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Online-Videothek: Netflix plant Deutschland-Start

Die US-Online-Videothek Netflix wird das Geschäft in Europa ausbauen. Das sagt Firmenchef Reed Hastings, genauer will er aber nicht werden. In Stellenanzeigen sucht Netflix Mitarbeiter, die Deutsch, Französisch, Polnisch und Ungarisch sprechen.

500 Bildschirme (Symbolbild): Wenn Netflix in Deutschland startet, wächst das Streaming-Angebot beträchtlich Zur Großansicht
Corbis

500 Bildschirme (Symbolbild): Wenn Netflix in Deutschland startet, wächst das Streaming-Angebot beträchtlich

New York - Die in den USA beliebte Online-Videothek Netflix will auch außerhalb ihres Heimatmarktes mehr Zuschauer erreichen. "Wir planen, uns später im Jahr merklich in Europa auszubreiten", erklärte das Unternehmen am Mittwoch. Es gebe "international eine große Chance für Netflix".

Immer wieder wird spekuliert, dass Netflix auch nach Deutschland gehen könnte. Auf Nachfrage eines Analysten in einer Telefonkonferenz hielt sich Firmenchef Reed Hastings allerdings bedeckt. "Es gibt eine Reihe von Spielern in allen wichtigen Märkten", sagte Hastings. "Und sie leisten alle gute Arbeit." Dennoch könne Netflix in den Ländern ein "sehr erfolgreiches Geschäft aufbauen".

Ein Blick in die Stellenanzeigen von Netflix gibt genauere Hinweise: Für die Europazentrale in Amsterdam sucht die Firma Marketingmitarbeiter, die im Idealfall Deutsch und Französisch sprechen. In der Firmenzentrale im kalifornischen Los Gatos sollen Lokalisierungsexperten Netflix-Inhalte in folgende Sprachen übersetzen: Deutsch, Französisch, Polnisch, Ungarisch.

In Deutschland müsste Netflix gegen etablierte Anbieter wie Maxdome, Lovefilm und Watchever antreten (hier ein Test der Angebote). Weltweit hatte Netflix' Online-Videothek zum Jahreswechsel mehr als 44 Millionen Mitglieder, gut 33 Millionen davon in den USA. Der Rest verteilt sich auf Kanada, Lateinamerika und die ersten europäischen Länder (Großbritannien, Irland, Finnland, Dänemark, Schweden, Norwegen, Niederlande).

lis/dpa

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insgesamt 51 Beiträge
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1. Maxdome/Lovefilm/Watchever Etabliert ?
Xenocow 23.01.2014
vielleicht... aber erfolgreich? nein ! Dazu sind die Angebote viel zu schwach und die Ausstrahlungen kommen viel zu spät wärend sich die Netzgemeinde bereits die Spoiler um die Ohren haut. Mal schauen wie sich Netflix macht. Wenn sie es schaffen zeitgleich mit Amerika zu senden, und möglichst in Orginal Sync (ungekürzt)...würde ich mir das sogar holen im Abo ;)
2. Maxdome/Lovefilm/Watchever Etabliert ?
Xenocow 23.01.2014
vielleicht... aber erfolgreich? nein ! Dazu sind die Angebote viel zu schwach und die Ausstrahlungen kommen viel zu spät wärend sich die Netzgemeinde bereits die Spoiler um die Ohren haut. Mal schauen wie sich Netflix macht. Wenn sie es schaffen zeitgleich mit Amerika zu senden, und möglichst in Orginal Sync (ungekürzt)...würde ich mir das sogar holen im Abo ;)
3.
Loosa 23.01.2014
Schade, dass man von D aus Netflix.com nicht nutzen kann. Ich habe Null Interesse an deutscher Synchronisation und würde für ein solches US-Abo wirklich gerne bezahlen. Von mir aus auch das Doppelte. Ich bin also sehr gespannt was Netflix hier bieten will. Aber wenn es ähnlich ist wie das der jetzigen Anbieter, veraltet, wenig Auswahl und kaum was auf Englisch, dann kann ich darauf verzichten.
4. netflix mit dem angebot wie in den usa,
eishockeyoma 23.01.2014
das wäre gigantisch...dann noch eine version von hulu und der serienjunkie ist glücklich :-) Für ein anständiges Geschäftsmodell mit guten und neuen Filmen im Original ggf. mit UT wäre ich durchaus bereit 50 - 60 euro im monat zu investieren und dann machen wir eine sammelklage gegen den gebührenschmu der öffentlich rechtlichen und ziehen bis vor den europäischen gerichtshof...das wird spassig
5. Mal sehen, was es wird.
spon-facebook-1317213029 23.01.2014
Ich besitze nun seit einigen Tagen das US-Netflix, welches mich, so wie es aussieht, nach und nach dem etablierten Medium Fernsehen entreißen wird. Falls Netflix auch irgendwann in Deutschland starten sollte, werde ich es mir dennoch überlege, ob ich umsteige, da ich sehr daran zweifele, ob auch das gesamte Programm in Deutschland verfügbar sein wird.
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Begriffserklärung Stream, IPTV und Co.
Streaming
Mit Streaming bezeichnet man die Übertragung von Audio- und/oder Videodaten über das Internet zur Darstellung in einem Browser oder Medienplayer, ohne dass dabei eine permanente Kopie der Datei übertragen und gespeichert wird. Alle Streams haben gemein, dass man mit dem Konsum der Daten bereits beginnen kann, während die Daten noch übertragen werden. Meist entspricht das dem Abruf einer Datei on demand ("sukzessiver Download"). Erheblich aufwendiger und teurer ist das Streaming im Multicast-Verfahren, bei dem ein Server zeitparallel Bilder an viele Empfänger ausliefert - eine Art "Rundfunk" via Internet, der meist zur Übertragung von Live-Ereignissen eingesetzt wird.
Internet Protocol Television (IPTV)

