Neue Suchmaschine: Microsoft macht Bing

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2. Teil: Was Bing besser kann - und was nicht

Aus Microsofts Sicht ist Bing eine vollkommen neuartige Herangehensweise an das Thema Internet-Suche. Die folgenden Punkte hebt das Unternehmen als jene Eigenschaften hervor, die das Stochern im Informationswust des WWW einfacher machen sollen:

Die Homepage
Schon die Tatsache, dass auf der Bing-Seite jeden Tag ein neues Hintergrundbild gezeigt wird, feiert der Konzern als Fortschritt. Auch dass man gezielt in Kategorien wie Bilder, Videos oder Landkarten suchen kann, feiert der Konzern als Innovation.

Autosuggest
Sobald man damit beginnt, einen Begriff in die Suchmaske einzugeben, versucht Bing zu erraten, was man wohl zu schreiben versucht und macht entsprechende Vorschläge, den Begriff zu vervollständigen. Das ist hübsch, wird aber beispielsweise von Google längst ebenso gemacht.

Best Match
Genau so wie Bing mit Autosuggest versucht zu erraten, was man einzugeben versucht, bemüht es sich, seine Suchergebnisse nach Relevanz zu sortieren, damit man schneller zu einem brauchbaren Ergebnis kommt. Funktionieren kann das natürlich nur, wenn Bing entsprechende Informationen in seiner Datenbank zur Verfügung stehen. In Deutschland dürfte sich Best Match vorläufig also auf Produktinformationen und Online-Shops beschränken.

Vorschaubilder
Sobald man mit dem Mauszeiger eines der Suchergebnisse ansteuert, wird ein Vorschaubild der dahinterliegenden Web-Seite angezeigt. Hört sich nach einer tollen Möglichkeit an, schon vor dem Klick auf einen Link zu entscheiden, ob das Ergebnis relevant ist. Abzuwarten bleibt, wie lange Bing braucht, um die Vorschaubilder zu erzeugen.

Einige Eigenschaften von Bing versprechen zudem die Möglichkeit, umfangreiche Suchergebnisse schnell eingrenzen zu können. Sucht man etwa nach einem bestimmten Flug, kann man in einer Seitenleiste Tag und Uhrzeit der Reise definieren oder die Suche auf bestimmte Fluggesellschaften eingrenzen. Eine "Quick Tabs" genannte Funktion stellt außerdem zusätzliche Suchergebnisse dar, die zu den eingegebenen Suchbegriffen passen könnten. Sucht man nach "München", könnten das beispielsweise "Wetter", Biergärten", "Hotels" oder "Karten" sein.

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insgesamt 78 Beiträge
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1.
Hador 18.05.2009
Zumindest in der aktuellen Version erscheint mir Wolfram Alpha reichlich sinnfrei. Zunächst mal ist Wolfram Alpha keine Web-Suchmaschine und damit auch keine wirkliche Konkurrenz zu Google (auch wenn SPON das immer noch behauptet). Wenn überhaupt, dann ist Wolfram Alpha eher eine Konkurrenz zu Wikipedia, denn bei Wolfram Alpha geht es um Faktensuche. Das Problem ist bloß: Wikipedia gibts schon und ist sowohl was Umfang des Inhalts als auch was Bedienbarkeit angeht (Wolfram Alpha gibt doch oft sehr eigenwillige Ergebnisse auf einfache Suchbegriffe) IMO deutlich überlegen. Von daher wer braucht das?
2.
MarkH 18.05.2009
Zitat von sysopDer Hype um Wolfram Alpha zeigt, dass es noch Raum für Innovationen bei der Informationssuche im Netz gibt. Welche Weiterentwicklungen wünschen Sie sich von Google, Wikipedia und Co?
esoterische IT
3. Wikipedia
fgranna 18.05.2009
Zitat von HadorZumindest in der aktuellen Version erscheint mir Wolfram Alpha reichlich sinnfrei. Das Problem ist bloß: Wikipedia gibts schon und ist sowohl was Umfang des Inhalts als auch was Bedienbarkeit angeht (Wolfram Alpha gibt doch oft sehr eigenwillige Ergebnisse auf einfache Suchbegriffe) IMO deutlich überlegen. Von daher wer braucht das?
Das ist nicht ganz richtig! Ich würde Wolfram eher als Zusatzdienst zu Wikipedia sehen: Was wäre wenn die Daten in der Wikipedia ordentlich (Semantisch) strukturiert wären? Wenn also sämtliche Daten eines Wikipediaartikels maschinenlesbar und strukturiert in einem Artikel wären (Datumsangaben, Geokoordinaten, Maßeinheiten etc.). Dort wäre Wolfram das perfekte Tool um Abfragen und Relationen darzustellen und auch Querabfragen auszuführen.
4. kritisch vor allem ...
Fackus 18.05.2009
das im Artikel zuletzt erwähnte 'Sponsoring'. Es wird mal so laufen wie überall sonst auch: wer gut zahlt, bekommt seine Daten angezeigt. Recht fragwürdig das Ganze. Da lob ich mir doch Wikipedia und seinen weitgehend selbstbestimmten Inhalt mit gut funktionierender Selbstregulierung. Die Arbeit von hunderttausenden schlauer Köpfe an Wikipedia wird noch lange unschlagbar bleiben - vielleicht kann sich Wikipedia aber noch ein paar Ideen von alpha abschauen.
5.
smartie2004 18.05.2009
Als Wurmfortsatz zu Wikipedia kommt man auf keinen grünen Zweig, geschweige denn lassen sich damit die nötigen Mitarbeiter bezahlen. Für mich eine Totgeburt. War da nicht vor kurzem eine neue Suchmaschine am Markt, Name ist mir schon entfallen, die auch sang und klanglos untergegangen ist?
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