Kickstarter-Rekord Pebble-Smartwatch sammelt am ersten Tag acht Millionen Dollar

Pebble will mit seiner neuen Smartwatch den Giganten Apple attackieren. Das Interesse bei den Kunden ist groß, eine Crowdfunding-Kampagne brachte in kürzester Zeit mehrere Millionen Dollar ein.

Pebble-Smartwatch: Die Macher versprechen ein farbiges Display und eine lange Akkulaufzeit
DPA/ Pebble/ 100zehn

Pebble-Smartwatch: Die Macher versprechen ein farbiges Display und eine lange Akkulaufzeit


Der Wearable-Markt scheint großes Potenzial zu haben. Davon sind zumindest die derzeit knapp 40.000 Unterstützer der Kickstarter-Kampagne für eine Pebble-Smartwatch mit Farbdisplay überzeugt. Sie brachten schon in weniger als einer Stunde eine Million Dollar zusammen.

Nachdem das Unternehmen seine Geldsammelaktion auf der Crowdfunding-Plattform am Dienstag gestartet hatte, begann geradezu ein Run der Interessenten. Eigentlich lag das Spendenziel bei einem Betrag von 500.000 Dollar, die nach 30 Tagen zusammenkommen sollten. Diese Summe wurde jedoch schon nach 20 Minuten erreicht, die Millionen-Grenze nach einer weiteren halben Stunde überwunden. Am Mittwochvormittag waren es bereits über acht Millionen Dollar, weiterhin mit rasch steigender Tendenz.

Wer sich an der Aktion beteiligt, darf sich auf eine Pebble Time zum Vorzugspreis von 159 Dollar freuen, ab Mai sollen die Geräte dann regulär für 199 Dollar angeboten werden. Der Handgelenk-Computer wird dann in drei Farben zu haben sein: in Schwarz, Weiß und Rot.

"Wir nehmen es mit Apple auf"

Im Unterschied zu den Vorgängermodellen, die noch ein LCD-Display in Schwarz-Weiß besaß, sollen die aktuellen Geräte ein farbiges Bild liefern. Die neuen Uhren sollen außerdem um 20 Prozent dünner sein, wie schon bisher wird eine Akkulaufzeit von einer Woche versprochen.

Pebble-Chef Eric Migicovsky zeigte sich über den Erfolg der Kickstarter-Kampagne hocherfreut. Dem "Wall Street Journal" sagte er: "Wir nehmen es mit Apple auf, dem größten Unternehmen der Welt. Und niemand kann uns so gut helfen wie die Crowd."

Dabei macht Pebble Time nicht mit technischen Features von sich reden. Das Gerät solle vor allem mit der Langlebigkeit des Akkus und seiner Verlässlichkeit punkten, so Migicovsky.

Auch zum begehrten Mode-Accessoire dürfte Pebble Time wohl nicht taugen. Das Äußere mitsamt Display fahre nicht gerade einen Designpreis ein, so die Einschätzung der "Süddeutschen Zeitung".

meu



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insgesamt 10 Beiträge
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lace 25.02.2015
1. Kein LCD sonder ePaper als Display, Artikel geht auf neue Konzepte des Produkts nicht ein.
Zitat: "...Im Unterschied zu den Vorgängermodellen, die noch ein LCD-Display in schwarz-weiß besaß.." Das besondere Merkmal der Pepple ist, dass sie ein Display aus elektronischem Papier (ePaper) hat, und kein LC-Display wie alle anderen Konkurrenten auf dem Markt. LC-Displays benötigen eine permanente Spannungsversorgung, ePaper-Displays nicht. EPaper-Displays verbrauchen nur dann Strom, wenn der Inhalt geändert werden muss. Weiterhin bleibt der einmal angezeigt Inhalt dauerhaft sichtbar. Aus diesem Grunde hat die Pepple eine deutlich längere Betriebszeit pro Akkuladung als andere "Smart"-Watches. Die neue Pebble ist meines Erachtens nach das erste Gerät, dass mit einem farbigen ePaper-Display in Großserie produziert wird. Weiterhin hat Pepple sich ein neues Konzept für die Datenpräsentation einfallen lassen, dass auf den zeitlichen Verlauf der Ereignisse im Leben zugeschnitten ist und und deswegen auch "Timeline" heißt. Pepple versucht damit alle wichtigen Daten, egal welcher Kategorie, für den Anwender leicht erreichbar zu machen und diese nicht auf ein Dutzend Apps zu verteilen. Somit ist Pepple z.Z. auch der einzige Hersteller mit einem echten Alternativkonzept zu den gängigen Konzepten für Smartwatches. Der vorliegende Artikel ist wirklich schlecht recherchiert, schade. Die Vorstellung der Pepple auf die Kickstarter-Kampagne zu reduzieren ist wohl etwas platt, da hat wohl jemand keine Lust gehabt.
bluemi 25.02.2015
2. Na endlich...
...kann ich Apple mit dem Tragen der Smartwatch auch mitteilen, wann genau ich Sex habe. Ich bin begeistert...nicht! Wer sich so ein Ding an den Arm hängt, ist doch mit dem Klammerbeutel gepudert. Erst mal "Zero" von Marc Elsberg lesen, dann vielleicht nochmal nachdenken.
duerre 25.02.2015
3.
Zitat von lace ”Das besondere Merkmal der Pepple ist, dass sie ein Display aus elektronischem Papier (ePaper) hat, und kein LC-Display wie alle anderen Konkurrenten auf dem Markt.“ Die alte wie die neue Pebble hat in der Tat ein LC (Liquid Crystal)-Display und kein eInk-Display – die neue jetzt ein farbiges. ePaper ist ein etwas unscharfer Begriff der alle Display-Typen umfaßt die nicht aktiv beleuchtet sind. So gesehen hat der Artikel recht und ist im Gegensatz zu Ihren Quellen gut recherchiert.
WOLF in USA 25.02.2015
4. kann man getrost vergessen
Zum einen, wie kommst, dass man sich am Apple Design orientiert? Für eigene Einfälle hats nicht gereicht. Darüber hinaus ist bei einem solchen Projekt die Infrastruktur entscheidend. Die Hardware ist nur das sichtbare Interface einer um ein vielfach groesseren Infrastruktur u. Diensten die eine Apple Watch bieten wird. Nur eine Hülle zu imitieren, und dabei auch noch beim Design zu klauen, ist lächerlich ... dass jemand dafür auch noch Geld gibt, ist noch bekloppter.
vlabs 25.02.2015
5.
@WOLF in USA: Die Pebble Time sieht der Apple Watch nicht sehr ähnlich, finde ich. Oder meinst du, die abgerundeten Ecken? Hat außer der Apple Watch natürlich kein anderes Objekt weltweit. ;-) Sehr ansprechend finde ich persönlich die Apple Watch auch nicht.
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