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Sicherheitslücke: Schadsoftware stiehlt Nutzerdaten und Passwörter von iPhones

iPhone 5s: Als eines von wenigen iOS-Geräten nicht von dem Problem betroffen Zur Großansicht
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iPhone 5s: Als eines von wenigen iOS-Geräten nicht von dem Problem betroffen

Eine neue Schadsoftware greift iPhones und iPads an, stiehlt Zugangsdaten zu Apple-Konten. Betroffen sind iOS-Geräte, bei denen durch einen sogenannten Jailbreak Nutzungsbeschränkungen deaktiviert wurden.

Sogenannte Jailbreaks eröffnen iPhone- und iPad-Nutzern mehr Möglichkeiten, als sie ihnen Apple zugestehen möchte. Per Jailbreak lassen sich einige der Restriktionen lösen, mit denen der Hersteller seine Geräte belegt. Vor allem eröffnen sie die Möglichkeit, Apps zu installieren, die nicht aus dem App Store stammen. Nun zeigt sich aber, dass ein solcher Jailbreak auch Gefahren birgt.

Das Problem fiel einigen Nutzern von iPhones mit Jailbreak zuerst vor wenigen Tagen auf. Beim News-Aggregator "Reddit" berichteten sie, dass normalerweise stabil arbeitende Apps wie Google Hangouts und Snapchat plötzlich zu Abstürzen neigten. Nicht mal durch eine Neuinstallationen ließen sich die Fehler beheben. Der für die Probleme verantwortliche Schadcode war dann allerdings schnell gefunden. Es handelt sich um eine Datenbankdatei namens Unflod.dylib oder auch framework.dylib.

Die Kölner IT-Sicherheitsfirma Sektioneins hat die Bedrohung genauer untersucht. In einem Blogartikel analysiert Stefan Esser, einer der Geschäftsführer des Unternehmens, die Software. Was Sektioneins herausgefunden hat, ist beunruhigend: Der recht kurze Schadcode versucht, Apple-ID und Passwort während einer per SSL-Verschlüsselung geschützten Übertragung auszulesen. Gelingt ihm dies, sendet er die Daten als unverschlüsselten Text offenbar an einen Server in den USA, dessen Dienste für Kunden in China bereitstehen.

Jetzt das Passwort ändern

Seit diese Vorgehensweise bekannt wurde, wird in der Jailbreak-Szene gerätselt, wie die Software auf die betroffenen Geräte eingeschleust wurde. Ein möglicher Infektionsweg wäre der alternative App Store Cydia. Unklar ist, wie viele iPhones und iPads bereits befallen sind.

In der digitalen Signatur der Malware findet sich der Name eines angeblich bei Apple registrierten Entwicklers - Wang Xin. Es könnte sich aber um eine Fälschung handeln, denn schließlich braucht es für die alternativen App-Stores gar keine Programmiererregistrierung bei Apple. Sollte der Name jedoch echt sein, und Wang Xin hat ihn versehentlich im Code belassen, dürfte es für Apple kein Problem sein, den Urheber zu finden.

Ein weiterer Hinweis im Schadcode deutet darauf hin, dass die bösartige Software schon seit über zwei Monaten aktiv ist.

Nutzer von iOS-Geräten mit Jailbreak sollten aufgrund der aktuellen Bedrohung sofort ihr Apple-ID-Passwort ändern und den Schadcode auf ihrem Gerät suchen und versuchen, ihn zu entfernen. Stefan Esser geht allerdings davon aus, dass der einzig sichere Weg eine vollständige Systemwiederherstellung ist - wodurch der Jailbreak verlorengeht. Für Apple-Geräte ohne Jailbreak und solche mit 64-Bit-Prozessoren, wie das iPhone 5s und das iPad Air, besteht den Berichten zufolge keine Gefahr.

