Keep: Screenshots deuten auf Google-Notizdienst hin

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Angebliches Keep-Icon: Bereitet Google einen Evernote-Konkurrenten vor?

Droht Evernote neue Konkurrenz? Bei Google scheint ein neuer Online-Notizdienst in den Startlöchern zu stehen. Am Montag war der Dienst angeblich kurz online, was Screenshots einer neuen Google-Web-App beweisen sollen.

Seit einigen Monaten gibt es im Netz Hinweise , dass Google an einem Notizdienst im Stil von Evernote arbeitet. Am Wochenende sind nun vergleichsweise konkrete Indizien für diese Pläne bekannt geworden: So ist der Nutzer des 10E100 betitelten Google+-Accounts am Sonntag zum Beispiel über ein neues Google-Icon gestolpert, das einem Notizbuch ähnelt und dessen Dateiname Keep ist - genau so soll der neue Google-Dienst heißen.

Links, die nach dem Schema bestehender Google-Dienste aufgebaut sind, bringen mit Keep-Bezug zwar Fehlermeldungen hervor, unterscheiden sich laut 10E100 aber von den sonst üblichen Fehlermeldungen, die beim ansteuern fehlerhafter Links angezeigt werden. In einigen Fällen, glaubt 10E100, setzte Google die Fehlermeldungen bewusst ein, um in die Irre zu leiten.

Am Montag soll Googles neuer Notizdienst dann sogar kurzzeitig online gewesen sein. Diesen Eindruck legen Screenshots nahe, die augenscheinlich direkt aus einer Web-App stammen. Veröffentlicht hat sie der News-Dienst "Android Police", der meldete, kurzzeitig Zugriff auf das Angebot gehabt zu haben. Gegenüber "The Next Web" sagte ein Google-Sprecher, er kommentiere das Thema nicht. Auch "The Next Web" hatte nach eigenen Angaben zeitweise Zugang zu Keep.

Optisch gewohnt minimalistisch

Den Bildern von "Android Police" nach zu urteilen, präsentiert sich Keep nach dem Vorbild bestehender Google-Dienste optisch minimalistisch: Oben auf der Startseite befindet sich das typische Suchfeld, in diesem Fall zum Auffinden eigener Aufzeichnungen. Nutzer können Notizen und Listen anlegen, aber auch Bilder speichern. Hervorheben lassen sich die Eintragungen beispielsweise durch unterschiedliche Schriftfarben.

Gerüchte, wonach Google eine "Später lesen"-Funktion für Suchergebnisse in den Dienst integrieren werde, lassen sich anhand der gezeigten Bilder weder klar verifizieren, noch als Unsinn abtun. Ein älterer, offizieller Google-Screenshot hatte auf eine solche Funktion hingedeutet.

Mit Keep würde Google, das zuletzt vor allem durch das Streichen bestehender Angebote Schlagzeilen machte, im Prinzip einen älteren Service wiederbeleben: Unter dem Namen Notizbuch hatte das Unternehmen schon einmal einen Notizdienst angeboten. Seit 2009 wurde der Dienst aber nicht mehr weiterentwickelt. Mitte des vergangenen Jahres schloss Google das Angebot endgültig.

mbö

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insgesamt 3 Beiträge
DrStrang3love 19.03.2013
Ach, wen kümmert's. Der Dienst wird doch eh demnächst wieder eingestellt... :P
Ach, wen kümmert's. Der Dienst wird doch eh demnächst wieder eingestellt... :P
Strai 19.03.2013
Google stellt doch nach Belieben Dienste ein, so wie erst kürzlich den RSS-Reader. Warum sollte man solchen Anbietern seine Daten anvertrauen?
Google stellt doch nach Belieben Dienste ein, so wie erst kürzlich den RSS-Reader. Warum sollte man solchen Anbietern seine Daten anvertrauen?
koh 19.03.2013
Also, für mich ähnelt das Icon eher einer Glühbirne als einem Notizbuch. Aber was verstehe ich schon von Computern.
Also, für mich ähnelt das Icon eher einer Glühbirne als einem Notizbuch. Aber was verstehe ich schon von Computern.
MortonF 20.03.2013
Exakt! Google scheint zur Zeit kopflos am User vorbei zu planen. Dem Dienst, der unser E-Mail-Verhalten hätte revolutionieren können (Google Wave) wurde keine echte Chance gegeben, der Reader ist ein liebgewonnenes Tool - [...]
Zitat von DrStrang3loveAch, wen kümmert's. Der Dienst wird doch eh demnächst wieder eingestellt... :P
Exakt! Google scheint zur Zeit kopflos am User vorbei zu planen. Dem Dienst, der unser E-Mail-Verhalten hätte revolutionieren können (Google Wave) wurde keine echte Chance gegeben, der Reader ist ein liebgewonnenes Tool - auch weg. Google Notebook (der drive Vorläufer) - weg. Aber Google+ (der Dienst, der sich zwar bekannt, aber ungeliebt und ungenutzt uns permanent aufdrängt) scheint auf Teufel-komm-raus gepusht zu werden. So wird man zu einem Unternehmen, das bald Facebook-like an Sympathie verliert.
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  • Dienstag, 19.03.2013 – 11:08 Uhr
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