Schnatterdienst Buzz: Google fängt sich das Microsoft-Syndrom

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Erliegt Google dem Größenwahn? Mit seinem neuen Modell Buzz kopiert der Web-Konzern ein paar unfeine Methoden, die in der Computerbranche zum schmutzigen Geschäft gehören: Nutzer bevormunden, andere Anbieter aussperren, sich selbst zum Mittelpunkt der Welt erklären. Ob das gutgeht?

Google-Mitgründer Sergey Brin bei Buzz-Präsentation: Ein paar unfeine Methoden Zur Großansicht
REUTERS

Google-Mitgründer Sergey Brin bei Buzz-Präsentation: Ein paar unfeine Methoden

Der erste Eindruck zählt. Und der ist bei Google Buzz nicht der beste. Klar, der Dienst läuft schnell, die Anwendung für Smartphones ist clever, und viele fehlende Funktionen können noch dazukommen.

Trotzdem: Viele Details der ersten Version des Google-Schnatterdienstes lassen auf eine Geisteshaltung schließen, die schon einige Produkte verunstaltet hat. Denn hier stehen die Interessen des Anbieters im Vordergrund - nicht die der Nutzer.

Aufzwingen, aussperren, nerven - die rohen Botschaften der Buzz-Premiere:

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 36 Beiträge
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1. Na, ...
riga_ernest 10.02.2010
... hoffen wir mal, dass Google damit auf den Pöppes fällt. Ich mag den Laden irgendwie immer noch, und das wird auch so bleiben, solange ihre Dominanz nicht so dramatisch wird wie die von Microsoft. Dass ich bei Gmail jetzt aufpassen muss, dass meine privaten Emails nicht im Virtual Space landen, fängt an, mir auf den Keks zu gehen. Da sind so Grenzen erreicht...
2. Panik
Mr Bounz 10.02.2010
Was mich momentan mehr stört als neue Angebote von Google ist die sehr trendige Google Panikmache! Oh, Gott da hat jemand mein Haus fotografiert ... Oh, Gott die haben die Daten die ich Ihnen gebe ... Oh, Gott die wollen das man seine Daten nur bei Ihnen und nicht Weltweit verteilt ..... Im vergleich zu den immer noch überall bejubelten Apple-Jungs ist Google immer noch SEHR frei und Kundenorientiert. Aufpassen was man im web macht muß man mit und ohne Google, also alles mal etwas ruhiger sehen!
3. .
Haio Forler 10.02.2010
Zitat von sysopErliegt Google dem Größenwahn? Mit seinem neuen Modell Buzz kopiert der Webkonzern ein paar unfeine Methoden, die in der Computerbranche zum schmutzigen Geschäft gehören: Nutzer bevormunden, andere Anbieter aussperren, sich selbst zum Mittelpunkt der Welt erklären. Ob das gut geht? http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,677008,00.html
Das geht gut, weil den 20-jährigen von heute (aber nicht nur diesen) Begriffe wie Datenschutz am Ohr vorbei geht. Man gewöhnt sich daran, daß jeder sowieso schon alles weiß; nein, man forciert es noch gerne.
4. Benehmen?
riga_ernest 10.02.2010
Zitat von riga_ernestWer es bisher nicht gemerkt hat, dass er im Internet IMMER im virtual space ist, hat selbst Schuld und sollte in den Keller zum Beten gehen.
Ist der virtuelle Raum auch der Grund, warum Sie so rumrüpeln, oder machen Sie das auch im Real Life? Dann würde ich Sie sehr gerne mal kennenlernen. ;) Das muss allerdings unterschrieben werden. Ich bin immer wieder überrascht, wie Leute über Google herziehen, die selbstverständlich MobileMe-Kunden sind...
5. Artikel von einem "Google bashen ist cool" Fan
spon-1177923516351 10.02.2010
Der Artikel ist einfach nur polemisch und trifft den Punkt nicht. Wer Buzz nicht verstanden hat oder nicht verstehen will, kann natürlich schlecht einen fundierten Artikel schreiben und nur wild auf zufälligen Dingen rumdreschen. Kein Mensch wird zu Buzz gezwungen und im Gegensatz zu Microsoft und Apple ist die Art und Weise wie Google das macht sehr dezent.
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