Netzwelt-Ticker: Dropbox sperrt Torrent-Sauger aus

Von Richard Meusers

Bloß keine Torrent-Downloads im Online-Speicher: Der Cloud-Dienst Dropbox blockiert ein Programm, das gesaugte Daten automatisch auf der Online-Festplatte speichert. Das und mehr im Überblick.

Datenkraken: Dropbox blockiert die Anwendung Boxopus Zur Großansicht

Datenkraken: Dropbox blockiert die Anwendung Boxopus

Aus für Datensauger: Der Online-Speicherdienst Dropbox sperrt eine Anwendung aus, mit der Kunden Torrent-Downloads auf ihrer Online-Festplatte speichern konnten. Das Start-up Boxopus bot seinen Nutzern diesen besonderen Dienst: Sucht euch eine Torrent-Datei (beispielsweise in einem Verzeichnis wie The Pirate Bay), ladet sie bei uns hoch, wir saugen dann die Zieldatei und legen sie komplett in euren Dropbox-Ordner.

Zu diesem Zweck nutzte Boxopus eine Schnittstelle zum Anbieter Dropbox. Der zeigte sich allem Anschein nach über diese Zugriffsmöglichkeit auf seinen Cloud-Service wenig erfreut, vielmehr vermuteten die Verantwortlichen darin "die Ermutigung von Nutzern, durch die Dropbox-Nutzung das Urheberrecht zu verletzen". So laut Boxopus die via E-Mail zugegangene Begründung, warum den Neulingen nach wenigen Wochen am Montag schon wieder der Zugang zur Dropbox-Schnittstelle gekappt worden ist.

Für die Boxopus-Gründer komme das plötzliche Ende völlig unerwartet, gegenüber "TorrentFreak" erklärte einer Gründer, beim Start-up habe man angestrengt an der Verbesserung des Service gearbeitet, nachdem die Alpha-Version von Dropbox grünes Licht erhalten hätte: "Das hat uns mit einem Team von fünf Leuten drei Monate Arbeit und 30.000 Dollar gekostet."

Google+ mit erweitertem Empfehlungssystem

Der Google+-Button kann jetzt noch ein bisschen mehr als bisher schon. Konnten Nutzer bis dato auf Knopfdruck einen Link inklusive Kommentar in ihrem Google+-Profil veröffentlichen oder in der Google-Suche erfahren, welche Freunde eine +1 vergeben haben, wird jetzt die Übersicht erweitert. Beim Bewegen über einen +1-Button erscheinen nun Hinweise auf andere Inhalte auf der jeweiligen Webseite und Empfehlungen von Freunden. Im Google-Blog wird das so erklärt: "Wenn ich zum Beispiel zum Chrome Web Store gehe und mir die +1-Empfehlungen der Gmail-App anschaue, dann sehe ich auch passende andere Apps und Empfehlungen von Freunden." In den kommenden Wochen soll die Funktion allen Surfen zur Verfügung stehen, wer's schon jetzt ausprobieren will, kann sich bei der Developer Preview Group anmelden und wird um Rückmeldung gebeten.

Mozilla veröffentlicht neuen Firefox-Browser für Android

Die Android-Version des Firefox-Browsers ist lange nicht so beliebt wie die PC-Software. Zu langsam und mit einer umständlichen Lesezeichenverwaltung ausgestattet geriet die mobile Mozilla-App bald ins Hintertreffen. Nun wurde mit der Versionsnummer 14 eine völlig überarbeitete Fassung veröffentlicht, die diesen Kritikpunkten ein Ende machen soll. Ein sekundenschneller Start, flotte Ladezeiten, Tabbed Browsing und Sicherheitsfunktionen wie Track me not sollen dem Mobil-Fuchs wieder in die Erfolgsspur helfen.

Stein, Schere, Papier: Der Roboter gewinnt immer

Forscher an der Universität von Tokio haben ein schnelles Roboterhändchen entwickelt, das so blitzartig reagiert, dass es beim guten alten Spiel Stein, Schere, Papier immer gewinnt. Die Auswertung der Bewegungen des menschlichen Gegenübers erledigt der Roboter in Millisekunden, nicht viel langsamer kommt dann die Reaktion. Auch auf Täuschungsversuche fällt die Maschine nicht herein.

Auch das noch:

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1. Wie blauäugig
felisconcolor 28.06.2012
Zitat von sysopBloß keine Torrent-Downloads im Online-Speicher: Der Cloud-Dienst Dropbox blockiert ein Programm, das gesaugte Daten automatisch auf der Online-Festplatte speichert. Das und mehr im Überblick. Schluss mit Torrent-Downloads aus Dropbox - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,841196,00.html)
war man bei Boxopus und wie blauäugig waren die Nutzer von Dropbox. Sicher müssen Torrent Dateien nicht per se urheberechtlich relevantes Material enthalten. Sich aber auf diese wage Vermutung zu berufen ist zur heutigen Zeit wohl nicht nur als dumm zu bezeichnen. Das sich Dropbox nicht dem allgemeinen Verdacht der Beherbergung von urheberrechtlich geschütztem Material aussetzen mag ist nach dem Desaster mit Megaupload wohl klar. Aber hier sind auch die User gefragt ab und an mal das Hirn einzuschalten, sofern ein solches vorhanden ist.
2.
mindphuk 28.06.2012
Der Megaupload-Raid war ein voller Erfolg, auch wenn Kimble nicht verurteilt werden sollte, alle haben jetzt die Hosen randvoll.
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  • Mittwoch, 27.06.2012 – 17:46 Uhr
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Zum Autor
  • Richard Meusers sitzt im Garten und sieht seinen Blumen beim Wachsen zu. Ansonsten hat er ein Auge auf Digitales und Mediales.

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