Veröffentlichung der Mac-Version: Schon wieder Ärger mit "SimCity"

Nun hat es auch die Mac-Spieler erwischt: Nachdem die PC-Veröffentlichung von "SimCity" im März in einem PR-Desaster endete, hakt es nun auch beim Verkaufsstart der Städte-Simulation für Apple-Rechner.

Städte-Simulation: So sieht das neue "SimCity" aus Fotos
Electronic Arts

Kaum haben Mac-User ihre erste Enttäuschung überwunden, folgt der nächste Rückschlag: Nach knapp sechs Monaten Wartezeit steht die Mac-Version der Städtesimulation "SimCity" jetzt endlich zum Herunterladen bereit - und bereitet vielen Mac-Nutzern prompt Probleme.

Seit Donnerstagabend ist die Software erhältlich und die Download-Server scheinen dem ersten Andrang gewachsen zu sein. Doch viele Spieler scheitern offenbar an technischen Problemen, berichten "Engadget" und "The Verge". In Foren beklagen sich etliche Mac-User über Hürden bei der Installation. Manche Spieler kritisieren die mangelhafte grafische Darstellung, andere beschweren sich, dass das Spiel nicht starte.

Eine EA-Sprecherin hat SPIEGEL ONLINE bestätigt, dass es wohl einige Schwierigkeiten beim Start gegeben habe. "Wir haben die Probleme registriert", heißt es bei dem Spielehersteller. Man prüfe die Vorgänge und das "SimCity"-Entwicklerteam "begleitet den Start rund um die Uhr", sagte die Sprecherin.

Unkonventionelle Lösungsvorschläge

Auch über Twitter haben sich die Entwickler an die Fans gewandt: "Wir haben mitbekommen, dass einige unserer Mac-Bürgermeister ein paar Unebenheiten auf der Straße erleben müssen." Ein beigefügter Link führt zu Installations-Anleitungen. Darin weisen die Entwickler die Spieler an, wie sie die Probleme umgehen können - darunter auch recht unkonventionelle Lösungsvorschläge. Ein Installations-Tipp wurde 14-Mal überarbeitet und gibt neben dem klassischen Neustart-Hinweis auch Empfehlungen wie: "Einige Spieler haben herausgefunden, dass es hilft, das Betriebssystem auf Englisch umzustellen, um das Problem zu lösen."

Die Startschwierigkeiten erinnern an die Veröffentlichung der PC-Version. Bereits damals hatte es massive Probleme gegeben. Als "SimCity" im März dieses Jahres veröffentlicht wurde, war die Simulation tagelang kaum oder überhaupt nicht spielbar, weil die Server des Herstellers unter dem Ansturm zusammengebrachen.

Das PR-Desaster für EA und das Spielestudio Maxis war damals so groß, dass Electronic Arts sogar Marketingpartner vorübergehend aufforderte, die Werbetexte für "SimCity" von einigen Websites zu entfernen. Als Entschädigung bekamen die Spieler ein kostenloses Downloadspiel aus dem EA-Sortiment angeboten.

jbr

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insgesamt 34 Beiträge
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1. Boykottieren
cor 30.08.2013
Erfolgreich habe ich SimCity boykottiert, obwohl ich es sehr gern gespielt hätte. Was sich EA hier geleistet hat, akzeptiere ich nicht mehr als Kunde. Dabei rede ich nicht nur von dem Ärger beim Start der PC Version, sondern vor allem von den Lügen über den Online-Zwang, die EA ganz kleinlaut wenige Wochen später versucht hat, runterzuspielen. Die grossen Publisher müssen lernen, dass der Kunde nicht jeden Mist mit sich machen lässt. Wer kauft, zeigt, dass er gewillt ist, jeden Preis zu bezahlen und jede Restriktion, die nur dem Publisher dient und den Kunden quält, hinzunehmen.
2.
DrStrang3love 30.08.2013
EAs fortlaufende Serie des Versagens ist immer wieder unterhaltend...
3. Ea
hyperlord1337 30.08.2013
Ich würde EA diesen Rotz rechts und links um die Ohren hauen. Das sind multimillionen-Dollar Produktionen und kein Mensch scheint vor dem Release auch nur auf den Gedanken zu kommen, das erst Mal zu testen! Die Serie hat jetzt einen ganz neuen Ruf, hat EA übrigens mit so gut wie allen Serien hinbekommen, sowohl die eigenen Entwicklungen, als auch die Zugekauften.
4.
neu_ab 30.08.2013
Wenn man mal genau liest, müsste es doch eigentlich heissen: "Schon wieder Ärger mit OS X". Auch das Betriebssystem Apples ist nämlich von den Möglichkeiten her antiquiert.
5.
MapleLeaf 30.08.2013
Zitat von neu_abWenn man mal genau liest, müsste es doch eigentlich heissen: "Schon wieder Ärger mit OS X". Auch das Betriebssystem Apples ist nämlich von den Möglichkeiten her antiquiert.
Können Sie da mal bitte elaborieren?
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