kommen - und auch wieder gehen. Und die nächste. und die nächste....
2. die einen
felisconcolor 09.04.2013
kommen, die anderen gehen. Das Internet und besonders seine Nutzer können halt grausam sein. Das sollte man sich als Investor immer vor Augen halten, wenn man Dollarzeichen in den selbigen hat.
3.
Laubhaeufer 09.04.2013
Zitat von sysopdapdDie Investmentgesellschaft Vert Capital räumt auf: SchülerVZ, ein soziales Netzwerk für Jugendliche aus Deutschland, soll Ende April abgeschaltet und alle Daten gelöscht werden. Rund 200.000 Nutzer sollen davon betroffen sein. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/netzwerk-aus-schuelervz-schliesst-ende-april-a-893253.html
Investmentgesellschaft. Das reicht doch schon als Info. Die werden nach und nach die unlukrativen Angebote streichen. Auch wenn abzusehen ist, dass die Rechnung wahrscheinlich nicht aufgehen wird. Dazu sind andere Dienste zu stark, zu etabliert, als dass man jetzt Nutzer in großer Zahl gewinnen könnte. Warum hat StudiVZ seinerzeit soviel Nutzer verloren? Unter anderem weil das Angebot technisch veraltet, langsam, langweilig und national begrenzt war. Das erfüllt aber nicht mehr die Bedürfnisse GERADE der jüngeren Leute auf dieser Welt.
4. Die heutigen Schüler
Morrison 09.04.2013
scheinen ja tatsächlich lernfähiger zu sein als gedacht. Mittlerweile wird es wohl auch dem Dümmsten klar, dass alle diese "Sozialen" - was immer der Begriff hier auch bedeuten soll- Netzwerke, schlicht und einfach Werbeabzockmaschinen sind. Ich freue mich schon auf den Artikel betreffend Facebook.
5. beta
gehirnbrand 09.04.2013
ach die gab's sogar noch? Meine aufrichtige Anteilnahme. Hoffendlich haben ordentlich Leute möglichst Geld verbraten! Sinn war nie langfristig das soziale Vernetzen, sondern wie kann man es kommerziel nurtzen - Investmentgesellschaft.....tja , aus und vorbei. Freu' mich schon auf den Nachruf auf FB .... gefühlt 2015?
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