Risiko für Industrieanlagen: Neuer Stuxnet-Virus erschreckt Sicherheitsprofis

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Er ist kleiner, gemeiner als sein Vorgänger und hat ein bisher unbekanntes Angriffsziel: Sicherheitsforscher haben eine neue Variante des Computerschädlings Stuxnet entdeckt. Bisher habe die Software keinen Schaden angerichtet - allerdings wurden schon potentielle Ziele ausgespäht.

Stuxnet-Variante als Aufklärungsdrohne: Vorbereitung für einen neuen Angriff? Zur Großansicht
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Stuxnet-Variante als Aufklärungsdrohne: Vorbereitung für einen neuen Angriff?

Das ist der Wegbereiter des nächsten Stuxnet-Angriffs - so fassen Forscher des Antivirus-Dienstleisters Symantec ihre Analyse einer neuen Schadsoftware zusammen. Stuxnet war vor einem Jahr als Vorbote einer neuen Form von Computerschädlingen bekannt geworden: Das Programm war mit enormem Aufwand gestaltet worden, um Industrieanlagen zu sabotieren.

Der Stuxnet-Nachfolger Duqu scheint den nächsten derartigen Angriff vorzubereiten. Duqu sucht nach Insider-Informationen zu Steuerungssystemen von Industrieanlagen, berichtet Symantec.

Mysteriöse Quellen

Woher Symantec die Duqu-Dateien erhalten hat, verschweigen die Autoren der Analyse. Am 14. Oktober habe ein Forschungslabor mit "vielen internationalen Verbindungen" Symantec auf den neuen Trojaner hingewiesen und Dateien zur Analyse eingeschickt. Diese Daten sollen von Rechnern in Europa stammen.

Die mysteriöse Forschungsinstitution habe Symantec auch eine eigene, 46-seitige Analyse des Schädlings übermittelt - die Autoren bezeichnen sich als Forscher, die Schadsoftware analysieren. Am 17. Oktober habe eine weitere Organisation aus Europa andere Duqu-Varianten an Symantec gesendet.

Wegbereiter eines neuen Angriffs

Die Symantec-Forscher bezeichnen Duqu auf Basis ihrer Analyse als Wegbereiter eines neuen Angriffs im Stuxnet-Stil. Als Belege für diese These führen die Autoren diese Details auf:

  • Die Schöpfer von Duqu hatten offenbar Zugriff auf den Quellcode des Schädlings Stuxnet.
  • Die Software habe keine Funktion zur autonomen Weiterverbreitung gehabt. Sie sei stattdessen sehr zielgerichtet eingesetzt worden - in Rechnersystemen, wo "Hintergrundinformationen" zum Aufbau von Kontrollsystemen in Industrieanlagen zu finden sind.

Den Symantec-Forschern zufolge unterscheidet sich Duqu signifikant von Stuxnet, weil er kein Wurm ist und sich nicht selbst replizieren kann. Man könnte ihn als Aufklärungsdrohne bezeichnen, deren Zweck es ist, möglichst viele Informationen über potentielle Angriffsziele zu sammeln, heißt es.

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Stuxnet-Wurm: Heimlich entwickelt in Israel und den USA?
Stuxnet wurde in Steuerungsrechner iranischer Atomaufbereitungsanlagen eingeschleust und manipulierte offenbar monatelang unentdeckt die Drehzahlen der zur Urananreicherung benutzten Zentrifugen, welche durch die Unregelmäßigkeiten schadhaft wurden, ausfielen und ersetzt werden mussten.

"Was uns erstaunt, ist, dass diese Leute immer noch aktiv sind", sagt Symantec-Experte O'Murchu gegenüber "Wired". Wir dachten, sie hätten sich nach all der Publicity um Stuxnet zurückgezogen. Aber das ist offensichtlich nicht der Fall. Sie waren im vergangenen Jahr eindeutig aktiv." Es liege nahe, dass die Informationen, welche die Autoren mit ihrer Schadsoftware jetzt sammeln, für einen neuen Angriff genutzt werden sollen.

Jpeg-Bilder tarnen die Datenübertragung

Wohl auch, weil er keine Schäden anrichten soll, ist Duqu mit 300 Kilobyte kleiner als Stuxnet. Die Daten, die er abgreift, sendet der Aufklärungsschädling an einen Kommando- und Steuerungs-Server, von dem er auch neue Programmbestandteile nachladen kann. Um seine Datenübertragungen zu tarnen, damit sie von Schutzprogrammen nicht erkannt wird, versendet er seine Datenpakete getarnt als Jpeg-Bilder.

