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Neue Funktionen: Facebook fordert Schnäppchendienste heraus

Facebook geht in die Offensive: Der Konzern will mit dem neuen "Send"-Button Online-Empfehlungen etwas privater machen. In einigen Städten der USA beginnt zudem der Testbetrieb des Schnäppchendienstes "Deals" - Facebook sagt damit Rabattseiten wie Groupon den Kampf an.

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DPA

Netzwerk-Logo: Facebook startet einige neue Angebote

Gerade einmal ein Jahr ist es her, das Facebook den "Gefällt mir"-Knopf eingeführt hat, mit großem Erfolg. Viele Seiten im Netz binden den Button auf ihrer Seite ein, andere soziale Netzwerke kopieren fleißig die Empfehlungs-Funktion. Nun hat Facebook einen neuen Knopf eingeführt. Mit dem "Send"-Button sollen empfohlene Websites, Bilder und Videos künftig nicht mehr an alle Kontakte verteilt, sondern gezielt unter ausgesuchten Facebook-Freunden verbreitet werden.

Die Voraussetzung ist, dass der Nutzer im sozialen Netzwerk einer Gruppe angehört. Bei einem Klick auf den Knopf öffnet sich ein Fenster, in dem der Nutzer auswählen kann, welcher Gruppe er eine Website empfehlen will. Die Statusmeldung erreicht dann nur die Gruppenmitglieder und nicht alle Personen aus der Kontaktliste. Die weltweit 500 Millionen Mitglieder haben laut Facebook-Blog bereits 50 Millionen Gruppen gegründet. Demnach teilen die Netzwerk-Nutzer ihre Kontakte meist in Kategorien mit der Bezeichnung "Familie", "Freunde" oder "Verein" ein.

Facebook verspricht Preisnachlässe und Backstage-Pässe

Auch auf dem Schnäppchenmarkt engagiert sich Facebook nun. Das Netzwerk hat am heutigen Dienstag den Gutscheindienst "Deals" in fünf Städten der USA gestartet. Damit sollen Facebook-Mitglieder über Rabatte und Sonderangebote informiert werden. Wer sich bei Deals anmeldet, wird per E-Mail und in den Statusmeldungen immer wieder über neue Aktionen informiert. Nicht immer soll es sich dabei um Preisrabatte handeln. Beispielsweise werden Backstage-Pässe für Konzerte angeboten oder Kinder zu einer Übernachtung in die kalifornische Academy of Sciences in San Francisco eingeladen.

"Wir erschaffen ein Produkt, das von Grund auf sozial ist", sagt Emily White, die bei Facebook fürs lokale Geschäft zuständig ist. "Alle diese Angebote sind Dinge, die man gerne mit seinen Freunden macht, also weniger Zähnebleichen sondern eher Wildwasser-Rafting." Dieser Satz dürfte auch als Seitenhieb gegen den Platzhirsch auf dem Schnäppchen-Markt gemeint gewesen sein, denn beim Branchenriesen Groupon werden durchaus auch verbilligte Zahnbehandlungen feilgeboten.

Den Testanwendern in San Diego, San Francisco, Atlanta, Dallas und Austin wird für Facebooks neuen Konkurrenzdienst ein Button am unteren Ende der Seite eingeblendet, der eine Liste mit den aktuellen Deals öffnet. Sobald sie ein Produkt kaufen oder bei einem Angebot auf "Gefällt mir" klicken, erscheint das auch als Statusmeldung.

Die Idee ist nicht neu. Schnäppchendienste wie Groupon und Livingsocial betreiben das Gutscheingeschäft schon seit einiger Zeit erfolgreich. Groupon hat derzeit etwa 70 Millionen registrierte Mitglieder, der Jahresumsatz des Unternehmens lag 2010 laut "Wall Street Journal" bei 760 Millionen Dollar. Livingsocial soll 28 Millionen Mitglieder haben - beide haben also weit weniger Nutzer als bei Facebook mit seinen derzeit 500 Millionen aktiven Nutzen.

