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Mitleser: Polizisten plaudern in WhatsApp Ermittlungsdetails aus

"WhatsApp"-Seite (Screenshot): Bei Teenagern und schwedischen Polizisten gleichermaßen beliebt Zur Großansicht

"WhatsApp"-Seite (Screenshot): Bei Teenagern und schwedischen Polizisten gleichermaßen beliebt

Stockholmer Ermittler haben Einsatzdetails unverschlüsselt über das unsichere US-Chatprogramm WhatsApp ausgetauscht. Die Schlamperei flog auf, als ein Polizist aus Versehen einen Wildfremden zum Mitlesen einlud.

Ermittler aus Stockholm haben versehentlich einen schwedischen E-Learning-Experten ihrer Chatgruppe beim US-Dienst WhatsApp hinzugefügt.

Der IT-Experte Jan Svärdhagen konnte auf einmal Details über Verdächtige mitlesen und sah Fotos und Auszüge aus Polizeiakten, die die Ermittler untereinander austauschten. Svärdhagen protestierte bei der Polizei in Stockholm und informierte das IT-Fachmagazin "Computer Sweden" über den Vorfall.

Laut "Computer Sweden" haben mindestens sechs Beamte Informationen über den unsicheren US-Chatdienst ausgetauscht. Jan Svärdhagen sei in der Gruppe gelandet, weil sich einer der Beamten bei der Eingabe einer Mobilnummer zwecks Einladung zum Chat vertippte.

Der Beamte räumte den Fehler gegenüber "Computer Sweden" ein. Er entschuldigte sich für den Fehler, rechtfertigte den Einsatz des für Sicherheitslücken berüchtigten WhatsApp so: Er brauche ein Medium zum schnellen Austausch mit Kollegen, die zugelassenen Blackberry-Smartphones seien zu teuer. Die Polizei hätte ihnen entsprechende Hilfsmittel zur Verfügung stellen sollen.

lis

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insgesamt 34 Beiträge
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1. Polizisten
taxiralle59 17.02.2014
sind halt auch nur Menschen...
2. optional
thetruetoday 17.02.2014
Na hoffentlich benutzt beim Spiegel bzw. Spiegel online keiner WhatsApp, wenn man es hier unbedingt so verteufeln muss.
3.
Olaf 17.02.2014
Zitat von sysopStockholmer Ermittler haben Einsatzdetails unverschlüsselt über das unsichere US-Chatprogramm Whatsapp ausgetauscht. Die Schlamperei flog auf, als ein Polizist aus Versehen einen Wildfremden zum Mitlesen einlud. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/polizisten-plaudern-in-whatsapp-ermittlungsdetails-aus-a-953977.html
Ich bin mir sicher, dass nicht nur bei der Stockholmer Polizei Whatsapp für den Austausch personenbezogener Daten benutzt wird.
4. Ausgepludert
pförtner 17.02.2014
Plapermäulchen gibt es nicht nur in Germany.
5. Was passiert?
Mannfreed 17.02.2014
Ist es wirklich zu viel verlangt, dass jemandem, der Medium X nutzt, klar ist, wie das läuft. Ich informiere mich doch auch in Sekunden. Wozu sagt man nicht einfach: "Die Nutzung von EDV ist verboten, solange nicht sichergestellt ist, dass die Informationen geheim bleiben. Der Versuch ist strafbar." Wer offensichtlich einen zu niedriegen IQ hat, der ist dann fällig. Wieso sollen wir solche Leute aus Steuermitteln bezahlen?
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