"Second Life" CSU-Ministerin fordert Sanktionen gegen Kinderpornos mit Avataren

Erst hat die erste deutsche Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen Verbreitung von Kinderpornografie in "Second Life" eröffnet. Jetzt verlangen die ersten Politiker harte Maßnahmen gegen Kinderpornos in der Spielwelt.


München - Bayerns Sozialministerin Christa Stewens (CSU) dringt auf hartes Vorgehen gegen Kinderpornografie in der virtuellen Welt "Second Life": "Wir müssen alles dafür tun, dass Pädophilen kein Raum gegeben wird, ihre Neigungen auszuleben." Stevens reagierte darauf, das erstmals eine deutsche Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen Verbreitung von Kinderpornografie in "Second Life" eingeleitet hat.

Stevens: "Ich bin zutiefst erschüttert darüber, dass Spieler in der Internet-Parallelwelt "Second Life" virtuelle Kinder vergewaltigen oder gegen Geld sexuell missbrauchen können." Die CSU-Politikerin warnte: "Virtueller Missbrauch von Kindern kann auch recht schnell zu realem Missbrauch führen." Die Betreiberfirma des Spiels hat angekündigt, ein Altersverifikationssystem einzuführen. Bislang darf man sich offiziell erst ab 18 für SL anmelden, eine echte Überprüfung findet aber nicht statt. Wer in der virtuellen Welt finanzielle Transaktionen durchführen will, muss allerdings Kreditkartendaten hinterlegen.

lis/dpa



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