Von Markus Böhm
Wie weit ist Google mit einer offiziellen Maps-App für iOS 6? Screenshots, die sich gerade im Internet verbreiten, zeigen angeblich eine Alpha-Version der Software. Ben Guild, selbst Software-Entwickler, hat die Bilder ins Netz gestellt und behauptet, die App setze auf eine vektorbasierte Darstellung und würde eine Zwei-Finger-Rotation der Karte ermöglichen. Zudem sei die Software "superschnell". Woher Guild die Screenshots hat, verrät er nicht. Wenig vertrauensfördernd wirkt dabei, dass er sein Posting nutzt, um eine eigene App zu bewerben. Google hat sich bisher nicht dazu geäußert, ob die Bilder echt sind.
Ende September hatte Ex-Chef Eric Schmidt gesagt, Google habe noch nicht angefangen, eine Maps-App für das iPhone 5 zu entwickeln. Die "New York Times" bezweifelte das jedoch schon damals. Sie schrieb, Google arbeite bereits an der Software - erscheinen sollte sie ihren Informationen zufolge gegen Jahresende. Sehnsüchtig erwartet wird die Google-Maps-App für iOS 6 wegen der teils hässlichen Lücken und Fehler in Apples eigener Karten-Anwendung.
Offensive gegen Cyberkriminalität in China
Fortschritte im Kampf gegen die Cyberkriminalität meldet Chinas Ministerium für Öffentliche Sicherheit. Seit August seien die Behörden erfolgreich gegen 700 Banden vorgegangen. Landesweit seien 8900 Verdächtige verhaftet worden, berichtet ZDNet auf Grundlage der chinesischsprachigen Originalmeldung. 3500 Spam-Websites sollen vom Netz genommen worden sein.
Weiter erwähnt das Ministerium, dass sich die Bandbreite der Cyberkriminalität von Hacken und Online-Pornografie hin zu Offline-Aktivitäten erweitert habe, zum Beispiel zum Verkauf gefälschter Medikamente. Die Masche einer Bande soll es gewesen sein, Unternehmen mit negativen Internetkommentaren zu erpressen, heißt es bei ZDNet. Man bot den Firmen an, solche Negativ-PR gegen Geld aus dem Netz zu entfernen. War das Unternehmen nicht an dem Angebot interessiert, drohte die Bande mit neuen Negativkommentaren.
Die jetzt gemeldeten Fortschritte sind Teil einer andauernden Kampagne gegen Cyberkriminalität. Schon zwischen März und Juli waren in China 600 Banden aufgeflogen.
Six Strikes schon ab Ende November?
Das Warnsystem Six Strikes, auf das sich Provider und Medienunternehmen in den USA geeignet haben, könnte früher starten als erwartet. Nach Informationen von TorrentFreak könnte es am 28. November offiziell losgehen, als Quelle nennt die Seite interne Dokumente des Providers AT&T. Die Firma ist ebenso wie vier weitere große Internetservice-Anbieter an Six Strikes beteiligt. Dem Modell zufolge sollen Tauschbörsennutzern von ihren Providern Warnungen zugestellt werden.
Grundsätzlich war der Start des Systems bereits 2011 beschlossen worden. Bisher hat keiner der Provider einen konkreten Termin genannt; bei Wired hieß es kürzlich, Six Strikes werde gegen Jahresende starten.
Abgesehen vom Datum sollen die AT&T-Dokumente beschreiben, welche Konsequenzen AT&T-Kunden drohen, nachdem sie mehrere Warnhinweise ihres Providers erhalten haben. Laut dem, was TorrentFreak aus den Dokumenten zitiert, sollen einige populäre Websites nicht mehr erreichbar sein, bis der Nutzer ein Online-Tutorial zum Copyright-System durchlaufen hat. Welche Seiten betroffen wären und wie das Tutorial praktisch aussieht, soll aus den Dokumenten nicht hervorgehen.
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