Sicherheitstipps für Windows-Nutzer: Bundesamt empfiehlt Google-Browser

Keine Angst mehr beim Online-Banking: In einem Leitfaden gibt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik Tipps, wie Windows-Nutzer ihren Computer sicherer machen können. Als Browser empfehlen sie Googles Chrome.

Chrome-Logo: "Zentrale Komponente für die Nutzung von Angeboten im WWW" Zur Großansicht
REUTERS

Chrome-Logo: "Zentrale Komponente für die Nutzung von Angeboten im WWW"

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat einen Leitfaden für Privatanwender von Windows-Computern veröffentlicht. Die Anleitung soll dazu dienen, die Sicherheit der Anwender vor Hackerangriffen zu erhöhen. Verwiesen wird auf Virenschutzprogramme, Tools zur Verschlüsselung der Festplatte - und den derzeit sichersten Webbrowser. Dabei handelt es sich laut BSI um das kostenlos verfügbare Programm Google Chrome.

Im Gegensatz zu anderen Browsern setzt Chrome konsequent auf die sogenannte Sandbox-Technologie. Dabei wird ein ausführbarer Code abgeschottet von anderen Prozessen ausgeführt. So soll zum Beispiel verhindert werden, dass über eine Sicherheitslücke im Flash-Player der gesamte Computer angegriffen werden kann. Die Experten des BSI loben außerdem die automatische Update-Funktion, die auch den Flash-Player von Adobe auf dem neuesten Stand hält.

Einige der Empfehlungen aus dem BSI-Leitfaden:

  • Beim Kauf eines Windows-Computers sollte man eine auf aktuelle Version des Betriebssystems achten, derzeit ist es "Windows 7".
  • Ein Virenschutzprogramm installieren, etwa Avira Free Antivirus oder avast! Free Antivirus.
  • Regelmäßig Backups anlegen.
  • Festplatten von Notebooks verschlüsseln, etwa mit True Crypt.
  • Für die tägliche Arbeit ein zweites Benutzerkonto nutzen, dass keine Administratorrechte hat.
  • Bei W-Lan-Netzwerken eine WPA2-Verschlüsselung aktivieren.
  • Passwörter mit einem Programm wie Keepass verwalten, um für verschiedene Dienste einfach jeweils ein anderes komplexes Passwort nutzen zu können.
  • Vor der Entsorgung eines Computers die Festplatte zerstören oder gründlich löschen.

Die detaillierten Tipps der Bundesbehörde gibt es auf der BSI-Website.

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insgesamt 29 Beiträge
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1. Ich empfehle..
mr.ious 03.02.2012
..und dies nachdem ich die Ratschläge ganz gewissenhaft gelesen hatte und diesen Rechner mit ebenfalls genannter Software verseuchte, dieses Amt, zur Entlastung der Steuerzahler, zu schließen. Lasst doch die Unis das alleine machen, das ist das klassische Rollenverständnis in unserer Gesllschaft gegen die böse "Industrie" und die Bundespolitik bekommt keinen so unmarktwitschftlichen Charakter durch die virtuelle Hintertür.
2.
qvoice 03.02.2012
Aber Moment mal! Chrome ist doch von dieser bösen Datenkrake die alles nach Hause telefoniert. Dagegen ist doch Firefox der Browser der Guten, alles von Amateuren liebevoll in Handarbeit, quasi Bio, programmiert. Ich verstehe die Welt nicht mehr!
3.
umbhaki 03.02.2012
Zitat von qvoiceAber Moment mal! Chrome ist doch von dieser bösen Datenkrake die alles nach Hause telefoniert. Dagegen ist doch Firefox der Browser der Guten, alles von Amateuren liebevoll in Handarbeit, quasi Bio, programmiert. Ich verstehe die Welt nicht mehr!
Denken Sie einfach mal kurz nach. Dann verstehen Sie die Welt auch wieder: Es geht eben darum, *wohin* der Browser telefoniert.
4. Krähen und Kraken
meerrettich 03.02.2012
Zitat von qvoiceAber Moment mal! Chrome ist doch von dieser bösen Datenkrake die alles nach Hause telefoniert. Dagegen ist doch Firefox der Browser der Guten, alles von Amateuren liebevoll in Handarbeit, quasi Bio, programmiert. Ich verstehe die Welt nicht mehr!
Was gibt es da nicht zu verstehen? Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus bzw. eine Krake reißt der anderen keinen Arm ab. Oder gehören Sie auch zu Leuten, die meinen durch die Installation irgendwelcher BSI-Programme die Datensicherheit auf Ihrem Rechner zu erhöhen? Timeo Danaos et dona ferentes.
5. Vertauen in die Regierung
goaran 03.02.2012
Dann nehme ich doch mal stark an dass in Chrome die Nachladefunktion für den Bundestrojaner schon out of the box implementiert ist. Was sollte es sonst für einen Grund geben sowas zu empfehlen.
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