Geheimprojekt ICReach NSA betreibt eigene Suchmaschine

Der US-Geheimdienst NSA hat laut "The Intercept" eine Google-artige Suchmaschine geschaffen. Mit dem Programm ICReach werden riesige Datenmengen über US-Bürger und Ausländer mit FBI und CIA geteilt.

NSA in Fort Meade: Meilenstein in der Geschichte der geheimen US-Überwachung
AP

NSA in Fort Meade: Meilenstein in der Geschichte der geheimen US-Überwachung


Hamburg - Die NSA hat eine eigene Suchmaschine geschaffen, um Informationen an US-Behörden zu übermitteln. Die Google-artige Suchmaschine heißt laut der Enthüllungsplattform "The Intercept", für die Glenn Greenwald arbeitet, ICReach. Die NSA hat demnach mit dieser Suchmaschine mehr als 850 Milliarden Informationen zu Anrufen, E-Mails, Standortdaten von Handys sowie Internetchats mehr als tausend Analysten in 23 US-Behörden zur Verfügung gestellt. Dokumente, die beweisen, dass es die Suchmaschine gibt, liegen "The Intercept" vor.

Sie stammen aus den Unterlagen von Edward Snowden. Die Dokumente, die "The Intercept" nun anführt, beweisen, dass die NSA den Behörden Überwachungsdaten in enormem Umfang zugänglich machte. Hauptnutzer von ICReach waren laut "The Intercept" das FBI und die US-Drogenbekämpfungsbehörde Drug Enforcement Agency (DEA). ICReach ermöglicht demnach Zugriff auf Informationen über private Nachrichten von Ausländern und offenbar auch auf Daten von unbescholtenen US-Bürgern.

Die NSA hat bestätigt, dass sie Informationen mit US-Behörden wie dem FBI teilt. Doch wie und in welchem Umfang diese übermittelt werden, war bislang nicht bekannt.

Laut einem Dokument aus dem Jahr 2007 gehören DEA, FBI, CIA und der Militärgeheimdienst Defense Intelligence Agency (DIA) zum Herzstück der Suchmaschine. Mit den Informationen, die durch ICReach geteilt werden, können Bewegungen von Menschen nachverfolgt und ihre Netzwerke ausgekundschaftet werden. Zudem soll es durch die Informationen möglich sein, ihre Handlungen abzusehen und zu erfahren, welcher Religion sie nahestehen oder welche politische Haltung sie haben.

Keine direkte Verbindung zur großen NSA-Datenbank

Es scheint aber nicht so, dass ICReach eine direkte Beziehung zu der großen NSA-Datenbank hat, die mehrere Millionen Informationen über Telefonanrufe von US-Bürgern hat. Im Gegensatz zu dieser Datenbank, die nur wenigen NSA-Mitgliedern zur Verfügung steht und die man nur nutzen kann, wenn man gegen Terroristen ermittelt, gewährt ICReach zahlreichen Analysten Zugriff auf ein enormes Datenaufkommen.

ICReach ermöglicht offenbar das Teilen ausländischer Metadaten, doch Informationen werden wohl nicht gespeichert. Offenbar können Analysten damit schrittweise in einer großen Auswahl an verschiedenen Datenbänken recherchieren.

Laut der NSA-Dokumente war die Gründung von ICReach ein Meilenstein in der Geschichte der geheimen US-Überwachung. Das Suchmaschinenteam hat den Behörden die ersten Daten bereits im Dezember 2007 übermittelt, heißt es auf "The Intercept."

Die Suchmaschine wurde als größtes System zum internen Übermitteln geheimer Überwachungsdaten in den USA geschaffen. Zwei bis fünf Milliarden Aufzeichnungen 30 verschiedener Datenarten wie E-Mails, Anrufe, Faxe, Chats, Nachrichten und Standortbestimmungen können damit am Tag abgefertigt werden.

kha



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insgesamt 22 Beiträge
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Seite 1
kdshp 25.08.2014
1.
Kann nicht mal wer ein programm schreiben wo ich absichtlich massenhaft falsche daten von mir verbreiten kann so das das sammeln meiner daten ins absurde führt und nicht mehr überschaubar ist was richtig oder falsch ist?
TimmThaler 25.08.2014
2.
Cool! Kann man da auch seinen Namen goo... - ähm icreachen?
Ernie 25.08.2014
3. Noch können die dass noch gar nicht kumulieren...
...denke ich und deswegen wissen die Amis auch nix über IS... ich lach mich schlapp.... ganz ehrlich? ich glaub denen nix mehr... denen die lügen helfen die Aufklärungen auch nicht weiter... die haben was ganz anderes vor.... Spekulation ist immer gelogen! die Wahrheit ist die Realität derer die ihre Interessen verfolgen.....
maasmeier 26.08.2014
4. …bänken
Der Plural müsste meinem bescheidenen Wissen nach"Datenbanken" lauten.
joG 26.08.2014
5. Da sind sicher sehr wertvolle Informationen. ...
....enthalten, die für die Bürger sehr wertvollen Schutz bedeuten. Worauf ich gespannt bin allerdings, wäre zu wissen wie die Kontrollen sind, denen die Nutzer unterliegen und wie deren Durchsetzung garantiert wird.
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