re:publica-Highlights Make Love not Porn

Was macht allgegenwärtige Pornografie mit unserem Sexleben? Wie gehen achtjährige Kinder damit um, wenn sie mit Hardcore-Filmen konfrontiert werden? Es wird Zeit, Sexualaufklärung global zurückzuerobern, glaubt die US-Unternehmerin Cindy Gallop - auf der Konferenz re:publica erklärte sie, wie.


"Zu glauben, man könne aus Pornos etwas über Sex lernen ist als ob man glaubte, man könne Autofahren lernen, indem man sich 'The Fast and The Furious' ansieht." Mit diesem Zitat der Journalistin Mary-Beth Williams illustriert die Online-Aktivistin Cindy Gallop ihre Mission: In einem Zeitalter allgegenwärtiger Pornografie, in der Kinder unter zehn Jahren schon mit Hardcore-Sexszenen konfrontiert werden, müsse es eine Neuausrichtung dessen geben, was man früher einmal Sexualaufklärung genannt hat. Mit ihrem Projekt "Make Love not Porn" will Gallop dafür sorgen, dass die Zärtlichkeit und Liebe beim Sex nicht vergessen werden - und zwar global.

In Staaten wie Indien, in denen Jungs selbstverständlich Pornografie zu sehen bekämen, Frauen aber nicht, sei es lebensnotwendig, dass auch ein anderes Bild von Sexualität vermittelt werde, bevor junge Menschen in arrangierten Ehen aufeinandertreffen.

Auf der Internetkonferenz re:publica stellte Gallop ihr Konzept vor - und garnierte ihren Vortrag mit einigen überraschenden Einblicken in ihr eigenes Privatleben. Hier ist die Videoaufzeichnung ihres Vortrags, in voller Länge.

Cindy Gallop stammt aus den USA, arbeitet in der Werbung und ist Unternehmerin, unter anderem die Gründerin und CEO von IfWeRanTheWorld.com.

cis

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