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Netzwerk-Test: Stiftung Warentest rügt MySpace und Facebook

Mängel beim Datenschutz und fiese Klauseln in den Geschäftsbedingungen: Die Stiftung Warentest stellt einigen sozialen Netzwerken schlechte Testnoten aus. Am schlechtesten bewerten die Tester Facebook und MySpace.

Facebook-Nutzer: Die Stiftung Warentest stellt US-Netzwerken schlechte Noten aus Zur Großansicht
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Facebook-Nutzer: Die Stiftung Warentest stellt US-Netzwerken schlechte Noten aus

Datenschutz und Datensicherheit bei sozialen Netzwerken sind zum Teil mangelhaft, urteilt die Stiftung Warentest. Laut Experten der Stiftung schnitten vor allem die großen US-Netzwerke Facebook, MySpace und LinkedIn schlecht ab. Sie schränkten die Rechte der Nutzer stark ein, räumten sich selbst für die Weitergabe der Daten aber weitgehende Rechte ein. Warentest warf vor allem MySpace eine "geradezu unverschämte Art" bei der Gestaltung der Vertragsklauseln vor.

Holger Brackemann, Bereichsleiter für Untersuchungen bei der Stiftung Warentest, bezeichnete den Test als die "umfangreichste Untersuchung" zum Datenschutz. Dabei hätten die Mitarbeiter von Stiftung Warentest sich mit Einwilligung der Anbieter auch als Hacker betätigt. Neben den drei amerikanischen Diensten Facebook, MySpace und LinkedIn gab allerdings auch das Netzwerk Xing keine Einwilligung zum Warentest-Hack ab, was bei allen vier wegen fehlender Transparenz zur Abwertung führte.

Die beiden vom Holtzbrinck-Verlag betriebenen Netzwerke schülerVZ und studiVZ sowie das Netzwerk des ProSiebenSat.1-Konzerns Lokalisten schnitten beim Datenschutz ausreichend ab. Allerdings wurden schülerVZ und studiVZ sowie Jappy ein "sehr gut" und Xing ein "gut" für die Beachtung von Verfügungs- und Nutzerrechten gegeben.

In der Gesamtwertung der Studie, die in der April-Ausgabe der Zeitschrift "test" erscheint, wurden bei den Portalen schülerVZ und studiVZ "einige Mängel" festgestellt. Schlusslicht sind Facebook und MySpace mit "erheblichen Mängeln".

Um die Sicherheit der Daten der Nutzer der Online-Plattformen sei es mitunter schlecht bestellt, teilte die Stiftung Warentest mit. Wo das Einloggen in die Netzwerke mit dem Handy möglich ist, fiel den Testern zufolge auf, dass Nutzername und Passwort unverschlüsselt übertragen wurden.

Facebook und MySpace haben bis zum Erscheinen dieser Meldung auf Anfragen von SPIEGEL ONLINE keinen Kommentar zu den Vorwürfen der Stiftung Warentest abgegeben.

lis/AFP/APN

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Soziale Netzwerke
Facebook
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Facebook ging Anfang 2004 als soziales Netzwerk für Harvard-Studenten online. Zunächst konnten nur Menschen mit E-Mail-Adressen ausgewählter US-Hochschulen Mitglieder werden, seit 2006 ist die Seite für alle Über-13-Jährigen offen. Nach eigenen Angaben hat Facebook 845 Millionen aktive Mitglieder weltweit (Dezember 2011). Mehr zu Facebook auf der Themenseite.
Google+
Google+ ist der Versuch, den sozialen Funktionen von Facebook und Twitter etwas entgegenzusetzen. Das soziale Netzwerk wurde im Juni 2011 gestartet und hat nach Firmenangaben rund 170 Millionen Nutzer (April 2012). Der Funktionsumfang ist rein aus Nutzersicht vergleichbar mit Facebook, Schnittstellen für externe Entwickler sind allerdings eingeschränkt. Google animiert seine Nutzer, das Netzwerk als zentralen Hub für seine Dienste zu nutzen. Mehr zu Google+ auf der Themenseite.
Twitter
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Der auf kurze Textnachrichten spezilalisierte Dienst Twitter wurde im Juli 2006 gegründet. Populär wurde der Dienst als Verteilnetzwerk für Links, Fotos und Videos. Twitter zählt nach eigenen Angaben mehr als 140 Millionen Nutzer (März 2012). Mehr zu Twitter auf der Themenseite.
Xing
Xing (früher OpenBC) wurde 2003 von Lars Hinrichs gegründet. Nach eigenen Angaben hat Xing über 11,7 Millionen Mitglieder (Stand: Dezember 2011), etwa acht Prozent haben einen kostenpflichtigen Premium Account. Bei Xing geht es vor allem um berufliche Kontaktaufnahme. Mehr zu Xing auf der Themenseite...
StudiVZ
Ehssan Dariani hat die Studenten-Community StudiVZ 2005 gegründet. Zuerst investierten Lukasz Gadowski und Matthias Spiess in StudiVZ, später finanzierten es vor allem die Gebrüder Samwer - bekannt für die Klingeltonfirma Jamba - und der Venture-Capital-Arm des Holtzbrinck-Verlags ("Die Zeit", "Handelsblatt"). Im Januar 2007 übernahm Holtzbrinck StudiVZ. Derzeit haben die Plattformen studiVZ.net, schuelerVZ.net und meinVZ.net nach eigenen Angaben rund 17,4 Millionen Nutzer (Stand: Januar 2011). Mehr zu StudiVZ auf der Themenseite...
Lokalisten
Im Mai 2005 gegründet, hat das Netzwerk Lokalisten nach eigenen Angaben (Stand Juli 2010) inzwischen 3,6 Millionen Nutzer. Mehr zu Lokalisten bei Wikipedia...
Spin.de
Das 1996 in Regensburg gegründete Unternehmen Spin betreibt ein eigenes soziales Netzwerk, aber auch integrierte Unter-Communitys mit regionalem Fokus, die mit Partnern vor Ort (Lokalradios vor allem) betrieben werden. Nach eigenen Angaben (Stand Februar 2011) hat Spin.de eine Million aktive Mitglieder. Mehr zu Spin.de bei Wikipedia...
Wer kennt wen
Wer-kennt-wen wurde von den beiden Studenten Fabian Jager und Patrick Ohler gegründet. Seit Februar 2009 gehört das Netzwerk vollständig RTL Interactiv, die Gründer schieden Ende August 2010 aus. Das Netzwerk hat laut Betreiber über 9,5 Millionen Nutzer (Stand: Januar 2012). Mehr zu Wer-kennt-wen bei Wikipedia...
MySpace
MySpace war 2006 das populärste soziale Netzwerk in den USA. Ein Jahr zuvor war es von Rupert Murdochs News Corporation gekauft worden. Bekannt wurde es durch die Möglichkeit, Musik einzubinden. Künstler und Bands nutzten die Plattform als Marketingplattform. Zeitweise hatte MySpace mehr als 220 Millionen Nutzer, nach Berechnungen von Google rund 30 Millionen Nutzer (Dezember 2011). Mehr zu MySpace auf der Themenseite...


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