Wirbelsturm "Sandy" legt 150 Rechenzentren lahm

Der Wirbelsturm "Sandy" hinterlässt Milliardenschäden in New York. Von der Katastrophe betroffen sind auch Rechenzentren, die in der Metropole liegen. Dutzende wurden geflutet, mehrere Nachrichtenseiten blieben offline.

Überflutungen in New York: "Fünf Fuß Wasser im Keller"
AP

Überflutungen in New York: "Fünf Fuß Wasser im Keller"


New York - Der Wirbelsturm "Sandy" hat 150 Rechenzentren an der US-Ostküste lahmgelegt. "Tausende, vielleicht sogar zehntausende Websites jeder Größe und überall auf der Welt sind nicht aufrufbar", sagte ein Verantwortlicher eines europäischen Telekommunikationsunternehmens am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Zu diesen Seiten gehören auch reichweitenstarke Webseiten wie die Huffington Post und Gawker.

Ebenfalls betroffen ist die Seite BuzzFeed, die Populäres aus der Welt der sozialen Medien aggregiert und aufbereitet. Über den offiziellen Account der Seite wurde getwittert, dass diese "kurzzeitig" nicht zu erreichen sei. 16 Stunden später ist die Seite immer noch nicht vollständig zurück im Netz. Die Macher wichen auf Tumblr aus. Grund für den Ausfall bei BuzzFeed sind Serverausfälle bei Datagram, einem Datenzentrum mitten in New York.

Rechenzentren, in denen Daten gespeichert und verarbeitet werden, haben einen enormen Stromverbrauch. Eine Unterbrechung der Stromversorgung kann daher häufig nicht über längere Zeit durch Notstromaggregate ausgeglichen werden. Einige der Rechenzentren im Großraum New York wurden vermutlich jedoch auch schlicht überflutet. Der BuzzFeed-Hoster Datagram beispielsweise teilte betroffenen Kunden per SMS knapp mit: "Keller überflutet, Benzinpumpe läuft nicht - es arbeiten schon Leute daran. Fünf Fuß (ca. 1,5 Meter) Wasser."

afp/hat

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