Olympia 2018 Liebe Leserin, lieber Leser,

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am Mittwoch startet Lindsey Vonn als eine der Favoritinnen bei der Olympiaabfahrt der Damen in Pyeongchang. Abseits der Piste muss sich die 33-jährige US-Sportlerin aber anderen Kämpfen stellen: Wie so viele prominente - und auch nicht prominente - Frauen wird Vonn im Internet massiv angefeindet.

"Meine Familie ist hier, sie lieben mich, aber natürlich gibt es auch Leute, die mich hassen und hoffen, dass ich eine Klippe runterfahre und sterbe. Aber das werde ich nicht tun", reagierte Vonn am Montag nach dem zweiten Training für die Abfahrt auf diesen Hass im Netz.

Lindsey Vonn in Südkorea
AFP

Lindsey Vonn in Südkorea

Sie werde sich trotz wüstester Kommentare in sozialen Netzwerken nicht zurückhalten, zitiert sie die Nachrichtenagentur dpa: "Das wollen die Tyrannen doch nur, sie wollen dich fertig machen, aber ich bin nicht fertig, ich halte an meinen Werten fest, werde nicht nachgeben." Vonn hatte sich in der Vergangenheit unter anderem kritisch über Donald Trump geäußert und ist seitdem Hassobjekt unter seinen Anhängern.

"Age of Empires" ist zurück: die "Definitive Edition" erscheint

Microsoft

1997 für den PC erschienen, zählt "Age of Empires" unumstritten zu den Klassikern unter den Echtzeit-Strategiespielen. Am Dienstag nun erscheint eine Neuauflage des Spiels für Windows 10, mit 4K-Auflösung und neu eingespieltem Soundtrack, aber nur kleineren spielerischen Anpassungen. Kosten wird die sogenannte "Definitive Edition" 20 Euro.

Zielgruppe der Neuauflage dürften vor allem Leute wie mein Sport-Kollege Benjamin Knaack sein, die sich früher mit Freunden bis tief in die Nacht "Age of Empires"-Schlachten geliefert haben - gestärkt von Zwei-Liter-Eistee-Packungen, Chips und Tiefkühlpizza.

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Strategiespiel-Klassiker: So sah "Age of Empires II" aus

Jetzt kommt das neue Samsung

Am kommenden Montag beginnt in Barcelona der Mobile World Congress. Auf der weltweit wichtigsten und größten Fachmesse für alles, was mit mobiler Kommunikation zu tun hat, stellen traditionell auch viele Hersteller ihre neuen Smartphone-Top-Modelle für das Jahr vor. Üblicherweise gehörte Samsungs neues Galaxy-S-Handy zu den Highlights. Allerdings verpasste der Konzern 2017 diesen Termin, trat mit einem Android-Tablet und einem Windows-Convertible in der zweiten Reihe auf. Spannender war da Nokias Neuauflage des 3310:

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Neuheiten vom MWC: Nokia 3310 und Samsungs Tablets

In diesem Jahr dürfte das anders sein. Am Vorabend des Messebeginns wird der Smartphone-Marktführer das Galaxy S9 vorstellen. Mein Kollege Matthias Kremp wird live aus Barcelona berichten, einen Livestream von Samsung wird es hier geben.

Seltsame Digitalwelt: Viele Grüße von Patrick Helmes
eine Anekdote von Patrick Beuth

SPIEGEL ONLINE

Als ich heute morgen im Zug nach Hamburg E-Mails auf dem iPhone mit der Verabschiedung "Beste Grüße, Patrick…" schreiben wollte, schlug mir die Autovervollständigen-Funktion nicht etwa meinen Nachnamen vor. Sondern "Helmes".

Patrick Helmes ist Ex-Fußballnationalspieler und heute Co-Trainer des Tabellenletzten der dritten Liga, Rot-Weiß Erfurt. Warum in aller Welt hält Apples Software es für wahrscheinlich, dass ich eine E-Mail mit "Beste Grüße, Patrick Helmes" unterschreiben wollen würde?

Ich fragte meine Twitter-Follower, ob sie den selben Vorschlag bekommen, und tatsächlich scheint Helmes so eine Art Standardnachname in iOS zu sein. Meine Vermutung: Hier zeigt sich Apples Differential Privacy. Das ist Apples Versuch, Nutzerdaten zu sammeln, ohne dabei deren Privatsphäre anzutasten. Vereinfacht gesagt lassen sich aus den erhobenen Daten keine Erkenntnisse mehr über Einzelne gewinnen, wohl aber über die Gesamtheit aller Nutzer. Diese Erkenntnisse können unter anderem in die Vorschlagfunktion einfließen. "Helmes" wäre dementsprechend das Resultat sehr vieler früherer Nutzereingaben nach dem Namen "Patrick". Was ich immer noch rätselhaft finde.


App der Woche: "Doodle Space"
getestet von Tobias Kirchner

WeezBeez

Bei "Doodle Space" kommt es auf die richtige Geschwindigkeit an. In dem Spiel übernimmt man die Kontrolle über ein Raumschiff, das sich selbstständig in der Vertikalen bewegt. Der Spieler kann ausschließlich das Tempo steuern. Kollidiert das eigene Schiff zu häufig mit den Hindernissen in Form von Asteroiden und anderen Raumschiffen, beginnt die Reise erneut.

