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DNS Changer: Tausenden Computern droht Internet-Abschaltung

Letzte Warnung: Computer, die mit der Schadsoftware DNS Changer infiziert sind, sollen am Montag den Zugang zum Netz verlieren. Trotz zahlreicher Ankündigungen sind weltweit immer noch Hunderttausende betroffen - auch in Deutschland sind Rechner infiziert.

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Corbis

Globale Kommunikation: Letzte Warnung für die Virenopfer

Jetzt wird wahr, wovor seit Monaten gewarnt wird: Hunderttausende Computernutzer werden ab Montag womöglich ohne Internetzugang sein. Betroffen sind geschätzt mehr als 300.000 Nutzer, deren Computer von der Schadsoftware DNS Changer befallen ist, wie US-Sicherheitsexperten mitteilten.

Bis zum November 2011 hatten Kriminelle die DNS-Anfragen infizierter Rechner abgefangen und auf andere IP-Adressen umgeleitet, so dass Computernutzer auf gefälschten und manipulierten Seiten landeten. Dort griffen die Hintermänner Kreditkartendaten ab, verkauften falsche Antivirensoftware oder begingen Klickbetrügereien.

Dann zerschlug die US-Bundespolizei FBI das DNS-Changer-Netz und richtete als Übergangslösung Ersatzserver ein, über die die DNS-Anfragen befallener Rechner korrekt abgewickelt wurden. Diese provisorisch betriebenen Server werden nun am 9. Juli endgültig abgeschaltet. Dann bekommen die Nutzer infizierter Rechner eine Fehlermeldung, wenn sie wie gewohnt eine Seite aufrufen möchten. Obwohl Datum und DNS-Problematik schon seit Monaten bekannt sind, sind auch in Deutschland immer noch tausende Rechner infiziert.

Jetzt schnell checken

Wer es bis jetzt nicht getan hat, sollte also schnell prüfen, ob sein Rechner befallen ist: Über einen Aufruf der Webseiten www.dns-ok.de oder www.dnschanger.eu erfährt man sofort, ob der eigene Computer betroffen ist. Dort gibt es auch Tipps, wie sich die Schadsoftware entfernen lässt.

Weiterführende Informationen findet man auch im "Anti-Botnet-Beratungszentrum", zum Beispiel dazu, wie man befallene Router bereinigt. Auf den Seiten der DNS Changer Working Group (DCWG) werden überdies Programme aufgelistet, mit deren Hilfe sich der Schädling beseitigen lassen soll.

Seit Monaten versuchen Organisationen und Medien, möglichst allen Nutzern den Web-Blackout zu ersparen, indem sie informieren und warnen. Auch SPIEGEL ONLINE hat mehrfach ausführlich über das Problem und seine Lösung berichtet. Seit dem Frühjahr hilft auch Google mit: Jedem, der mit einem infizierten Rechner eine Google-Seite aufruft, wird eine entsprechende Warnmeldung angezeigt.

Mit geschätzten rund 69.000 Fällen befindet sich den Angaben zufolge das Gros der vermuteten 300.000 noch befallenen Rechner in den USA. Zudem sei aber mehr als ein Dutzend weiterer Länder betroffen, inklusive Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien, Kanada, Indien und Australien. Sicherheitsexperten zufolge ist nicht klar, wie viele der einst infizierten Rechner noch aktiv sind: "Die Opfer zu erreichen, ist ein sehr großes Problem", sagte der Wissenschaftler Johannes Ullrich vom Institut für IT-Sicherheit SANS. In manchen Fällen habe es Jahre gedauert.

