Hamburg - Der Ansturm wird gewaltig: Am Dienstag erscheint die neuste Version von Mozillas beliebtem Webbrowser Firefox. Bereits jetzt steht das Programm in etlichen Sprachversionen auf dem FTP-Server bereit, damit es am Premierentag schon auf möglichst vielen Servern verfügbar sein wird. Der Umstieg auf den neuen Browser empfiehlt sich dringend: Firefox 4 sorgt für zusätzliche Sicherheit beim Surfen.
Sieben Jahre nach der ersten Version ist der Mozilla-Browser Firefox bei der Produktnummer 4.0 angekommen. Nach mehreren aktuellen Schätzungen, zum Beispiel von dem Statistik-Anbieter StatCount, surfen rund 30 Prozent der Internet-Nutzer mit dem Firefox. Ein Grund für den Erfolg: Eine weltweite Entwicklergemeinde hat eine Vielzahl Erweiterungen für den Open-Source-Browser geschrieben, die das Programm um nützliche Funktionen erweitern.
Gegenüber der Vorgängerversion wurde der neue Firefox 4 optisch gründlich entschlackt und bietet nun mehr Platz für Websites auf dem Bildschirm. Außerdem ist der Browser bedeutend schneller gewordenen (siehe Tabelle) und unterstützt aktuelle Webstandards. Vor allem bei JavaScript-Anwendungen macht sich der Tempozuwachs bemerkbar.
Eine Synchronisierungs-Funktion sorgt dafür, dass Einstellungen, Browserverlauf, Lesezeichen und selbst geöffnete Tabs von einem Computer zum anderen übertragen werden können. Die Daten dazu werden verschlüsselt auf Mozilla-Servern gelagert. Einen Anachronismus schleppt der neue Firefox dann doch noch mit: Standardmäßig zeigt er zwei Eingabefelder am oberen Bildschirmrand an, einen für Webadressen, einen für Suchanfragen. Dabei lassen sich Suchbegriffe nun auch einfach in die Adresszeile tippen, ganz wie bei der Konkurrenz.
In der vergangenen Woche hat Microsoft seinen Internet Explorer 9 vorgestellt, davor veröffentliche Google Chrome 10. Am Dienstag will Browser-Hersteller Opera speziell für Tablets und Handys optimierte Programme vorstellen, Opera Mini 6 und Opera Mobile 11 sollen verfügbar sein.
Der Wechsel zu einem neuen Browser bringt außerdem ein Mehr an Sicherheit vor Cyber-Attacken - die Hersteller versprechen allesamt Verbesserungen. Firefox 4 soll beispielsweise sogenannte Man-in-the-middle-Angriffe, bei denen Hacker Verbindungen abfangen, zuverlässiger verhindern.
ore
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Netzwelt | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Web | RSS |
| alles zum Thema Firefox | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH