Schutz gegen Schadsoftware: Neuer Firefox blockiert Java-Plug-ins

Firefox-Logo: Java nur noch mit Genehmigung Zur Großansicht
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Firefox-Logo: Java nur noch mit Genehmigung

Mit jeder Version lernt der Mozilla-Browser neue Funktionen hinzu. Doch das jüngste Update geht einen Schritt weiter: Java-Plug-ins startet der neue Firefox künftig nur noch auf Wunsch des Nutzers - der Sicherheit wegen.

Mit der Versionsnummer 26 haben die Programmierer dem populären Firefox-Browser eine Reihe von Neuerungen spendiert. Die wichtigste ist eine Plug-in-Sperre, die Zusatzmodule wie Flash, Java oder Silverlight erst aktiviert, wenn der Anwender dafür seine Zustimmung gibt. Diese Click-to-Play-Funktion war schon länger im Gespräch und ist in Firefox 26 nun standardmäßig eingebaut.

Wenn der Browser beim Surfen nun auf ein Java-Applet stößt, erscheint zunächst eine Dialogbox, die den Nutzer um Erlaubnis bittet, das Java-Plug-in zu aktivieren. Es gibt dabei auch eine Speicherfunktion, die einmal genehmigte Webseiten zu einer Whitelist hinzufügt, so dass das jeweilige Plug-in beim Aufruf dieser Seite künftig ohne erneute Nachfrage ausgeführt wird.

Sicherheitslücken hatten Java in der Vergangenheit immer wieder zu einem Ziel für Programmierer von Schadsoftware gemacht. Außerdem gelten Java-Programme als Ressourcenfresser, die Prozessorzeit und Akkuleistung beanspruchen.

Grundsätzlich gibt es ähnliche Vorbehalte auch gegen Adobes Flash-Plug-in. Diesem haben die Mozilla-Entwickler jedoch noch keine Sperre vorgeschoben, weil Flash-Inhalte im Netz allgegenwärtig sind, so dass es wenig Sinn ergebe, sie vorab zu blockieren, so die Einschätzung von "The Register".

Seit der Version 17 beinhaltet Firefox eine Schnittstelle für soziale Netzwerke. Sie erlaubt nun die gleichzeitige Aktivierung verschiedener Dienste, so dass man Statusmitteilungen und Benachrichtigungen von mehreren Netzwerken parallel beziehen kann. Die weiteren Veränderungen sind in einem Changelog aufgelistet.

Unter anderem umfassen sie einen verbesserten Passwortmanager, die automatische Aktualisierung des Browsers und eine erweiterte Unterstützung für diverse Medienformate. Für Nutzer der Mobil-Version wird ebenfalls eine Aktualisierung zur Verfügung gestellt, Firefox für Android ist inzwischen im Play Store zu bekommen. Hier fällt vor allem die verbesserte Lesezeichenverwaltung auf. Nach Eingabe von about:home erhält der Nutzer eine Übersicht über die meistbesuchten Seiten, Lesezeichen, eine Leseleiste für zur späteren Lektüre abgelegte Artikel und die Chronik.

meu

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