juh/afp/dpa

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1.
Bundeskanzler20XX 06.07.2012
Zitat von sysopCorbisLetzte Warnung: Computer, die mit der Schadsoftware DNS Changer infiziert sind, sollen am Montag den Zugang zum Netz verlieren. Trotz zahlreicher Ankündigungen sind weltweit immer noch Hunderttausende betroffen - auch in Deutschland sind Rechner infiziert. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,842960,00.html
Wo ist das problem, dann trägt man einfach wieder den richtigen DNS-Server ein oder stellt auf automatisch und das Problem ist behomen...
2. Einfach...
Layer_8 06.07.2012
Zitat von Bundeskanzler20XXWo ist das problem, dann trägt man einfach wieder den richtigen DNS-Server ein oder stellt auf automatisch und das Problem ist behomen...
Erklären Sie mal einem Laien wie man seinen Router konfiguriert. Die meisten DAUs gehen ja wohl mit "Zugangssoftware" des Providers ins Netz
3. optional
keksguru 06.07.2012
nun wer die Warnhinweise im Google nicht beachtet, ist halt selbst schuld wenn der Rechner nicht mehr ins Netz kommt. Die Deppen sterben nicht aus, aber am 9.Juli werden es wohl ein paar raffen.
4. Auf Zuruf
pförtner 06.07.2012
Der dienstbare Geist, Computer, steckt noch in den Kinderschuhen! Erst wenn ich mich über die Sprache mit Ihm verständigen kann, und er auch ein Diktat von mir hören, und in Schrift umzusetzen versteht,genügt er meinen Ansprüchen.
5.
michaelXXLF 06.07.2012
Zitat von pförtnerDer dienstbare Geist, Computer, steckt noch in den Kinderschuhen! Erst wenn ich mich über die Sprache mit Ihm verständigen kann, und er auch ein Diktat von mir hören, und in Schrift umzusetzen versteht,genügt er meinen Ansprüchen.
Das gibt es schon seit Jahren aber was würde ihnen diese Funktionalität in diesem speziellen Fall helfen?
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Viren und Trojaner - Informationen im Netz
Vireninfos von der Behörde
bsi-fuer-buerger.de: Wer sich im Internet über Viren und andere schädliche Programme informieren will, ist auf der Seite des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) richtig. Die Behörde mit Sitz in Bonn untersucht Risiken bei der Anwendung moderner Informationstechnik wie dem Internet und entwickelt Sicherheitsvorkehrungen. Für Bürger wurde die Infoseite eingerichtet, die über Gefahren im Netz informiert. Auch für Laien verständlich ist dort erklärt, wie Cyberkriminelle agieren, was Viren, Würmer und Trojaner sind. Außerdem bekommen Bürger Tipps, wie sie sich vor Gefahren aus dem Netz schützen können.
Mittel gegen Schädlinge auf dem Rechner
trojaner-info.de: Die Seite beschäftigt sich ausführlich mit dem Thema Trojaner. Nutzer können nachlesen, wie diese Computer-Schädlinge generell funktionieren, wie man sich am besten vor ihnen schützt und wie man sie entfernen kann. In der Rubrik Downloads gibt es kostenlos Programme, um Schädlinge von der heimischen Festplatte zu tilgen. Ein zuverlässiges Anti-Viren-Programm ersetzen diese Gratis-Downloads aber nicht.
Welche Würmer durchs Netz kriechen
viren-ticker.de:Sober, Bagle, Mytob - welche Schadprogramme aktuell im Netz kursieren, listet der Viren-Ticker des Bonner Fachverlags für Computerwissen auf. In kurzen Viren-Steckbriefen wird beschrieben, auf welchem Weg der Eindringling auf einen Rechner gelangt, woran er zu erkennen ist und wie er auf der Festplatte wütet, wenn er sich erst mal eingenistet hat.
Echte und unechte Viren
hoax-info.de: Mehr über Viren, die derzeit im Internet die Runde machen, liefert diese im Kooperation mit der Technischen Universität Berlin betriebene Seite. Ein Weblog bietet einen Überblick über Artikel in der Fachpresse, die sich mit der Internet-Sicherheit beschäftigen. Dazu gibt es Informationen über Hoaxes - vermeintliche Virenwarnungen per Mail - die Empfänger oft grundlos verunsichern.

