Schritt für Schritt So funktionieren die neuen Facebook-Einstellungen

Alles ganz einfach, verspricht Facebook seinen Hunderten Millionen Nutzern: Neue Datenschutz-Einstellungen sollen die Mitglieder nicht mehr verwirren. Doch viele Informationen sind standardmäßig komplett freigegeben. SPIEGEL ONLINE zeigt, wie sie Ihr Profil abschotten.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg: Teilen nur mit Freunden, gefunden werden von allen?
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Facebook-Chef Mark Zuckerberg: Teilen nur mit Freunden, gefunden werden von allen?

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Nach und nach versorgt Facebook derzeit alle seine Mitglieder mit neuen Optionen für den Datenschutz. Damit reagiert das Netzwerk auf die harsche Kritik von Politikern und Datenschützern. In den vergangenen Monaten war Facebook um immer neue Funktionen und Schnittstellen erweitert worden. Auch die möglichen Optionen zum Schutz der eigenen Daten wuchsen dadurch immer weiter an -schließlich gab es mehrere Dutzend Optionen auf vielen verschiedenen Seiten.

Das sorgte für Empörung: Facebook wolle es seinen Nutzern möglichst schwer machen, Daten privat zu halten, so die Kritik. Mark Zuckerberg, der Chef persönlich, trat deswegen vor die Presse und stellte längst überfällige Änderungen vor: Mit wenigen Klicks lassen sich die zahlreichen Einstellungen alle auf einmal bearbeiten. Bis die mehr als 400 Millionen Mitglieder versorgt sind, können noch einige Tage vergehen - wenn es so weit ist, erscheint über den aktuellen Meldungen eine hellblau unterlegte Box mit einem Hinweis auf die neuen Optionen.

Es lohnt sich, genau hinzuschauen: Viele Informationen sind nach wie vor standardmäßig freigegen. Facebook-Manager Richard Allen verteidigt die Offenheit im Interview mit SPIEGEL ONLINE: "Die Nützlichkeit für Nutzer steht im Mittelpunkt. Facebook ist sozial, viele Menschen suchen Gleichgesinnte, die dieselbe Band oder denselben Film gut finden, die an derselben Universität waren. Weil das so ist, empfehlen wir, diese Informationen zu veröffentlichen. Wer mehr oder weniger Öffentlichkeit will, kann das sehr einfach einstellen."

Profilinfos, Anwendungen und Drittanbieter - SPIEGEL ONLINE erklärt, wie Sie ihre Daten bei Facebook kontrollieren:



insgesamt 258 Beiträge
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Thomas Hutter 31.05.2010
1. Privatsphäre bei Facebook
Die Privatsphäre-Einstellungsmöglichkeiten bei Facebook sind gigantisch und bietet gute Schutzmöglichkeiten. Das Problem mit der Privatsphäre auf Facebook liegt darin, dass Facebook grundsätzlich zu offene Privatsphäre-Einstellungen vorschlägt. Auf Grund der sehr vielen Funktionen, welche Facebook seinen Benutzern bietet, kann die Tragweite von einem ungeübten oder weniger erfahrenen Benutzer nicht wirklich abgeschätzt werden. Aus diesem Grund habe ich einen sehr umfassenden Privatsphäre-Leitfaden erstellt: http://www.thomashutter.com/index.php/2010/05/facebook-der-ultimative-facebook-privatsphaere-leitfaden-30052010/
Jettenbacher 31.05.2010
2.
Zitat von sysopFacebook-Nutzer wollen sich mitteilen und darstellen. Aber sie wollen auch die Entscheidungsfreiheit behalten, wer was von ihnen wissen darf. Leistet Facebook dies? Oder verletzt das Netzwerk die Privatsphäre seiner Nutzer?
Nein. Die Nutzer verletzen ihre Privatsphäre selbst.
frigenium 31.05.2010
3. ... derer von Dummsdorf
---Zitat--- "Je mehr Informationen Du teilst, desto *sozialer* ist das Nutzerelebnis" http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,bild-93050-697392,00.html ---Zitatende--- Jooooh - genau ! Alle sind gleich und die Partei weiss alles !
nrw_waehler2010 31.05.2010
4.
Die Einstellungen bei Facebook sind spätestens jetzt genügen, um die Privatsphäre zu schützen. Das wohl größere Problem ist die Einstellung der User. Die Leute scheinen einfach nicht zu begreifen, dass alles, was einmal im Internet ist praktisch nie wieder zu entfernen ist. Doch immer mehr scheint das nicht zu interessieren. Also sind es nicht die Unternehmen oder die Politik, die unsere Privatsphäre "verkauft", sondern wir selbst. Wer sich bei Facebook anmeldet, bei Google oder Yahoo, oder irgendeinem anderen amerikanischen Unternehmen sollte sich immer bewusst sein, dass die US-Geheimdienste mitlesen. Doch den meisten scheint das wohl egal zu sein!
utuvien 31.05.2010
5.
Ich verweigere mich solchen zur Selbstdarstellung verkommenen "Social Networks", denn mit sozial hat das Ganze wenig zu tun. Und wenn man dann noch den Fehler begeht, sich nackt bei 4chan zu präsentieren, wird man schnell zur nächsten allseits "beliebten" "Facebook Whore". Da kann Facebook nichts für, sie bieten lediglich die Plattform. Naja, wers braucht.
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