#sex, #porn, #boobs - bei solchen Suchanfragen zeigt Twitters neuer Kurzvideodienst "Vine" keine Treffer mehr an. Noch am Montag führten solche Anfragen zu Ausschnitten von Pornofilmen, vermutlich Werbetrailern für kommerzielle Angebote.
"Vine" war am 24. Januar gestartet, bereits nach kurzer Zeit tauchten die ersten Pornoclips im Angebot des Videodienstes auf. Das könnte "Vine" Ärger mit Apple einhandeln. Der Konzern ist für eine harte Sperr-Politik bei Software bekannt, im App-Store werden regelmäßig Programme wegen erotischer Inhalte gesperrt.
Kurz nach dem Start war "Vine" auf dem besten Weg, eine Aushängeschild-App für iOS zu werden. Zwischenzeitlich präsentierte Apple die ab zwölf Jahren freigegebene Software sogar in der "Featured"-Sektion des Software-Downloadangebots. In der vergangenen Woche hatte Apple wegen angeblich "pornografischen Materials" "500px" aus seinem Angebot genommen, eine beliebte Fotografie-App.
Ob "Vine" langfristig ein ähnliches Schicksal droht, wird sich zeigen. Am Montag sorgte der Kurzvideodienst zunächst einmal mit einer Panne für Schlagzeilen: Ein Pornoclip war zahlreichen Nutzern als redaktionelle Empfehlung angezeigt worden. Twitter entschuldigte sich für den Vorfall, der Grund sei menschliches Versagen gewesen. Man habe das Video dann gelöscht.
mbö
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