Von Richard Meusers
Elf Jahre nach der Premiere von Peter Jacksons erstem Teil der "Herr der Ringe"-Trilogie können sich die Freunde von Mittelerde auf das Prequel zur Serie freuen. Am 14. Dezember hat "The Hobbit" seinen Kinostart, und er kommt als erster kommerzieller Film in einer neuen Technik daher. Statt nämlich mit den seit Jahrzehnten üblichen 24 Bildern pro Sekunde Bewegung ins Geschehen zu bringen, wurde beim Jackson-Neuling auf "HFR"-Technik (High Frame Rate) gesetzt. Die verdoppelt die Rate auf 48 Bilder pro Sekunde (möglich sind sogar bis zu 60) und soll die Gefahr von Rucklern verringern. Das gilt vor allem für die wesentlich datenaufwendigeren Produktionen in 3D.
Allerdings zeigte sich das Publikum bei der Vorführung von Vorabausschnitten im Rahmen der Filmtheatermesse CinemaCon in Las Vegas nur mäßig begeistert. Kritiker bemängelten die überdeutliche Video-Ästhetik, manche Szenen erinnerten an "behind-the-scenes"-Aufnahmen oder Bilder aus Seifenopern. Andere fühlten sich an den BBC-Videolook der TV-Theateradaptionen aus den siebziger Jahren erinnert.
Für Regisseur und Produzent James Cameron, der das HFR-Verfahren auch für den Nachfolger von "Avatar" nutzen will, ist das keine Überraschung. "Es wird Leute geben, die das mögen. Und es wird die geben, die sagen, das sieht ja wie Video aus. Aber Video ist der einzige Weg, mit dem man etwas entwickeln kann, das so realistisch aussieht. Und es ist wirklich magisch."
Kaspersky sieht Apple in Sicherheitsfragen "zehn Jahre hinter Microsoft"
Eine Ohrfeige der Extraklasse verpasste das IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky dem iPhone-Konzern Apple gestern auf der Info Security 2012 Conference. Firmengründer Eugene Kaspersky erklärte, Apple liege in Sicherheitsfragen im Vergleich mit Microsoft zehn Jahre zurück. Der jüngste Ausbruch der Flashback/Flashfake-Schadprogramme sei mit großer Wahrscheinlichkeit nur der Beginn einer ganzen Welle ähnlicher Attacken auf das Apple-System.
Mit der steigenden Zahl von Geräten aus dem Hause des Unterhaltungselektronikers werde es auch für Hacker und Malware-Entwickler immer interessanter, auf Mac und Co. zugeschnittene Attacken durchzuführen. Kaspersky: "Es war nur eine Frage der Zeit und des Marktanteils. Cyber-Kriminelle haben erkannt, dass Mac ein interessantes Gebiet ist. Und jetzt haben wir viel, nicht nur Flashback. Willkommen in der Welt von Microsoft. Sie ist voller Malware."
Das bedeute, dass Apple endlich die Frequenz seiner Aktualisierungen und Sicherheits-Patches erhöhen müsse. Apple befinde sich in derselben Lage wie Microsoft vor zwölf Jahren, als die Aktualisierungszyklen immer weiter verkürzt werden mussten. Die Verantwortlichen in Cupertino seien gezwungen, mehr als bisher in Sicherheitsüberprüfungen ihrer Software zu investieren.
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