Schad- und Spähsoftware
Klicken Sie auf die Stichworte, um mehr zu erfahren
Trojaner
Wie das Trojanische Pferd in der griechischen Mythologie verbergen Computer-Trojaner ihre eigentliche Aufgabe (und Schädlichkeit!) hinter einer Verkleidung. Meist treten sie als harmlose Software auf: Bildschirmschoner, Videodatei, Zugangsprogramm. Sie werden zum Beispiel als E-Mail-Anhang verbreitet. Wer das Programm startet, setzt damit immer eine verborgene Schadfunktion ein: Meist besteht diese aus der Öffnung einer sogenannten Backdoor , einer Hintertür, die das Computersystem gegenüber dem Internet öffnet und durch die weitere Schadprogramme nachgeladen werden.
Virus
Computerviren befallen vorhandene Dateien auf den Computern ihrer Opfer. Die Wirtsdateien funktionieren – zumindest eine Zeit lang - weiterhin wie zuvor. Denn Viren sollen nicht entdeckt werden. Sie verbreiten sich nicht selbständig, sondern sind darauf angewiesen, dass Computernutzer infizierte Dateien weitergeben, sie per E-Mail verschicken, auf USB-Sticks kopieren oder in Tauschbörsen einstellen. Von den anderen Schad- und Spähprogrammen unterscheidet sich ein Virus allein durch die Verbreitungsmethode. Welche Schäden er anrichtet, hängt allein vom Willen seiner Schöpfer ab.
Rootkit
Das kleine Kompositum führt die Worte "Wurzel" und "Bausatz" zusammen: "Root" ist bei Unix-Systemen der Benutzer mit den Administratorenrechten, der auch in die Tiefen des Systems eingreifen darf. Ein "Kit" ist eine Zusammenstellung von Werkzeugen. Ein Rootkit ist folglich ein Satz von Programmen, die mit vollem Zugriff auf das System eines Computers ausgestattet sind. Das ermöglicht dem Rootkit weitgehende Manipulationen, ohne dass diese beispielsweise von Virenscannern noch wahrgenommen werden können. Entweder das Rootkit enthält Software, die beispielsweise Sicherheitsscanner deaktiviert, oder es baut eine sogenannte Shell auf, die als eine Art Mini-Betriebssystem im Betriebssystem alle verdächtigen Vorgänge vor dem Rechner verbirgt. Das Gros der im Umlauf befindlichen Rootkits wird genutzt, um Trojaner , Viren und andere zusätzliche Schadsoftware über das Internet nachzuladen. Rootkits gehören zu den am schwersten aufspürbaren Kompromittierungen eines Rechners.
Wurm
Computerwürmer sind in der Praxis die getunte, tiefergelegte Variante der Viren und Trojaner. Im strengen Sinn wird mit dem Begriff nur ein Programm beschrieben, das für seine eigene Verbreitung sorgt - und der Programme, die es transportiert. Würmer enthalten als Kern ein Schadprogramm , das beispielsweise durch Initiierung eines eigenen E-Mail-Programms für die Weiterverbreitung von einem befallenen Rechner aus sorgt. Ihr Hauptverbreitungsweg sind folglich die kommunikativen Wege des Webs: E-Mails, Chats, AIMs , P2P-Börsen und andere. In der Praxis werden sie oft als Vehikel für die Verbreitung verschiedener anderer Schadprogramme genutzt.
Drive-by
Unter einem Drive-by versteht man die Beeinflussung eines Rechners oder sogar die Infizierung des PC durch den bloßen Besuch einer verseuchten Web-Seite. Die Methode liegt seit einigen Jahren sehr im Trend: Unter Ausnutzung aktueller Sicherheitslücken in Browsern und unter Einsatz von Scripten nimmt ein auf einer Web-Seite hinterlegter Schadcode Einfluss auf einen Rechner. So werden zum Beispiel Viren verbreitet, Schnüffelprogramme installiert, Browseranfragen zu Web-Seiten umgelenkt, die dafür bezahlen und anderes. Drive-bys sind besonders perfide, weil sie vom PC-Nutzer keine Aktivität (wie das Öffnen einer E-Mail) verlangen, sondern nur Unvorsichtigkeit. Opfer sind zumeist Nutzer, die ihre Software nicht durch regelmäßige Updates aktuell halten - also potenziell so gut wie jeder.
Botnetz
Botnets sind Netzwerke gekidnappter Rechner - den Bots. Mit Hilfe von Trojaner-Programmen, die sie beispielsweise durch manipulierte Web-Seiten oder fingierte E-Mails auf die Rechner einschleusen, erlangen die Botnet-Betreiber Zugriff auf die fremden PC und können sie via Web steuern. Solche Botnets zu vermieten, kann ein einträgliches Geschäft sein. Die Zombiearmeen werden unter anderem genutzt, um millionenfache Spam-Mails zu versenden, durch eine Vielzahl gleichzeitiger Anfragen Web-Seiten in die Knie zu zwingen oder in großem Stile Passwörter abzugrasen. (mehr bei SPIEGEL ONLINE)
Fakeware, Ransomware
Das Wort setzt sich aus "Fake", also "Fälschung", und "Ware", der Kurzform für Software zusammen: Es geht also um "falsche Software" . Gemeint sind Programme, die vorgeben, eine bestimmte Leistung zu erbringen, in Wahrheit aber etwas ganz anderes tun. Häufigste Form: angebliche IT-Sicherheitsprogramme oder Virenscanner. In ihrer harmlosesten Variante sind sie nutzlos, aber nervig: Sie warnen ständig vor irgendwelchen nicht existenten Viren und versuchen, den PC-Nutzer zu einem Kauf zu bewegen. Als Adware-Programme belästigen sie den Nutzer mit Werbung.

