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Nutzerstatistik: Facebooks US-Wachstum flaut ab

Facebook verliert in Kanada und Großbritannien aktive Nutzer, auch in der US-Kernzielgruppe sanken die Werte leicht. Beobachter rätseln: Zufall, normaler Effekt in gesättigten Märkten, Folge der Datenschutz-Debatte? Facebook wächst allerdings in gut 150 anderen Staaten - Malaysia zum Beispiel.

Facebook-Logo: Das Unternehmen drängt nach Südostasien Zur Großansicht
AFP

Facebook-Logo: Das Unternehmen drängt nach Südostasien

Das ist Jammern auf hohem Niveau: Gut 40 Prozent der US-Bevölkerung sind laut den dem Statistikdienstleister Facebakers beim Marktführer der sozialen Netzwerke Facebook registriert. Im Juni allerdings sank die Zahl der aktiven Mitglieder in einigen Altersgruppen. Das berichten Facebakers und Inside Facebook übereinstimmend, beide Dienste werten Nutzungszahlen aus, die Facebook seinen Werbekunden anbietet.

Laut Inside Facebook verlor das Netzwerk im Juni in der wichtigen Zielgruppe im Alter zwischen 18 und 44 Jahren einige Hunderttausend aktiver Nutzer. Das ist bei mehr als 125 Millionen aktiver US-Nutzer nicht viel, allerdings flacht das Wachstum im US-Markt auch absolut ab: Im Juni kamen insgesamt nur gut 320.000 neue aktive Nutzer hinzu, im Mai waren es noch 7,8 Millionen.

Das kann mehrere Gründe haben: Womöglich schrecken die Berichte über Datenschutzprobleme und negative Kommentare zu neuen Facebook-Funktionen Nutzer ab. Die Statistiker von Inside Facebook kommentieren die Zahlen vorsichtig: Die Verluste in einigen Altersgruppe könnten zwar die Folge der Datenschutz-Debatte sein, aber es sei auch möglich, dass es sich bei den Zahlen nur um eine Art statistischen Ausbrecher handele. Aber, so die Beobachter: "In den Jahren, seitdem wir die demographischen Daten beobachten, haben wir noch nie einen solchen Abfall gesehen, daher glauben wir eher an eine grundlegende Ursache."

Leichte Verluste in Kanada und Großbritannien

Auffällig ist, dass auch in anderen Staaten mit hohem Facebook-Marktanteil die Zahl der aktiven Nutzer im Juni laut Facebakers leicht gesunken ist - zum Beispiel in Großbritannien (43 Prozent Abdeckung, 2,2 Prozent Verlust), in Kanada (gut 46 Prozent Abdeckung, 3,3 Prozent Verlust bei aktiven Nutzern im Juni).

Die Zahlen zeigen auch, dass neue Märkte außerhalb der Vereinigten Staaten für Facebook immer wichtiger werden. In nur 35 von 187 Staaten verlor Facebook im Juni leicht aktive Nutzer - in Staaten wie zum Beispiel Frankreich (Abdeckung 30 Prozent), Thailand (Abdeckung 6,2 Prozent), Polen (Abdeckung 7,2 Prozent) und Ecuador (Abdeckung 9,2 Prozent) steigt die Nutzung hingegen.

Facebook kostenlos für Mobilfunk-Kunden in Bolivien und Uganda

Das dürfte ein Grund für Facebooks internationale Expansions-Bemühungen sein: Im Mai hatte das Unternehmen Deals mit 50 Mobilfunkanbietern in 45 Ländern geschlossen, wonach Mitglieder künftig über die neu eingerichtete Seite 0.facebook.com kostenlos mit ihren Mobilgeräten auf das Netzwerk zugreifen können, zum Beispiel in Dänemark, Bolivien, Türkei, Indien, Uganda und Sri Lanka.

