Onlinespiel "Pipi-Prügel-Prinz" überschwemmt deutsche Büros

Eine neue Gefahr für Deutschlands Produktivität lauert im Gamechannel. Ein prügelnder und pinkelnder Prinz kann jetzt online mit Hilfe der Surfer sein Unwesen treiben. Der Tatort: die Herrenhäuser Gärten.


Der Screenshot zeigt die Aufmacherseite des Gamechannel für den "Pipi-Prügel-Prinzen"

Der Screenshot zeigt die Aufmacherseite des Gamechannel für den "Pipi-Prügel-Prinzen"

Pipi! Prügel! Peinlichkeit! Es gilt, den Pipi-Prügel-Prinzen, der eine äußerst schwache Blase hat, vor der schlagzeilengierigen Pressemeute zu schützen. Gleich fünf Paparazzi sind unterwegs, um die Untaten des Prinzen mit Blitzlicht festzuhalten. Doch Vorsicht, das virtuelle Blaublut ist wehrhaft! Kommt ihm ein Fotograf zu nahe, schlägt er mit einem Regenschirm um sich - per Tastendruck versteht sich.

In deutschen Chefetagen werden dieser Tage wohl einmal mehr die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Denn anstatt dass die fleißigen Untergebenen emsig vor ihrem Computer sitzen, um zu arbeiten, droht erneut das "Moorhuhn-Syndrom". Diesmal bedeutet das "Wasser marsch!" - solange, bis sich der Gag totgelaufen hat.

Der "Pipi-Prügel-Prinz" ist der neueste Streich des Gamechannels. Das Spiel steht für den PC oder Mac bereit. Wer es gar nicht erwarten kann, die Herrenhäuser Gärten pinkelnder und prügelnder Weise unsicher zu machen, hat die Möglichkeit, gleich online loszulegen. Einen Haken hat das auch akustische Spektakel: Der "Chef-Button" fehlt noch.

Das virtuelle Blaublut in Aktion: Nach zwei Bieren ist die Blase voll (Screenshot)

Das virtuelle Blaublut in Aktion: Nach zwei Bieren ist die Blase voll (Screenshot)

Das Spiel funktioniert wie folgt: Der Pipi-Prügel-Prinz läuft durch die Herrenhäuser Gärten. Dort stehen allerlei Bierhumpen herum, die er glucksend leert - vorausgesetzt, der Surfer verfügt auch über Boxen an seinem Computer. Nach zwei Gläsern aber ist Schluss. Dann ist die Blase voll und der Prinz muss sich erleichtern.

Dabei sollte er sich auf keinen Fall von den Journalisten erwischen lassen, denn schon blitzt es. Folge: Das Spiel ist vorbei und eine "Wild-Zeitung" wirbelt mit fetter Schlagzeile über den Bildschirm. Ein Schelm, wer bei dem neuen Spiel an aktuelle Themen denkt.

Thorsten Pifan



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