Barack Obama will keine "digitalen Hintertüren für Cyber-Feinde" mehr offen lassen. Besorgt um die Sicherheit der technologischen Infrastruktur der USA, hat der Präsident im "Wall Street Journal" ("WSJ") den Senat dazu aufgerufen, den Anfang des Jahres eingebrachten "Cybersecurity Act of 2012" zu verabschieden. Seit Donnerstag liegt dem Senat eine neue Fassung dieses Vorschlags vor.
Der Gesetzesentwurf soll die von Obama beklagten "Cyber-Bedrohungen" angehen; der US-Präsident fürchtet laut "WSJ" unter anderem, dass Amerikas Feinde, die der militärischen Macht des Landes nichts entgegenzusetzen hätten, stattdessen über Computer-Schwachstellen angreifen könnten. In der neuen Fassung wurde das Gesetz nun deutlich abgeschwächt. Vorher sollten Unternehmen bestimmte Sicherheitsstandards der Regierung aufgezwungen werden, laut dem Technologieblog "Ars Technica" wurden diese jedoch zu Empfehlungen herabgestuft.
Ein zentraler Aspekt des Entwurfs bleibt bestehen: Der dem Heimatschutzministerium unterstellte "National Cybersecurity Council" soll sich mit Eignern und Betreibern kritischer Infrastruktur-Elemente koordinieren, um diese zu stärken.
Bürgerrechtler hatten den "Cybersecurity Act" in seiner ursprünglichen Fassung als zu vage, weitreichend und grundsätzlich unnütz kritisiert. Die Electronic Frontier Foundation (EFF) zeigt sich in einer ersten Reaktion auf die Änderungen jedoch erstaunlich zufrieden. Die wichtigsten Sicherheitsbedenken seien angegangen worden, urteilte die Organisation und empfahl US-Bürgern, den Gesetzesentwurf in dieser Form zu unterstützen.
Spam-Problem bei Pinterest
Der populäre Bilder-Dienst Pinterest hat wegen eines Spam-Problems zwischenzeitlich Zugänge gesperrt. Um ihren Account wieder freizuschalten, mussten Nutzer einen Fragebogen ausfüllen, der klärt, warum ein Profil als verdächtig eingestuft wurde, beschreibt "TechCrunch".
Anders als zunächst angenommen handelt es sich jedoch nicht um ein Hackerproblem. In einer Stellungnahme (ganz unten im Artikel) äußert sich Pinterest zu dem Problem. Das Unternehmen mutmaßt über einen Zusammenhang mit den Leaks auf anderen Plattformen wie LinkedIn oder eHarmony, die kürzlich bekanntgeworden waren. Experten hatten davor gewarnt, dass öffentlich gewordene Nutzerdaten, sofern sie mit Anmeldeinformationen auf anderen -Social Media-Plattformen übereinstimmen, auch dort für Spam missbraucht werden könnten. Pinterest versicherte jedoch, alle Accounts würden derzeit reaktiviert.
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