abr

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insgesamt 40 Beiträge
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1. Und ab geht der Shitstorm Teil X
swerdnabob 22.04.2014
Apple Handys sind per se die unsichersten Geräte, bla bla bla...
2. offene Systeme...
swnf 22.04.2014
...sind halt doch nicht so toll, wie manche meinen! Die Wildnis birgt halt ihre Gefahren! :)
3. "Fahrer ohne Sicherheitsgurt...
brain1965 22.04.2014
... hat sich schwer verletzt." Man kann sich unnötige Probleme eben sehr effektiv selbst bereiten.
4. Dumpfe Panikmache
c218605 22.04.2014
Zitat von sysopREUTERSEine neue Schadsoftware greift iPhones und iPads an, stiehlt Zugangsdaten zu Apple-Konten. Betroffen sind iOS-Geräte, bei denen durch einen sogenannten Jailbreak Nutzungsbeschränkungen deaktiviert wurden. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/schadsoftware-stiehlt-nutzerdaten-und-passwoerter-von-iphones-a-965477.html
als naechtses klinkt sich wohl auch Androidgoogle an dieses scare-mongering. Erstens nutzen jailbreaker eindeutige foren z.b. xda-developers. hier sind es alteingesessene cracks bei denen zudem ganz schnell faule eier rausfallen. zweitens ist die groesste gefahr beim jailbreaken der brick. und drittens klauen auch die originalbetriebssysteme schon selber.
5.
sunhaq 22.04.2014
Zitat von swerdnabobApple Handys sind per se die unsichersten Geräte, bla bla bla...
In der stark funktionskastrierten Originalversion in der jeder Inhalt erst von den Applezensoren genehmigt werden muss, ist weiterhin alles sicher!
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Zum Autor
  • Andreas Brohme
    Gadgets, Apps, neue Technologien - der Hamburger Andreas Brohme schreibt seit über 20 Jahren über Neues aus Digitalien. In seiner Freizeit spielt er - ganz analog - vor allem Gitarre.

Schad- und Spähsoftware
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Trojaner
Wie das Trojanische Pferd in der griechischen Mythologie verbergen Computer-Trojaner ihre eigentliche Aufgabe (und Schädlichkeit!) hinter einer Verkleidung. Meist treten sie als harmlose Software auf: Bildschirmschoner, Videodatei, Zugangsprogramm. Sie werden zum Beispiel als E-Mail-Anhang verbreitet. Wer das Programm startet, setzt damit immer eine verborgene Schadfunktion ein: Meist besteht diese aus der Öffnung einer sogenannten Backdoor , einer Hintertür, die das Computersystem gegenüber dem Internet öffnet und durch die weitere Schadprogramme nachgeladen werden.
Virus
Computerviren befallen vorhandene Dateien auf den Computern ihrer Opfer. Die Wirtsdateien funktionieren – zumindest eine Zeit lang - weiterhin wie zuvor. Denn Viren sollen nicht entdeckt werden. Sie verbreiten sich nicht selbständig, sondern sind darauf angewiesen, dass Computernutzer infizierte Dateien weitergeben, sie per E-Mail verschicken, auf USB-Sticks kopieren oder in Tauschbörsen einstellen. Von den anderen Schad- und Spähprogrammen unterscheidet sich ein Virus allein durch die Verbreitungsmethode. Welche Schäden er anrichtet, hängt allein vom Willen seiner Schöpfer ab.
Rootkit
Das kleine Kompositum führt die Worte "Wurzel" und "Bausatz" zusammen: "Root" ist bei Unix-Systemen der Benutzer mit den Administratorenrechten, der auch in die Tiefen des Systems eingreifen darf. Ein "Kit" ist eine Zusammenstellung von Werkzeugen. Ein Rootkit ist folglich ein Satz von Programmen, die mit vollem Zugriff auf das System eines Computers ausgestattet sind. Das ermöglicht dem Rootkit weitgehende Manipulationen, ohne dass diese beispielsweise von Virenscannern noch wahrgenommen werden können. Entweder das Rootkit enthält Software, die beispielsweise Sicherheitsscanner deaktiviert, oder es baut eine sogenannte Shell auf, die als eine Art Mini-Betriebssystem im Betriebssystem alle verdächtigen Vorgänge vor dem Rechner verbirgt. Das Gros der im Umlauf befindlichen Rootkits wird genutzt, um Trojaner , Viren und andere zusätzliche Schadsoftware über das Internet nachzuladen. Rootkits gehören zu den am schwersten aufspürbaren Kompromittierungen eines Rechners.
Wurm
Computerwürmer sind in der Praxis die getunte, tiefergelegte Variante der Viren und Trojaner. Im strengen Sinn wird mit dem Begriff nur ein Programm beschrieben, das für seine eigene Verbreitung sorgt - und der Programme, die es transportiert. Würmer enthalten als Kern ein Schadprogramm , das beispielsweise durch Initiierung eines eigenen E-Mail-Programms für die Weiterverbreitung von einem befallenen Rechner aus sorgt. Ihr Hauptverbreitungsweg sind folglich die kommunikativen Wege des Webs: E-Mails, Chats, AIMs , P2P-Börsen und andere. In der Praxis werden sie oft als Vehikel für die Verbreitung verschiedener anderer Schadprogramme genutzt.
Drive-by
Unter einem Drive-by versteht man die Beeinflussung eines Rechners oder sogar die Infizierung des PC durch den bloßen Besuch einer verseuchten Web-Seite. Die Methode liegt seit einigen Jahren sehr im Trend: Unter Ausnutzung aktueller Sicherheitslücken in Browsern und unter Einsatz von Scripten nimmt ein auf einer Web-Seite hinterlegter Schadcode Einfluss auf einen Rechner. So werden zum Beispiel Viren verbreitet, Schnüffelprogramme installiert, Browseranfragen zu Web-Seiten umgelenkt, die dafür bezahlen und anderes. Drive-bys sind besonders perfide, weil sie vom PC-Nutzer keine Aktivität (wie das Öffnen einer E-Mail) verlangen, sondern nur Unvorsichtigkeit. Opfer sind zumeist Nutzer, die ihre Software nicht durch regelmäßige Updates aktuell halten - also potenziell so gut wie jeder.
Botnetz
Botnets sind Netzwerke gekidnappter Rechner - den Bots. Mit Hilfe von Trojaner-Programmen, die sie beispielsweise durch manipulierte Web-Seiten oder fingierte E-Mails auf die Rechner einschleusen, erlangen die Botnet-Betreiber Zugriff auf die fremden PC und können sie via Web steuern. Solche Botnets zu vermieten, kann ein einträgliches Geschäft sein. Die Zombiearmeen werden unter anderem genutzt, um millionenfache Spam-Mails zu versenden, durch eine Vielzahl gleichzeitiger Anfragen Web-Seiten in die Knie zu zwingen oder in großem Stile Passwörter abzugrasen. (mehr bei SPIEGEL ONLINE)
Fakeware, Ransomware
Das Wort setzt sich aus "Fake", also "Fälschung", und "Ware", der Kurzform für Software zusammen: Es geht also um "falsche Software" . Gemeint sind Programme, die vorgeben, eine bestimmte Leistung zu erbringen, in Wahrheit aber etwas ganz anderes tun. Häufigste Form: angebliche IT-Sicherheitsprogramme oder Virenscanner. In ihrer harmlosesten Variante sind sie nutzlos, aber nervig: Sie warnen ständig vor irgendwelchen nicht existenten Viren und versuchen, den PC-Nutzer zu einem Kauf zu bewegen. Als Adware-Programme belästigen sie den Nutzer mit Werbung.