IPTV bezeichnet die Videoübertragung über das Internet, meist im Sinne der Übertragung regulärer Programme. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

Das Senden findet in einem geschlossenen Netzwerk statt. Hier gehört dem Provider die Infrastruktur und er ist auch für Endgeräte wie etwa Settop-Boxen zuständig. Da der komplette Signalweg in seiner Hand liegt, kann er die Übertragung für sich kostengünstiger gestalten und auch optimieren. Über IP-Multicast werden mehrere Empfänger gleichtzeitig mit einem Video-Stream versorgt und bei der QoS-Technik (Quality of Service) haben die Video-Datenpakete eine höhere Priorität gegenüber normalen Datenpaketen. Im Idealfall sind die Inhalte in hoher Qualität und ohne Unterbrechungen zu genießen. Einige Anbieter senden auch in HD-Qualität, eine schnelle Internetleitung vorausgesetzt.

In einem halbgeschlossenen Netzwerk hat der IPTV-Provider die Leitung für die Übertragung nur angemietet.
Web-TV
Hier benötigt der Nutzer nur eine Abspiel-Software für seinen Computer und schaut dann etwa über einen Flash-Player Videoinhalte. Die Daten liegen hier auf einem Server oder gelangen über die Bandbreitennutzung verschiedener Computer (P2P-Technik) zum Nutzer. Bei dem Verfahren wird jedes Video einzeln zu jedem Nutzer übertragen. Meist kommt hier ein Video-Streaming-Verfahren zum Einsatz, bei dem das Video nur temporär auf der Festplatte landet. Es gibt auch noch den sogenannten Progressive Download, bei dem das Video komplett auf der Festplatte gespeichert wird, die Wiedergabe aber schon während des Downloads startet. Im Gegensatz zum IPTV in einem geschlossenen Netzwerk ist eine konstante Signalqualität nicht gegeben. Inhaltlich: Mit Web-TV sind meist spezifisch für das Web produzierte Inhalte gemeint (z.B. YouTube-Clips).
Video-on-Demand (VoD)
Bei diesem Verfahren wählt der Zuschauer die Videoinhalte selbst aus und bestimmt, wann er sie gucken möchte. Online-Videotheken bieten hier verschiedene Modelle an, die vom "Download to own" (Kauf einer Datei) bis zum Filmverleih reichen, bei dem die heruntergeladene Datei in der Regel innerhalb eines definierten Zeitfensters beliebig oft angesehen werden kann, nach Ablauf der Frist aber unbrauchbar wird.


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