Gestohlene Snapchat-Bilder Snapsaved gesteht Sicherheitslücke ein

Vergangene Woche landeten Hunderttausende Snapchat-Fotos im Netz, jetzt ist zumindest eine Quelle bekannt. Der Web-Dienst Snapsaved räumt per Facebook ein, eine Sicherheitslücke in seinem System entdeckt zu haben.

Snapchat-Logo auf Smartphone: Zahlreiche private Fotos im Netz
REUTERS

Snapchat-Logo auf Smartphone: Zahlreiche private Fotos im Netz


Die derzeit im Internet kursierenden Snapchat-Fotos stammen vermutlich nicht direkt von den Snapchat-Servern. Diese Aussage von Snapchat scheint sich nun durch einen Facebook-Beitrag zu bestätigen. Auf der Seite des Dienstes Snapsaved schreibt ein nicht namentlich bekannter Administrator, Snapsaved sei gehackt worden. Grund für das Datenleck sei ein Konfigurationsfehler im Apache-Server von Snapsaved gewesen. In den vergangenen Tagen hatte es bereits Gerüchte gegeben, Snapsaved könnte mit dem Bilderleak zu tun haben.

Snapchat ist ein Messenger-Dienst, der den Versand von Kurznachrichten mit Foto- oder Video-Anhängen erlaubt. Das Besondere daran ist, dass die Bilder sich nach einmaligem Anschauen selbsttätig wieder löschen. Wohl weil so das Gefühl vermeintlicher Sicherheit aufkommt, nutzen viele Jugendliche den Dienst zum Versenden von Nackt-Selfies, fürs sogenannte Sexting.

Abgesehen davon, dass man die Fotos und Videos mit nicht allzu umfangreichen Computerkenntnissen wieder herstellen kann, gibt es Drittanbieter-Programme, die das Konzept unterlaufen. Sie speichern die empfangenen Bilder dauerhaft - auch wenn dies laut den Snapchat-AGB nicht erlaubt ist.

"Die ganze Website gelöscht"

Zu dieser Art von Programmen gehört Snapsaved. Oder besser gesagt: gehörte. Denn die Webseite des Dienstes ist derzeit nicht erreichbar und im besagten Facebook-Post spricht der Administrator von ihr in der Vergangenheitsform: "Als wir die Sicherheitslücke in unserem System entdeckten, haben wir unmittelbar die ganze Webseite und die damit verbundenen Datenbanken gelöscht."

Der Administrator erwähnt übrigens 500 Megabyte Daten, in Medienberichten war bislang von deutlich mehr Material die Rede. Ein Facebook-Nutzer schreibt in einem Kommentar unter der Snapsaved-Stellungnahme, er habe eine Kopie der gesamten Datenbank bekomme. Es handele sich um mehr als 13 Gigabyte, darunter seien fast 100.000 Fotos und 10.000 Videos.

abr



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Flying Rain 15.10.2014
1.
Auf dieversen Seiten auf denen sich der ( elitäre) Abschaum des Internets tummelt >_ ist die Rede von 10Gb,..Bilder von vermutlich minderjährigen wurden schon vor Verbreitung entfernt....aber das diese Programme usw. unsicher in einem solchen Bezug sind sollte jedem klar sein....soviel zu einem anderen Artikel ala "Mädchen regieren das Internet"....Lämmer (Benutzer) die blind allem hinterher rennen und sich dann wundern warum sie über die Klippe stürzen....
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