Vine: Twitters Videodienst blockiert Porno-Suche

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NSFW: Nicht geeignet für den Arbeitsplatz - solche Videos will Twitter nicht mehr zeigen

Kurzer Prozess beim Kurzvideodienst: Weil US-Medien Twitters "Vine"-App ein "Pornoproblem" diagnostizieren, blockiert der Anbieter jetzt Suchanfragen wie #nsfw und #porn.

#sex, #porn, #boobs - bei solchen Suchanfragen zeigt Twitters neuer Kurzvideodienst "Vine" keine Treffer mehr an. Noch am Montag führten solche Anfragen zu Ausschnitten von Pornofilmen, vermutlich Werbetrailern für kommerzielle Angebote.

"Vine" war am 24. Januar gestartet, bereits nach kurzer Zeit tauchten die ersten Pornoclips im Angebot des Videodienstes auf. Das könnte "Vine" Ärger mit Apple einhandeln. Der Konzern ist für eine harte Sperr-Politik bei Software bekannt, im App-Store werden regelmäßig Programme wegen erotischer Inhalte gesperrt.

Kurz nach dem Start war "Vine" auf dem besten Weg, eine Aushängeschild-App für iOS zu werden. Zwischenzeitlich präsentierte Apple die ab zwölf Jahren freigegebene Software sogar in der "Featured"-Sektion des Software-Downloadangebots. In der vergangenen Woche hatte Apple wegen angeblich "pornografischen Materials" "500px" aus seinem Angebot genommen, eine beliebte Fotografie-App.

Ob "Vine" langfristig ein ähnliches Schicksal droht, wird sich zeigen. Am Montag sorgte der Kurzvideodienst zunächst einmal mit einer Panne für Schlagzeilen: Ein Pornoclip war zahlreichen Nutzern als redaktionelle Empfehlung angezeigt worden. Twitter entschuldigte sich für den Vorfall, der Grund sei menschliches Versagen gewesen. Man habe das Video dann gelöscht.

mbö

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1. Hmmm
Teile1977 29.01.2013
Erinert mich irgendwie an China. (Ia ich weis, immer dieses Chinabashing, die Chinesen würden so etwas niemals tun, alles Propaganda...)
2. China China
Ken Keeler 29.01.2013
China ist kein Wirtschaftsunternehmen wie Apple, Google, Twitter. Es ist doch völlig legitim, wenn solche Unternehmen bestimmte Inhalte ausschließen wollen. Wenn Sie einen Flohmarkt für Kinderspielzeug organisieren, wollen Sie doch sicherlich auch keine Dildoanbieter aufstellen.
3.
msix 29.01.2013
Zitat von Teile1977Erinert mich irgendwie an China. (Ia ich weis, immer dieses Chinabashing, die Chinesen würden so etwas niemals tun, alles Propaganda...)
Nein es erinnert nicht an China, weil die dortige Zensur immer staatlich ist, was hier nicht der Fall ist. BTW.: Wäre Twitter ein deutsches Unternehmen mit Sitz und Webseitenhosting in Deutschland hätte es schon längst gewaltigen Streß aufgrund von Verbreitung von Pornografie ohne die hierzulande gesetzlich Vorgeschriebenen Jugenschutzbestimmungen gegeben.
4.
rulamann 29.01.2013
Zitat von msixNein es erinnert nicht an China, weil die dortige Zensur immer staatlich ist, was hier nicht der Fall ist. BTW.: Wäre Twitter ein deutsches Unternehmen mit Sitz und Webseitenhosting in Deutschland hätte es schon längst gewaltigen Streß aufgrund von Verbreitung von Pornografie ohne die hierzulande gesetzlich Vorgeschriebenen Jugenschutzbestimmungen gegeben.
Gähn, wir haben 2012 Sitte und Anstand sind seit '96 den Bach runter ins Klo gespült worden.
5. Zensur
Teile1977 29.01.2013
Zitat von msixChina ist kein Wirtschaftsunternehmen wie Apple, Google, Twitter. Es ist doch völlig legitim, wenn solche Unternehmen bestimmte Inhalte ausschließen wollen. Wenn Sie einen Flohmarkt für Kinderspielzeug organisieren, wollen Sie doch sicherlich auch keine Dildoanbieter aufstellen.
Es ist (in meinen Augen) nicht Legitim. Da Apple seine Aps NUR über die Appstores verkaufen läßt, und diese nach willkürlichen Regeln Zensiert. Um bei ihrem Beispiel zu bleiben: Wenn ich bestimme das in einer Stadt alle Einwohner NUR auf MEINEM Flohmarkt einkaufen dürfen, ich vom Umsatz einen satten Prozentsatz kassiere, und ich völlig willkürlich Flohmarktstände schließen lasse nur weil mir irgendein Produkt nicht gefällt, DAnn ist das Diktatur. Man kann der nur entgehen indem man keine Apple Produkte kauft. A: Ich sagte es erinnert an China (wegen seiner Willkür) aber nicht das es Identisch mit China ist. B: Nackte Brüste darf man in Deutschland problemlos sehen, nur harte Pornographie ist schwieriger. Und da gibt es Möglichkeiten.
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  • Natalie Stosiek
    Markus Böhm schreibt von München aus am liebsten über Medien und die Menschen dahinter. Als "Kioskforscher" setzt er sich voller ungesunder Begeisterung bloggend mit Zeitschriften auseinander.

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