Wer auch immer Duqu kontrollierte, hat laut Symantec auf infizierten Systemen ein weiteres Programm nachgeladen, einen sogenannten Keylogger. Der protokolliere Tastatureingaben, um so Logins und Passworte in Rechnernetzen auszuspähen.

Symantec berichtet, man habe im eigenen Archiv von Kunden eingeschickter Schädlinge eine Duqu-Variante entdeckt, die am 1. September gemeldet wurde. Eine Analyse der Dateien deute darauf hin, dass Duqu schon im Dezember 2010 eingesetzt worden sein könnte.

Die Symantec-Forscher warnen in ihrem Bericht: "Es ist möglich, dass derzeit weitere Angriffe gegen andere Organisationen mit bislang unentdeckten Varianten laufen."

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1. Die IT-Sicherheit in D ist sehr dünne, um es mal ganz...
Schwede2 19.10.2011
Zitat von sysopEr ist kleiner, gemeiner als sein Vorgänger und hat ein bisher unbekanntes Angriffsziel: Sicherheitsforscher haben eine neue Variante des Computerschädlings Stuxnet entdeckt. Bisher habe die Software keinen Schaden angerichtet - allerdings wurden schon potentielle Ziele ausgespäht. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,792640,00.html
...vorsichtig auszudrücken. Bisher wird mehr in die Verfügbarkeit investiert, denn in die Abwehr von Bedrohungen. Nicht mal die Erstellung von Sicherheitskopien wird überall ernst genommen. Den Staat interessiert's nicht, hat er doch wie zum Beweis den Begriff der "kritischen Infrastruktur" geprägt, aber nirgendwo festgeschrieben, was er darunter konkret versteht. Nicht einmal eine Check-Liste gibt es, die Voraussetzungen benennt, unter denen eine Einrichtung "kritisch" ist. Total lachhaft für die Sicherheits-Paranoiker der deutschen Politik. Ach ja, eine Liste sicherheitskritischer Einrichtungen gibt es natürlich auch nicht. Und das 10 Jahre nach Nine-Eleven. Das Internet ist eine sehr schöne Geschichte, aber es öffnet Tore nach Außen, die nicht ganz trivial abzuschotten sind. Trotzdem werden immer mehr zentrale Steuerungen an dislozierten Strukturen vorgenommen, genau über dieses Internet. Das wird sich irgendwann rächen. Es ist nicht die Frage ob, sondern nur wann, was und wo.
2. Aufklärung beim Hersteller relevanter Systeme?
SPON-tan 19.10.2011
Hört sich fast so an, als sei das die Aufklärungssoftware zur Analyse von Angriffszielen, auf die dann zB Stuxnet angesetzt wird. Unternehmen wie Siemens sollten da hellhörig werden. Sicher gibt es auch noch andere Zulieferer von Steuerelektronik, deren Produkte für spätere Sabotageaktionen interessant sind.
3. Hohe Strafen für Virenerstellung
WAZ 19.10.2011
Virenerstellung, um Computer auszuspähen und zu zerstören sind keine Kavaliersdelikte sondern kriminelle Taten. Der angerichtete Schaden ist groß. Diese Kriminellen müssen hart bestraft werden. Wenn diese Typen gefasst werden, dann sitzen wie arme Sünder - meistens bleiche Typen mit Minderwertigkeitskomplexen - vor den Richtern und flennen und bedauern ihre Taten. Trotzdem sollten sie für viele Jahre eingelocht werden. Dabei können dieses Typen noch froh sein, wenn sie in westlichen Ländern verurteilt werden. In arabischen Ländern würden sie für ihre Taten ausgepeitscht werden.
4. ---
goox 19.10.2011
Glauben die Sicherheits"profis" ernstlich, dass es mal aufhört? Erschrecken dürfen Profis nicht. Desswegen empfehle ich den schreckhaften Profis einen Besuch beim dt. Cyberabwehrzentrum!
5. seltsam
Marginalius 19.10.2011
Hmmm. Die gefundenen Exemplare scheinen anscheinend von europäischern Rechnern zu stammen. Da frage ich mich als erstes, wer etwas davon haben könnte, wenn europäische Industrieanlagen manipuliert oder zerstört werden und vor allem was für Industrieanlagen das sein könnten, die einen solchen Aufwand wert sind. Ich kann mir nicht vorstellen, was Israel oder die USA davon hätten, wenn in Europa irgendeine Industrianlage ausfällt, wahrscheinlich dann auch nur kurzfristig. Welches Manipulationsergebnis könnte es den USA wert sein, einen solchen Aufwand zu betreiben? Um Industriespionage und ähnliches wird es dabei wohl nicht gehen, denn dafür hat die USA ganz andere Möglichkeiten. Also entweder der originale Stuxnet stammt garnicht von den USA, sondern von irgendjemand anderem (vielleicht China) und wird nun in naher Zukunft auch gegen Europa eingesetzt oder chinesische Staatshacker (etwa 150.000, die für das chinesische Militär arbeiten) haben irgendwann mal bei einem ihrer Beutezüge in amerikanischen Geheimdienst- und Militärnetzwerken den Quellcode des originalen Stuxnet abgegriffen und wollen ihn nun für sich selber nutzen. Oder die USA hat doch noch seltsame Pläne in Europa. Man weiß es nicht. Viele Grüße
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Schad- und Spähsoftware
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Trojaner
