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Signaturpflicht für Add-ons: Mozilla verspricht mehr Sicherheit für Firefox

Firefox-Logo: Kampf gegen schädliche Erweiterungen Zur Großansicht
DPA

Firefox-Logo: Kampf gegen schädliche Erweiterungen

Die Mozilla-Stiftung will die Sicherheit des populären Webbrowsers Firefox verbessern. Eine Art digitaler Ausweis soll künftig sicherstellen, dass mit Schadsoftware verseuchte Add-Ons nicht mehr installiert werden können.

Der offene Internetbrowser Firefox wird in Zukunft etwas weniger offen sein. Mozilla will Schadsoftware bekämpfen, die durch manipulierte Browser-Erweiterungen in das System eingeschleust werden können. Die sogenannten Add-ons sollen künftig nur noch installiert werden können, wenn sie vorher von der Stiftung digital signiert wurden, also eine Art digitalen Ausweis in sich tragen.

Dazu müssen die kleinen Helferprogramme von den Entwicklern bei Mozilla eingereicht werden. In einem automatisierten Prozess soll dann ermittelt werden, ob sie möglicherweise schädliche Prozesse auf dem Computer ausführen.

Die von zahlreichen Hobbybastlern und professionellen Entwicklern programmierten Erweiterungen, die dem Firefox zahlreiche Zusatzfunktionen ermöglichen, sind ein zentraler Teil des Browsers und einer der Gründe für die Popularität der Software.

Allerdings haben viele der kleinen kostenlosen Programme in der Vergangenheit für Ärger gesorgt, erklärt Mozilla-Manager Jorge Villalobos im Mozilla Add-ons Blog. Beispielsweise gibt es einige, die die Startseite des Browsers verändern. Andere zeigen Werbung an oder versuchen Schadsoftware auf dem Rechner ablaufen zu lassen. Auch die Sucheinstellungen des Browsers wurden häufig ohne Zustimmung des Nutzers verändert. Derartige Manipulationen sollen durch das Signatur-System verhindert werden.

Mozilla plant, noch im zweiten Quartal dieses Jahres mit dem Signieren von Add-ons zu beginnen. Nach einer Übergangszeit von drei Monaten sollen unsignierte Erweiterungen nicht mehr in Beta-Versionen und fertigen Ausgaben von Firefox installiert werden können. Ausnahmen soll es nur für die sogenannten Nightly-Builds und die Entwicklerversion des Browsers geben.

Andere Produkte von Mozilla, wie der E-Mail-Client Thunderbird oder das Internetpaket SeaMonkey, sollen zunächst keine Pflicht zur Signatur bekommen. Firefox hat in Deutschland einen Marktanteil von rund 40 Prozent vor Googles Chrome Browser und dem Internet Explorer.

mak/dpa

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insgesamt 11 Beiträge
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1.
GrinderFX 17.02.2015
Fehlt ja nur noch ein dramatischer Anstieg an Performance und Stabilität und schon wäre es wieder ein toller Browser aber das wird nicht passieren. Firefox wurde einfach massiv von den anderen überholt und das nahezu in jeder Kategorie!
2. Aaaaaaaaaaarg
quark@mailinator.com 17.02.2015
OK, dann bin ich definitiv weg von dem Ding. Es ist eine unsägliche Plage, daß die Software-Welt immer mehr von wenigen großen Firmen unter Kontrolle genommen wird. Demnächst wird Microsoft das noch für Windows einführen, bzw. Intel und ARM machen es schon auf Prozessorebene ... vergeßt es. Und wenn ich mir den Prozessor aus Einzeltransistoren löten muß - ich werde sowas nicht verwenden. Genau der Grund, warum ich nie was von der Obstfirma kaufen werde, die mit den "Apps" angefangen hat ... Kommt nicht in die Tüte. Lieber frei als 100% sicher.
3. verstehe ich nicht!
emobil 17.02.2015
Zitat von quark@mailinator.comOK, dann bin ich definitiv weg von dem Ding. Es ist eine unsägliche Plage, daß die Software-Welt immer mehr von wenigen großen Firmen unter Kontrolle genommen wird. Demnächst wird Microsoft das noch für Windows einführen, bzw. Intel und ARM machen es schon auf Prozessorebene ... vergeßt es. Und wenn ich mir den Prozessor aus Einzeltransistoren löten muß - ich werde sowas nicht verwenden. Genau der Grund, warum ich nie was von der Obstfirma kaufen werde, die mit den "Apps" angefangen hat ... Kommt nicht in die Tüte. Lieber frei als 100% sicher.
welche "große Firma", die "aller unter Kontrolle nimmt" steckt denn hinter Firefox und welche "freie" ist besser, sicherer und performanter?
4. der Grund dafür
cptlars 18.02.2015
dürfte im mobilen System Firefox os stecken. dieses basiert ja auf dem Firefox. will man Firefox os sicher machen muss man also auch den Browser sicher machen.
5. Endlich
Cäsarenwächter 18.02.2015
nimmt sich firefox Apple zum Vorbild und nimmt das Bedürfnis nach Sicherheit ernst. Wieso sich manche dagegen aufregen ist nicht nachvollziehbar. Sollen die Kritiker doch ihren eigenen 'open'- Browser basteln. Aber auch sie werden früher oder später die Sicherheit vor Schadsoftware nicht umgehen könben. Willkommen in der bösen Wirklichkeit.
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