Ein Klick, und auf einer Website werden alle Sätze hervorgehoben, die verpackt in Anführungszeichen und versehen mit einem Link noch in einen Tweet passen: Das kann die kostenlose Browser-Erweiterung SavePublishing.
Dahinter verbirgt sich ein sogenanntes Bookmarklet: Ein Link, der ein wenig JavaScript direkt im Browser ausführt. Um diese Browser-Erweiterung zu nutzen, zieht man den Link von der Seite einfach in die Lesezeichenleiste - fertig. Beim Aufruf des Lesezeichens verrichtet das Script künftig sein Werk, ohne dass dabei Daten an Server übertragen werden oder irgendwelche Logindaten nötig sind.
Ausgedacht hat sich SavePublishing der in Brooklyn lebende Autor und Blogger Paul Ford. Übersetzt heißt die Browser-Erweiterung so viel wie "das Verlagswesen retten". Wie der Name schon vermuten lässt, war das Tool zunächst als Satire gedacht. Eine Anspielung auf den Umbruch in der Medienwelt, der dazu führt, dass das Twittern und Teilen von Links fast schon wichtiger genommen wird als das eigentliche Veröffentlichen eines Artikels.
Ein Freund habe ihm gesagt, Twitter werde damit zu einem Pinterest für Sätze. Das sei wohl nicht als Lob gemeint gewesen. Ford sagte gegenüber Co.Design, eigentlich sei SavePublishing eine schlechte Idee gewesen. Er habe aber trotzdem beschlossen, die Erweiterung zu entwickeln. Der Quellcode, bestehend aus 881 Zeichen, steht nun als Open-Source-Projekt auf der Programmierer-Plattform GitHub.
Was als Scherz begann, ist tatsächlich ziemlich nützlich. Ford selbst gibt zu, dass er SavePublishing täglich nutzt.
ore
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