Wie das Trojanische Pferd in der griechischen Mythologie verbergen Computer-Trojaner ihre eigentliche Aufgabe (und Schädlichkeit!) hinter einer Verkleidung. Meist treten sie als harmlose Software auf: Bildschirmschoner, Videodatei, Zugangsprogramm. Sie werden zum Beispiel als E-Mail-Anhang verbreitet. Wer das Programm startet, setzt damit immer eine verborgene Schadfunktion ein: Meist besteht diese aus der Öffnung einer sogenannten Backdoor , einer Hintertür, die das Computersystem gegenüber dem Internet öffnet und durch die weitere Schadprogramme nachgeladen werden.
Virus
Computerviren befallen vorhandene Dateien auf den Computern ihrer Opfer. Die Wirtsdateien funktionieren – zumindest eine Zeit lang - weiterhin wie zuvor. Denn Viren sollen nicht entdeckt werden. Sie verbreiten sich nicht selbständig, sondern sind darauf angewiesen, dass Computernutzer infizierte Dateien weitergeben, sie per E-Mail verschicken, auf USB-Sticks kopieren oder in Tauschbörsen einstellen. Von den anderen Schad- und Spähprogrammen unterscheidet sich ein Virus allein durch die Verbreitungsmethode. Welche Schäden er anrichtet, hängt allein vom Willen seiner Schöpfer ab.
Rootkit
Das kleine Kompositum führt die Worte "Wurzel" und "Bausatz" zusammen: "Root" ist bei Unix-Systemen der Benutzer mit den Administratorenrechten, der auch in die Tiefen des Systems eingreifen darf. Ein "Kit" ist eine Zusammenstellung von Werkzeugen. Ein Rootkit ist folglich ein Satz von Programmen, die mit vollem Zugriff auf das System eines Computers ausgestattet sind. Das ermöglicht dem Rootkit weitgehende Manipulationen, ohne dass diese beispielsweise von Virenscannern noch wahrgenommen werden können. Entweder das Rootkit enthält Software, die beispielsweise Sicherheitsscanner deaktiviert, oder es baut eine sogenannte Shell auf, die als eine Art Mini-Betriebssystem im Betriebssystem alle verdächtigen Vorgänge vor dem Rechner verbirgt. Das Gros der im Umlauf befindlichen Rootkits wird genutzt, um Trojaner , Viren und andere zusätzliche Schadsoftware über das Internet nachzuladen. Rootkits gehören zu den am schwersten aufspürbaren Kompromittierungen eines Rechners.
Wurm
Computerwürmer sind in der Praxis die getunte, tiefergelegte Variante der Viren und Trojaner. Im strengen Sinn wird mit dem Begriff nur ein Programm beschrieben, das für seine eigene Verbreitung sorgt - und der Programme, die es transportiert. Würmer enthalten als Kern ein Schadprogramm , das beispielsweise durch Initiierung eines eigenen E-Mail-Programms für die Weiterverbreitung von einem befallenen Rechner aus sorgt. Ihr Hauptverbreitungsweg sind folglich die kommunikativen Wege des Webs: E-Mails, Chats, AIMs , P2P-Börsen und andere. In der Praxis werden sie oft als Vehikel für die Verbreitung verschiedener anderer Schadprogramme genutzt.
Drive-by
Unter einem Drive-by versteht man die Beeinflussung eines Rechners oder sogar die Infizierung des PC durch den bloßen Besuch einer verseuchten Web-Seite. Die Methode liegt seit einigen Jahren sehr im Trend: Unter Ausnutzung aktueller Sicherheitslücken in Browsern und unter Einsatz von Scripten nimmt ein auf einer Web-Seite hinterlegter Schadcode Einfluss auf einen Rechner. So werden zum Beispiel Viren verbreitet, Schnüffelprogramme installiert, Browseranfragen zu Web-Seiten umgelenkt, die dafür bezahlen und anderes. Drive-bys sind besonders perfide, weil sie vom PC-Nutzer keine Aktivität (wie das Öffnen einer E-Mail) verlangen, sondern nur Unvorsichtigkeit. Opfer sind zumeist Nutzer, die ihre Software nicht durch regelmäßige Updates aktuell halten - also potentiell so gut wie jeder.
Botnetz
Botnets sind Netzwerke gekidnappter Rechner - den Bots. Mit Hilfe von Trojaner-Programmen, die sie beispielsweise durch manipulierte Web-Seiten oder fingierte E-Mails auf die Rechner einschleusen, erlangen die Botnet-Betreiber Zugriff auf die fremden PC und können sie via Web steuern. Solche Botnets zu vermieten, kann ein einträgliches Geschäft sein. Die Zombiearmeen werden unter anderem genutzt, um millionenfache Spam-Mails zu versenden, durch eine Vielzahl gleichzeitiger Anfragen Web-Seiten in die Knie zu zwingen oder in großem Stile Passwörter abzugrasen. (mehr bei SPIEGEL ONLINE)
Fakeware, Ransomware
Das Wort setzt sich aus "Fake", also "Fälschung", und "Ware", der Kurzform für Software zusammen: Es geht also um "falsche Software" . Gemeint sind Programme, die vorgeben, eine bestimmte Leistung zu erbringen, in Wahrheit aber etwas ganz anderes tun. Häufigste Form: angebliche IT-Sicherheitsprogramme oder Virenscanner. In ihrer harmlosesten Variante sind sie nutzlos, aber nervig: Sie warnen ständig vor irgendwelchen nicht existenten Viren und versuchen, den PC-Nutzer zu einem Kauf zu bewegen. Als Adware-Programme belästigen sie den Nutzer mit Werbung.