Daher sieht man beim Analysedienst Opus Research auch gute Chancen für Facebook, sich gegen die Konkurrenten durchzusetzen. "Groupon und Livingsocial haben gezeigt, wie viel Bedarf es da draußen gibt", sagt der Analyst Greg Sterling. "Wenn Facebook das richtig macht, dann haben sie einen echten Knüller in der Hand."

jbr/ap

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insgesamt 1 Beitrag
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    Seite 1    
1. wieder mal geklaut
indigofalter 26.04.2011
Facebook scheint ein wunderbares Spielfeld darwinistischer Kapitalismus-Phantasien zu sein
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    Seite 1    

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Soziale Netzwerke
Facebook
Facebook ging Anfang 2004 als soziales Netzwerk für Harvard-Studenten online. Zunächst konnten nur Menschen mit E-Mail-Adressen ausgewählter US-Hochschulen Mitglieder werden, seit 2006 ist die Seite für alle Über-13-Jährigen offen. Nach eigenen Angaben hat Facebook 845 Millionen aktive Mitglieder weltweit (Dezember 2011). Mehr zu Facebook auf der Themenseite.
Google+
Google+ ist der Versuch, den sozialen Funktionen von Facebook und Twitter etwas entgegenzusetzen. Das soziale Netzwerk wurde im Juni 2011 gestartet und hat nach Firmenangaben rund 170 Millionen Nutzer (April 2012). Der Funktionsumfang ist rein aus Nutzersicht vergleichbar mit Facebook, Schnittstellen für externe Entwickler sind allerdings eingeschränkt. Google animiert seine Nutzer, das Netzwerk als zentralen Hub für seine Dienste zu nutzen. Mehr zu Google+ auf der Themenseite.
Twitter
Der auf kurze Textnachrichten spezilalisierte Dienst Twitter wurde im Juli 2006 gegründet. Populär wurde der Dienst als Verteilnetzwerk für Links, Fotos und Videos. Twitter zählt nach eigenen Angaben mehr als 140 Millionen Nutzer (März 2012). Mehr zu Twitter auf der Themenseite.
Xing
Xing (früher OpenBC) wurde 2003 von Lars Hinrichs gegründet. Nach eigenen Angaben hat Xing über 11,7 Millionen Mitglieder (Stand: Dezember 2011), etwa acht Prozent haben einen kostenpflichtigen Premium Account. Bei Xing geht es vor allem um berufliche Kontaktaufnahme. Mehr zu Xing auf der Themenseite...
StudiVZ
Ehssan Dariani hat die Studenten-Community StudiVZ 2005 gegründet. Zuerst investierten Lukasz Gadowski und Matthias Spiess in StudiVZ, später finanzierten es vor allem die Gebrüder Samwer - bekannt für die Klingeltonfirma Jamba - und der Venture-Capital-Arm des Holtzbrinck-Verlags ("Die Zeit", "Handelsblatt"). Im Januar 2007 übernahm Holtzbrinck StudiVZ. Derzeit haben die Plattformen studiVZ.net, schuelerVZ.net und meinVZ.net nach eigenen Angaben rund 17,4 Millionen Nutzer (Stand: Januar 2011). Mehr zu StudiVZ auf der Themenseite...
Lokalisten
Im Mai 2005 gegründet, hat das Netzwerk Lokalisten nach eigenen Angaben (Stand Juli 2010) inzwischen 3,6 Millionen Nutzer. Mehr zu Lokalisten bei Wikipedia...
Spin.de
Das 1996 in Regensburg gegründete Unternehmen Spin betreibt ein eigenes soziales Netzwerk, aber auch integrierte Unter-Communitys mit regionalem Fokus, die mit Partnern vor Ort (Lokalradios vor allem) betrieben werden. Nach eigenen Angaben (Stand Februar 2011) hat Spin.de eine Million aktive Mitglieder. Mehr zu Spin.de bei Wikipedia...
Wer kennt wen
Wer-kennt-wen wurde von den beiden Studenten Fabian Jager und Patrick Ohler gegründet. Seit Februar 2009 gehört das Netzwerk vollständig RTL Interactiv, die Gründer schieden Ende August 2010 aus. Das Netzwerk hat laut Betreiber über 9,5 Millionen Nutzer (Stand: Januar 2012). Mehr zu Wer-kennt-wen bei Wikipedia...
MySpace
MySpace war 2006 das populärste soziale Netzwerk in den USA. Ein Jahr zuvor war es von Rupert Murdochs News Corporation gekauft worden. Bekannt wurde es durch die Möglichkeit, Musik einzubinden. Künstler und Bands nutzten die Plattform als Marketingplattform. Zeitweise hatte MySpace mehr als 220 Millionen Nutzer, nach Berechnungen von Google rund 30 Millionen Nutzer (Dezember 2011). Mehr zu MySpace auf der Themenseite...

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