PSN-Hack: Geldstrafe für Sony in Großbritannien

Rund 300.000 Euro muss Sony in Großbritannien zahlen, weil der Angriff auf das Playstation Network nicht vereitelt wurde. Die britische Datenschutzbehörde hat die Strafe verhängt, weil das Unternehmen veraltete Software eingesetzt haben soll.

Playstation-Spieler (Symbolbild): Nutzerdaten unzureichend gesichert Zur Großansicht
REUTERS

Playstation-Spieler (Symbolbild): Nutzerdaten unzureichend gesichert

London - Weil Unbekannte vor zwei Jahren die Daten von Millionen Nutzern des Playstation Network kopieren konnten, muss Sony in Großbritannien nun Strafe zahlen. Die britische Aufsichtsbehörde, das Information Commissioner's Office (ICO), fordert 250.000 Pfund, umgerechnet fast 300.000 Euro.

Die Angreifer hatten sich Zugriff zu persönlichen Informationen und Passwörtern verschafft. Die Aufsichtsbehörde teilt nun mit, dass der Hack mit aktueller Software hätte verhindert werden können. Außerdem seien die Daten nicht sicher verschlüsselt gewesen.

Sony war in die Kritik geraten, weil es seine Nutzer offenbar erst mit zeitlicher Verzögerung über den Zwischenfall informiert hatte. Das Spiele-Netzwerk rund um die Playstation 3 war für mehr als drei Wochen offline. Eine Sammelklage von Nutzern in den USA war im vergangenen Jahr abgewiesen worden. Es gebe keine perfekte Sicherheit, sagte der Richter.

In der Europäischen Union diskutieren Parlament und Kommission derzeit über eine neue, gemeinsame Datenschutzverordnung. Unternehmen sollen unter anderem verpflichtet werden, Hackerangriffe zu melden. Bei Verstößen gegen den Datenschutz könnte es dann Geldstrafen geben, die sich am Umsatz der Unternehmen orientieren - und die damit dann ungleich höher ausfallen könnten als die Strafe, die Sony jetzt bezahlen muss.

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