Nachdem gerade erst tausende Datensätze mit E-Mail-Adressen und Passwörtern von Kunden der Einzelhandelskette Rewe im Netz gelandet waren, hat es offenbar auch beim Discounter Penny Sicherheitslücken gegeben. Am Mittwochnachmittag waren die Websites rewe.de und penny.de nicht erreichbar. Auf der Penny-Seite heißt es, "Auf unserer Homepage werden derzeit Wartungsarbeiten durchgeführt. Wir sind bald wieder für Sie da!"; die Seiten rewe.de sowie rewe-group.com befinden sich angeblich im "Wartungszustand".
Wie Heise Online berichtet, sollen die von Unbekannten veröffentlichten Daten aus den Systemdateien der Penny-Server stammen; in ihnen sind angeblich Namen von Administratoren- und Benutzernamen enthalten. Auch die Konfigurationsdateien des Content-Management-Systems Typo3, das bei Penny im Einsatz ist, inklusive der Zugangsdaten zu einem Datenbankserver sollen in den veröffentlichten Daten stehen.
Ein Rewe-Sprecher sagte gegenüber Golem, dass die Seiten vorsichtshalber vom Netz genommen wurden. Kundendaten seien im Fall von Penny aber nicht abhanden gekommen. Es handele sich um eine bloße Sicherheitsmaßnahme, man prüfe die Details derzeit noch.
Penny gehört zur Rewe-Gruppe, der auch Einzelhandelsketten wie der Baumarkt Toom oder die Nahkauf-Supermärkte gehören. Erst Anfang der Woche waren 52.000 Datensätze mit Kundendaten im Netz veröffentlicht worden, die unverschlüsselt auf dem Rewe-Server gespeichert worden waren.
kad
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