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Neue Funktion: Facebook-User dürfen sich selbst korrigieren

Mal schnell einen Tippfehler korrigieren - klingt wie die normalste Sache der Welt. Doch für Facebook-Nutzer war das bisher nicht möglich, wenn sie ein Posting einmal abgeschickt hatten. Nun lassen sich peinliche Schnitzer auch später beheben. Doch das System vergisst nichts.

Surfender Schüler (in Dresden, September 2010): Neue Korrekturfunktion für Facebook Zur Großansicht
dapd

Surfender Schüler (in Dresden, September 2010): Neue Korrekturfunktion für Facebook

Berlin - Mal ist es Schusseligkeit beim schnellen Tippen auf der Tastatur, mal die Wurstfinger auf dem Smartphone-Display - und manchmal vielleicht auch eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Rechtschreibschwäche. Tippfehler sind in Facebook-Postings nichts seltenes. Wenn man statt zur Gartenparty zur "Kartenparty" lädt, mag das ja gerade noch gehen - gerade wenn einem der Sinn sowieso nach Poker oder Skat steht. Wenn man allerdings Bekannten zur "Gäburt" ihres Kindes gratuliert, dann wird es doch langsam peinlich.

So mancher der mehr als 900 Millionen Facebook-Nutzer musste sich bisher darüber ärgern, dass sich Postings in dem sozialen Netzwerk nicht mehr ändern ließen, sobald diese einmal abgeschickt waren. Frustrierte Nutzer konnten die betreffenden Beiträge bestenfalls komplett löschen - und dann neu schreiben. Am besten fehlerfrei.

Nun hat Facebook jedoch eine neue Funktion eingeführt, die diesen eher unbefriedigenden Zustand beendet. Das Unternehmen teilte am Freitag mit, dass Korrekturen an Einträgen in Zukunft möglich sein werden. Dazu erscheint direkt neben dem Eintrag ein kleiner Bleistift - ein Klick und der Kommentar kann editiert oder - wie gehabt - gelöscht werden.

Doch das wegen seiner Datensammelwut nicht unumstrittene Netzwerk bleibt sich wieder einmal selbst treu: Nach einer Änderung bleiben auch alle älteren Versionen des Textes auf Facebook zugänglich - und zwar für alle User, die Zugriff auf das ursprüngliche Posting hatten. So könnten Nutzer den Zugriff auf den "vollen Kontext" der Unterhaltung haben, verteidigt sich das Unternehmen. In der Tat mag das in manchen Fällen sogar sinnvoll sein - zum Beispiel, wenn sich nachfolgende Kommentare auf ein später geändertes Posting beziehen.

Die Facebook-Nutzer kommen nach und nach in den Genuss des neuen Features. Die Firma teilte mit, dass die Korrektur-Funktion in den kommenden Tagen für alle Nutzer verfügbar sein wird.

chs

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Soziale Netzwerke
Facebook
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Facebook ging Anfang 2004 als soziales Netzwerk für Harvard-Studenten online. Zunächst konnten nur Menschen mit E-Mail-Adressen ausgewählter US-Hochschulen Mitglieder werden, seit 2006 ist die Seite für alle Über-13-Jährigen offen. Nach eigenen Angaben hat Facebook 845 Millionen aktive Mitglieder weltweit (Dezember 2011). Mehr zu Facebook auf der Themenseite.
Google+
Google+ ist der Versuch, den sozialen Funktionen von Facebook und Twitter etwas entgegenzusetzen. Das soziale Netzwerk wurde im Juni 2011 gestartet und hat nach Firmenangaben rund 170 Millionen Nutzer (April 2012). Der Funktionsumfang ist rein aus Nutzersicht vergleichbar mit Facebook, Schnittstellen für externe Entwickler sind allerdings eingeschränkt. Google animiert seine Nutzer, das Netzwerk als zentralen Hub für seine Dienste zu nutzen. Mehr zu Google+ auf der Themenseite.
Twitter
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Der auf kurze Textnachrichten spezilalisierte Dienst Twitter wurde im Juli 2006 gegründet. Populär wurde der Dienst als Verteilnetzwerk für Links, Fotos und Videos. Twitter zählt nach eigenen Angaben mehr als 140 Millionen Nutzer (März 2012). Mehr zu Twitter auf der Themenseite.
Xing
Xing (früher OpenBC) wurde 2003 von Lars Hinrichs gegründet. Nach eigenen Angaben hat Xing über 11,7 Millionen Mitglieder (Stand: Dezember 2011), etwa acht Prozent haben einen kostenpflichtigen Premium Account. Bei Xing geht es vor allem um berufliche Kontaktaufnahme. Mehr zu Xing auf der Themenseite...
StudiVZ
Ehssan Dariani hat die Studenten-Community StudiVZ 2005 gegründet. Zuerst investierten Lukasz Gadowski und Matthias Spiess in StudiVZ, später finanzierten es vor allem die Gebrüder Samwer - bekannt für die Klingeltonfirma Jamba - und der Venture-Capital-Arm des Holtzbrinck-Verlags ("Die Zeit", "Handelsblatt"). Im Januar 2007 übernahm Holtzbrinck StudiVZ. Derzeit haben die Plattformen studiVZ.net, schuelerVZ.net und meinVZ.net nach eigenen Angaben rund 17,4 Millionen Nutzer (Stand: Januar 2011). Mehr zu StudiVZ auf der Themenseite...
Lokalisten
Im Mai 2005 gegründet, hat das Netzwerk Lokalisten nach eigenen Angaben (Stand Juli 2010) inzwischen 3,6 Millionen Nutzer. Mehr zu Lokalisten bei Wikipedia...
Spin.de
Das 1996 in Regensburg gegründete Unternehmen Spin betreibt ein eigenes soziales Netzwerk, aber auch integrierte Unter-Communitys mit regionalem Fokus, die mit Partnern vor Ort (Lokalradios vor allem) betrieben werden. Nach eigenen Angaben (Stand Februar 2011) hat Spin.de eine Million aktive Mitglieder. Mehr zu Spin.de bei Wikipedia...
Wer kennt wen
Wer-kennt-wen wurde von den beiden Studenten Fabian Jager und Patrick Ohler gegründet. Seit Februar 2009 gehört das Netzwerk vollständig RTL Interactiv, die Gründer schieden Ende August 2010 aus. Das Netzwerk hat laut Betreiber über 9,5 Millionen Nutzer (Stand: Januar 2012). Mehr zu Wer-kennt-wen bei Wikipedia...
MySpace
MySpace war 2006 das populärste soziale Netzwerk in den USA. Ein Jahr zuvor war es von Rupert Murdochs News Corporation gekauft worden. Bekannt wurde es durch die Möglichkeit, Musik einzubinden. Künstler und Bands nutzten die Plattform als Marketingplattform. Zeitweise hatte MySpace mehr als 220 Millionen Nutzer, nach Berechnungen von Google rund 30 Millionen Nutzer (Dezember 2011). Mehr zu MySpace auf der Themenseite...


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