ShareTheMeal Uno-App soll nun weltweit Spenden sammeln

Die App ShareTheMeal des Welternährungsprogramms der Uno war ein Experiment - und das ist im ersten Anlauf gelungen. Über 1,8 Millionen Mahlzeiten für Kinder haben Nutzer aus drei Ländern schon gespendet. Jetzt ist ShareTheMeal global verfügbar.

Smartphone-App "ShareTheMeal": 40 Cent pro Klick, jeweils eine Mahlzeit für hungernde Kinder
DPA

Smartphone-App "ShareTheMeal": 40 Cent pro Klick, jeweils eine Mahlzeit für hungernde Kinder


Für eine App, die dem Nutzer eigentlich nur Geld abnimmt, hat ShareTheMeal eine erstaunliche Erfolgsgeschichte hinter sich. Im Juni 2015 startete das Projekt, mit dem das Uno-Welternährungsprogramm den Hunger in der Welt bekämpfen will, besonders unter Kindern.

Der Start war aber nur ein Testlauf. Bisher konnte man die App nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen. Der einzige Zweck des Mini-Programms: mit Minimalspenden jeweils eine Mahlzeit für ein Kind zur Verfügung zu stellen. 40 Cent, so viel braucht man, um ein Kind in einem Entwicklungsland einmal satt zu machen.

Der Erfolg war überraschend, selbst für Sebastian Stricker, einen der Organisatoren der App. Bis heute sind über ShareTheMeal 1,8 Millionen Mahlzeiten gespendet worden. Das kleine afrikanische Land Lesotho, in dem noch im Frühjahr viele Kinder hungerten, hat schon massiv profitiert: Bis Mitte nächsten Jahres reichen die Mahlzeiten, die ShareTheMeal-Nutzer bislang gespendet haben.

Jetzt werden die Ziele höher gesteckt. Bis Ende des Jahres will Stricker dafür sorgen, dass 20.000 syrische Kinder, die in einem Flüchtlingslager in Jordanien untergebracht sind, verlässlich ernährt werden können. Die Anzahl der aktiven Nutzer - derzeit sind es 120.000 - soll sich bis Jahresende zumindest verdoppeln.

Damit das gelingt, ist ShareTheMeal ab jetzt weltweit verfügbar, "mit Ausnahme von China", wie Stricker sagt, sowohl für iOS- wie für Android-Geräte und auch für solche mit Amazon-Betriebssystem.

cis

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insgesamt 2 Beiträge
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richey_edwards 12.11.2015
1. Die UNO sollte man...
... im East-River versenken aber das ist eine gute Idee. Hoffe das Geld geht wirklich an hungrige Kinder und nicht in ein dämliches Klimaschutzprogramm.
basic11 13.11.2015
2. Die UNO ignoriert weiter die Bevölkerungs -
explosion als Kriegs u Armutsursache Nr1. Als ob die Erde mit der Bevölkerung mitwachsen würde. Weitsicht nur bis zum Tellerand ...katastrophal !
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