Die perfideste Form aber ist Ransomware : Sie kidnappt den Rechner regelrecht, macht ihn zur Geisel. Sie behindert oder verhindert das normale Arbeiten, lädt Viren aus dem Netz und stellt Forderungen auf eine "Reinigungsgebühr" oder Freigabegebühr, die nichts anderes ist als ein Lösegeld: Erst, wenn man zahlt, kann man mit dem Rechner wieder arbeiten. War 2006/2007 häufig, ist seitdem aber zurückgegangen.
Zero-Day-Exploits
Ein Zero-Day-Exploit nutzt eine Software-Sicherheitslücke bereits an dem Tag aus, an dem das Risiko überhaupt bemerkt wird. Normalerweise liefern sich Hersteller von Schutzsoftware und die Autoren von Schadprogrammen ein Kopf-an-Kopf-Rennen beim Stopfen, Abdichten und Ausnutzen bekanntgewordener Lücken.
Risiko Nummer eins: Nutzer
Das größte Sicherheitsrisiko in der Welt der Computer sitzt vor dem Rechner. Nicht nur mangelnde Disziplin bei nötigen Software-Updates machen den Nutzer gefährlich: Er hat auch eine große Vorliebe für kostenlose Musik aus obskuren Quellen, lustige Datei-Anhänge in E-Mails und eine große Kommunikationsfreude im ach so informellen Plauderraum des Webs. Die meisten Schäden in der IT dürften von Nutzer-Fingern auf Maustasten verursacht werden.
DDoS-Attacken
Sogenannte distribuierte Denial-of-Service-Attacken (DDoS) sind Angriffe, bei denen einzelne Server oder Netzwerke mit einer Flut von Anfragen anderer Rechner so lange überlastet werden, bis sie nicht mehr erreichbar sind. Üblicherweise werden für solche verteilten Attacken heutzutage sogenannte Botnetze verwendet, zusammengeschaltete Rechner, oft Tausende oder gar Zehntausende, die von einem Hacker oder einer Organisation ferngesteuert werden.

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