Paid Content Mediengruppe Madsack will im Web Geld vom Leser

Viele Beiträge aus der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung", der "Neuen Presse" und anderen Zeitungen der Madsack-Gruppe werden im Web künftig nur noch gegen Geld verfügbar sein. Die Mediengruppe stellt auf ein Bezahlsystem um.


Hannover - Die Mediengruppe Madsack verlangt für den Großteil ihrer Online-Inhalte künftig Geld. Journalistische Leistung könne nicht kostenlos zur Verfügung gestellt werden, teilte die Mediengruppe am Montag in Hannover mit.

Den Anfang machen die Portale von "Hannoverscher Allgemeinen Zeitung", "Neuer Presse", "Göttinger Tageblatt" sowie "Oberhessischer Presse". Im Laufe des Jahres soll die Umstellung auf allen Portalen abgeschlossen sein. Nicht alle Inhalte würden kostenpflichtig, berichtet "W&V" unter Berufung auf den "Kontakter", sondern offenbar vornehmlich "exklusive Inhalte", insbesondere aus dem Lokalbereich. Dafür sollen nun auch auf den Websites Artikel zu finden sein, die früher nur in den gedruckten Ausgaben aufgetaucht wären. Ähnliche Modelle werden auch andernorts ausprobiert, etwa beim "Hamburger Abendblatt" des Springer-Verlags.

"W&V" zufolge sollen Nicht-Abonnenten vier verschiedene Modelle zur Auswahl bekommen: Einen Tagespass für 99 Cent, Monats-Abonnements für zwischen 7,95 und 8,99 Euro, ein Jahres-Abonnement, bei dem der monatliche Preis zwischen 5,95 und 6,99 Euro liegen soll und ein 24-Monats-Abo für monatlich 4,95 bis 5,99.

Zu Madsack gehören insgesamt 17 Tageszeitungen, darunter auch die "Leipziger Volkszeitung", die "Ostsee-Zeitung" sowie die "Lübecker Nachrichten".

cis/dapd

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