Die perfideste Form aber ist Ransomware : Sie kidnappt den Rechner regelrecht, macht ihn zur Geisel. Sie behindert oder verhindert das normale Arbeiten, lädt Viren aus dem Netz und stellt Forderungen auf eine "Reinigungsgebühr" oder Freigabegebühr, die nichts anderes ist als ein Lösegeld: Erst, wenn man zahlt, kann man mit dem Rechner wieder arbeiten. War 2006/2007 häufig, ist seitdem aber zurückgegangen.
Zero-Day-Exploits
Ein Zero-Day-Exploit nutzt eine Software-Sicherheitslücke bereits an dem Tag aus, an dem das Risiko überhaupt bemerkt wird. Normalerweise liefern sich Hersteller von Schutzsoftware und die Autoren von Schadprogrammen ein Kopf-an-Kopf-Rennen beim Stopfen, Abdichten und Ausnutzen bekanntgewordener Lücken.
Risiko Nummer eins: Nutzer
Das größte Sicherheitsrisiko in der Welt der Computer sitzt vor dem Rechner. Nicht nur mangelnde Disziplin bei nötigen Software-Updates machen den Nutzer gefährlich: Er hat auch eine große Vorliebe für kostenlose Musik aus obskuren Quellen, lustige Datei-Anhänge in E-Mails und eine große Kommunikationsfreude im ach so informellen Plauderraum des Webs. Die meisten Schäden in der IT dürften von Nutzer-Fingern auf Maustasten verursacht werden.
DDoS-Attacken
Sogenannte distribuierte Denial-of-Service-Attacken (DDoS) sind Angriffe, bei denen einzelne Server oder Netzwerke mit einer Flut von Anfragen anderer Rechner so lange überlastet werden, bis sie nicht mehr erreichbar sind. Üblicherweise werden für solche verteilten Attacken heutzutage sogenannte Botnetze verwendet, zusammengeschaltete Rechner, oft Tausende oder gar Zehntausende, die von einem Hacker oder einer Organisation ferngesteuert werden.

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