In asiatischen Staaten wie Malaysia, Indonesien, Thailand, Indien und Australien könnten Facebook-Nutzer bald Gutscheine für die Facebook-Währung in 500.000 Verkaufsstellen wie Internet-Cafés und kleinen Läden kaufen. Facebook hat einen entsprechenden Vertrag mit dem in malaysischen Online-Zahlungsabwickler MOL unterzeichnet.

lis

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Soziale Netzwerke
Facebook
Facebook ging Anfang 2004 als soziales Netzwerk für Harvard-Studenten online. Zunächst konnten nur Menschen mit E-Mail-Adressen ausgewählter US-Hochschulen Mitglieder werden, seit 2006 ist die Seite für alle Über-13-Jährigen offen. Nach eigenen Angaben hat Facebook 845 Millionen aktive Mitglieder weltweit (Dezember 2011). Mehr zu Facebook auf der Themenseite.
Google+
Google+ ist der Versuch, den sozialen Funktionen von Facebook und Twitter etwas entgegenzusetzen. Das soziale Netzwerk wurde im Juni 2011 gestartet und hat nach Firmenangaben rund 170 Millionen Nutzer (April 2012). Der Funktionsumfang ist rein aus Nutzersicht vergleichbar mit Facebook, Schnittstellen für externe Entwickler sind allerdings eingeschränkt. Google animiert seine Nutzer, das Netzwerk als zentralen Hub für seine Dienste zu nutzen. Mehr zu Google+ auf der Themenseite.
Twitter
Der auf kurze Textnachrichten spezilalisierte Dienst Twitter wurde im Juli 2006 gegründet. Populär wurde der Dienst als Verteilnetzwerk für Links, Fotos und Videos. Twitter zählt nach eigenen Angaben mehr als 140 Millionen Nutzer (März 2012). Mehr zu Twitter auf der Themenseite.
Xing
Xing (früher OpenBC) wurde 2003 von Lars Hinrichs gegründet. Nach eigenen Angaben hat Xing über 11,7 Millionen Mitglieder (Stand: Dezember 2011), etwa acht Prozent haben einen kostenpflichtigen Premium Account. Bei Xing geht es vor allem um berufliche Kontaktaufnahme. Mehr zu Xing auf der Themenseite...
StudiVZ
Ehssan Dariani hat die Studenten-Community StudiVZ 2005 gegründet. Zuerst investierten Lukasz Gadowski und Matthias Spiess in StudiVZ, später finanzierten es vor allem die Gebrüder Samwer - bekannt für die Klingeltonfirma Jamba - und der Venture-Capital-Arm des Holtzbrinck-Verlags ("Die Zeit", "Handelsblatt"). Im Januar 2007 übernahm Holtzbrinck StudiVZ. Derzeit haben die Plattformen studiVZ.net, schuelerVZ.net und meinVZ.net nach eigenen Angaben rund 17,4 Millionen Nutzer (Stand: Januar 2011). Mehr zu StudiVZ auf der Themenseite...
Lokalisten
Im Mai 2005 gegründet, hat das Netzwerk Lokalisten nach eigenen Angaben (Stand Juli 2010) inzwischen 3,6 Millionen Nutzer. Mehr zu Lokalisten bei Wikipedia...
Spin.de
Das 1996 in Regensburg gegründete Unternehmen Spin betreibt ein eigenes soziales Netzwerk, aber auch integrierte Unter-Communitys mit regionalem Fokus, die mit Partnern vor Ort (Lokalradios vor allem) betrieben werden. Nach eigenen Angaben (Stand Februar 2011) hat Spin.de eine Million aktive Mitglieder. Mehr zu Spin.de bei Wikipedia...
Wer kennt wen
Wer-kennt-wen wurde von den beiden Studenten Fabian Jager und Patrick Ohler gegründet. Seit Februar 2009 gehört das Netzwerk vollständig RTL Interactiv, die Gründer schieden Ende August 2010 aus. Das Netzwerk hat laut Betreiber über 9,5 Millionen Nutzer (Stand: Januar 2012). Mehr zu Wer-kennt-wen bei Wikipedia...
MySpace
MySpace war 2006 das populärste soziale Netzwerk in den USA. Ein Jahr zuvor war es von Rupert Murdochs News Corporation gekauft worden. Bekannt wurde es durch die Möglichkeit, Musik einzubinden. Künstler und Bands nutzten die Plattform als Marketingplattform. Zeitweise hatte MySpace mehr als 220 Millionen Nutzer, nach Berechnungen von Google rund 30 Millionen Nutzer (Dezember 2011). Mehr zu MySpace auf der Themenseite...

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