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Reclaim.fm: Holen wir uns unsere Daten zurück

re:publica 13

Nicht alles den Konzernen überlassen: Auf der Netzkonferenz re:publica haben Sascha Lobo und Felix Schwenzel eine Software präsentiert, mit der die eigenen Inhalte von Webdiensten wie Facebook archiviert werden können.

Berlin - Auf seinem Überraschungsvortrag hatte Sascha Lobo den Besuchern der Netzkonferenz re:publica am Montagabend tatsächlich eine Überraschung mitgebracht: Nicht nur, dass er sich mit (#) ein universelles Zeichen für das Internet ausgedacht hat und die Besucher der Konferenz zum "Machen" aufforderte, zum Einmischen in die Netzpolitik.

Lobo stellte außerdem reclaim.fm vor, eine Software, mit der man sich seine eigenen Nachrichten, Links und Fotos von sozialen Netzwerken und Webdiensten zurückholen kann. Wenn schon Unternehmen die eigenen Inhalte nutzen und auswerten, dann doch Bitteschön auch man selbst, sagt Lobo.

Dazu verbindet man die Software mit Facebook, Twitter und was man sonst noch so an Angeboten nutzt, die dort veröffentlichen Inhalte werden dann automatisch auch auf den eigenen Server kopiert. Um reclaim.fm zu nutzen, braucht man ein eigenes Weblog, das mit der weit verbreiteten Software Wordpress läuft. Mit dem Plug-in landen all die Inhalte dann in einer Übersicht, die an das Bilderbuch Pinterest erinnert.

Noch, schreibt Felix Schwenzel, der reclaim.fm technisch entwickelt hat, sei die Einrichtung von reclaim.fm nicht ganz trivial - und auf der Seite zum Projekt warnen die beiden, es gebe keinerlei Support. Mit der Einrichtung sollten Nutzer also wohl noch etwas abwarten, bis die ersten Adopter Tipps zum Plug-in in ihren Blogs veröffentlicht haben und mögliche Programmierfehler behoben sind.

Die Idee, die Kontrolle über die eigenen Inhalte nicht Webfirmen zu überlassen, ist überzeugend. Ähnliche Projekte existieren bereits: Mit Fever kann man selbst einen RSS-Reader hosten mit Tweet Nest lassen sich die eigenen Twitter-Nachrichten archivieren.

Fotostrecke

4  Bilder
Twitter-Archiv: Tweet Nest speichert und sucht
Mit dem ebenfalls kostenlosen Thinkup können Facebook, Twitter, Google+ und Foursquare gespeichert und ausgewertet werden.

Fotostrecke

13  Bilder
Thinkup: Online-Dienst archiviert und durchsucht Facebook, Twitter & Co.
Beide Programme brauchen kein Wordpress und sind tausendfach erprobt und im Einsatz.

Wie reclaim.fm aussieht, lässt sich auf den Blogs von Sascha Lobo und Felix Schwenzel ansehen.

ore

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insgesamt 16 Beiträge
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1. Was soll denn das?
tylerdurdenvolland 07.05.2013
Hab ich das richtig verstanden? Alles was diese Software kann ist, mein Zeug zusammensuchen? Was die ganze Welt gerne hätte ist eine Software, die das Zeug zusammensucht UND dann auch löscht, wenn ich das will.... Ist wohl mal wieder viel Rauch um gar nichts..... ich hoffe immer noch, ich hab das nur falsch verstanden????
2.
Willkür 07.05.2013
Klingt irgendwie nach Internet-Populismus. 1. Welche seiner "Daten" hat denn der trickreiche und gar listige Herr Lobo nun "zurück" geholt? (Was ja impliziert, dass diese an dem anderen Ort nicht mehr existieren) 2. Der Artikel hilft mir nicht, zu erkennen, was der Sinn so einer Aktion sein soll. Hilfe!
3. Was das soll?
handgegenkoje 07.05.2013
Wieder mal 'ne Software für Menschen, die nach dem Motto verfahren: 'Denken stört beim Posten', oder?
4. Du meine Güte
lyinum 07.05.2013
Ein Programm, das meine eigenen persönlichen Daten an mich übermittelt.. Sowas ist wirklich nur in äußerst seltenen Fällen irgendwie sinnvoll. Aber einem normalen User hilft sowas überhaupt nicht weiter. Ein Programm zu bearbeiten oder entfernen der eigenen persönlichen Daten wäre da sinnvoller.
5.
Flari 07.05.2013
Zitat von WillkürKlingt irgendwie nach Internet-Populismus. 1. Welche seiner "Daten" hat denn der trickreiche und gar listige Herr Lobo nun "zurück" geholt? (Was ja impliziert, dass diese an dem anderen Ort nicht mehr existieren) 2. Der Artikel hilft mir nicht, zu erkennen, was der Sinn so einer Aktion sein soll. Hilfe!
Sascha im Gespräch zu halten?
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