Die Geschichte, die Skype-Nutzer TibitXimer im Skype-Forum erzählt, ist beängstigend. Innerhalb eines Tages hätten Unbekannte 6-mal seinen Account bei Microsofts Internettelefonie- und Chat-Angebot übernommen, berichtet er im Skype-Anwenderforum. Hackerfähigkeiten seien dazu nicht nötig gewesen sagt der Mann, der sich bei Twitter als Sicherheitsforscher und Hacker bezeichnet.
Wer drei bis fünf Kontakte aus jemandes Skype-Kontaktliste, eine E-Mail-Adresse und den Vor- oder Nachnamen des Skype-Kunden kenne, könne sich Zugang zu dessen Nutzerkonto verschaffen, behauptet TibitXimer. Schuld seien Skypes zu laxe Umgang mit Nutzerpasswörtern, beziehungsweise deren Wiederherstellung im Vergessensfall - ein altbekanntes Problem.
Wie der oder die Hacker an TibitXimers Konto kamen, versucht ZDNet in einer etwas mühsamen Rekonstruktion zu erklären. Wichtiger ist jedoch das Resümee des Artikels: Vor solchen Angriffen kann man sich - trotz klaffender Sicherheitslücke - dann doch recht einfach schützen. Skype-Kunden sollten sich mit einer E-Mail-Adresse bei Skype anmelden, die sonst nirgendwo Verwendung findet - zum Beispiel, indem man eine bestehende Gmail-Adresse nach einem bestimmten Muster modifiziert.
Wer darüber hinaus versteht, wie so genannte Social-Engineering-Angriffe funktionieren, also das Ausnutzen menschlicher Schwächen, kann sich durch weitere Sicherheitsvorkehrungen schützen. Schließlich aber wäre ein echter Schutz vor allem durch Skype möglich: Wenn das Unternehmen Methoden wie eine Zwei-Faktoren-Authentifizierung (zum Beispiel Passwort und SMS-Code) oder clevere Sicherheitsfragen einsetzen würden.
Stellungnahmen von Skype und TibitXimer stehen noch aus.
fkn
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