Die perfideste Form aber ist Ransomware : Sie kidnappt den Rechner regelrecht, macht ihn zur Geisel. Sie behindert oder verhindert das normale Arbeiten, lädt Viren aus dem Netz und stellt Forderungen auf eine "Reinigungsgebühr" oder Freigabegebühr, die nichts anderes ist als ein Lösegeld: Erst, wenn man zahlt, kann man mit dem Rechner wieder arbeiten. War 2006/2007 häufig, ist seitdem aber zurückgegangen.
Zero-Day-Exploits
Ein Zero-Day-Exploit nutzt eine Software-Sicherheitslücke bereits an dem Tag aus, an dem das Risiko überhaupt bemerkt wird. Normalerweise liefern sich Hersteller von Schutzsoftware und die Autoren von Schadprogrammen ein Kopf-an-Kopf-Rennen beim Stopfen, Abdichten und Ausnutzen bekanntgewordener Lücken.
Risiko Nummer eins: Nutzer
Das größte Sicherheitsrisiko in der Welt der Computer sitzt vor dem Rechner. Nicht nur mangelnde Disziplin bei nötigen Software-Updates machen den Nutzer gefährlich: Er hat auch eine große Vorliebe für kostenlose Musik aus obskuren Quellen, lustige Datei-Anhänge in E-Mails und eine große Kommunikationsfreude im ach so informellen Plauderraum des Webs. Die meisten Schäden in der IT dürften von Nutzer-Fingern auf Maustasten verursacht werden.
DDoS-Attacken
Sogenannte distribuierte Denial-of-Service-Attacken (DDoS) sind Angriffe, bei denen einzelne Server oder Netzwerke mit einer Flut von Anfragen anderer Rechner so lange überlastet werden, bis sie nicht mehr erreichbar sind. Üblicherweise werden für solche verteilten Attacken heutzutage sogenannte Botnetze verwendet, zusammengeschaltete Rechner, oft Tausende oder gar Zehntausende, die von einem Hacker oder einer Organisation ferngesteuert werden.


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