Gratis von WeezBeez, ohne In-App-Käufe, für Android

  1. Fremdlink: Drei Tipps aus anderen Medien
  • "Scientists know how you'll respond to nuclear war - and they have a plan" (Englisch, Lesezeit sechs Minuten)
    In diesem Text beschreibt die US-"Wired" spannend, wie die Nasa per Supercomputer einen Atomkrieg simuliert.
  • Werbung oder Nichtwerbung (Deutsch, Lesezeit drei Minuten)
    Influencer verdienen Geld damit, im Netz Produkte zu empfehlen. Was aber, wenn sie etwas mal richtig gut finden - ohne dafür bezahlt zu werden? Darüber denkt einer dieser sogenannten Influencer in diesem Facebook-Post nach.
  • "My original iPod is a time capsule from 2002" (Englisch, zehn Leseminuten)
    Mit dem iPod - damals noch Festplatte und Drehrad - begann die Revolution des mobilen Musikhörens. "The Verge"-Redakteur James Bareham hat seinen 2001 gekauften Apple-Musikplayer wieder in Betrieb genommen - und seine Playlist von 2002 durchstöbert.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche,

Angela Gruber

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insgesamt 6 Beiträge
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Seite 1
01099 19.02.2018
1.
Da Frau Vonn in der Vergangenheit mit Depressionen zu kämpfen hatte oder noch hat, sollte sie sich eigentlich von dieser Art Öffentlichkeit fernhalten. Angriffe sind für ein sowieso schon schwaches Selbstwertgefühl pures Gift. Dafür muss man nicht Psychologie studiert haben.
oidamo 19.02.2018
2. Fern halten?
Zitat von 01099Da Frau Vonn in der Vergangenheit mit Depressionen zu kämpfen hatte oder noch hat, sollte sie sich eigentlich von dieser Art Öffentlichkeit fernhalten. Angriffe sind für ein sowieso schon schwaches Selbstwertgefühl pures Gift. Dafür muss man nicht Psychologie studiert haben.
Wie genau hält man sich denn "von dieser Art Öffentlichkeit" fern? Vonn ist nunmal eine weltbekannte Person der Öffentlichkeit, da ist es leider nicht möglich, solchen Anfeindungen, die die fortschreitende Entmenschlichung von Teilen der Gesellschaft wiederspiegeln, aus dem Weg zu gehen. Einziger Weg wäre, sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen und ihre Karriere zu beenden, aber diesen Gefallen will sie diesen Subjekten glücklicherweise (!) nicht tun.
Spiegelleserin57 19.02.2018
3. Hasstiraden durchs Netz zu schicken ...
Zitat von 01099Da Frau Vonn in der Vergangenheit mit Depressionen zu kämpfen hatte oder noch hat, sollte sie sich eigentlich von dieser Art Öffentlichkeit fernhalten. Angriffe sind für ein sowieso schon schwaches Selbstwertgefühl pures Gift. Dafür muss man nicht Psychologie studiert haben.
ist mehr wie verwerflich! Jeder hat seine Meinung aber Leute durchs Netz zu beschimpfen in übelster Weise zeigt auch den Charakter dieser Leute. Nicht der der beschimpft wird ist dann zu verachten sondern der der solche Botschaften veröffentlicht! Es ist schon traurig dass selbst Sportler so beschimpft werden. Der Hass kennt wohl keine Grenzen, sehr verwerflich!
zaunreiter35 19.02.2018
4. Niemand muss sich fernhalten!
Es ist natürlich, dass eine erfolgreiche Frau wie Lindsey Vonn die Trolle auf sich zieht, die auch 15 Minuten Ruhm haben wollen. Das Problem der Trolle ist...sie können eben nicht skifahren, sehen nicht gut aus und wohnen noch meistens oben bei Mutti. Lindsey, zeig es Ihnen und hole am Mittwoch Gold!
touri 19.02.2018
5.
Zitat von oidamoWie genau hält man sich denn "von dieser Art Öffentlichkeit" fern? Vonn ist nunmal eine weltbekannte Person der Öffentlichkeit, da ist es leider nicht möglich, solchen Anfeindungen, die die fortschreitende Entmenschlichung von Teilen der Gesellschaft wiederspiegeln, aus dem Weg zu gehen. Einziger Weg wäre, sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen und ihre Karriere zu beenden, aber diesen Gefallen will sie diesen Subjekten glücklicherweise (!) nicht tun.
Dafür muss man nicht seine Karriere aufgeben. Ein Verzicht auf Twitter und Facebook reicht da vollkommen. Oder man ändert die Einstellungen, dass nur Freunde einem Schreiben können. Ganz ehrlich, die allermeisten Trolle haben niemals den Mut einem den Mist den sie im Netz verzapfen ins Gesicht zu sagen. Selbst ohne Probleme mit Depressionen würde ich das Vorgehen vorschlagen, den den Kampf gegen hunderte oder tausende Trolle kann man nicht gewinnen.
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