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Social Media: Facebook-Nutzer plagt die Langeweile

Soziale Netzwerke wie Facebook, YouTube und Twitter ermatten die Zielgruppe: Laut einer Studie ist ein Viertel der jungen Nutzer zunehmend gelangweilt von den Angeboten. Insgesamt nimmt die Verbreitung und Beliebtheit aber zu.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (Archivbild): Ein Viertel der Nutzer langweilt sich Zur Großansicht
AFP

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (Archivbild): Ein Viertel der Nutzer langweilt sich

Hamburg - Facebook wächst, Twitter und YouTube werden intensiv genutzt - und doch hat das Marktforschungsunternehmen Gartner nicht nur freudige Nachrichten zu verkünden. Denn in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen haben sie einen regelrechten Verdruss festgestellt: Viele junge Menschen sind von Social Media offenbar gelangweilt, so das Ergebnis einer Studie.

Jedenfalls gab ein Viertel der Mitglieder von sozialen Netzwerken an, das Angebot nach der ersten Anmeldung zunehmend weniger zu nutzen. Als Gründe nannten sie unter anderem Langeweile, wie "The Telegraph" und ZDNet berichten. Die Studie liefert demnach Anhaltspunkte dafür, dass knapp ein Drittel der jüngeren Nutzer erste Anzeichen von einer Ermattung zeigt.

Trotzdem sind soziale Netzwerk nach wie vor attraktiv: 37 Prozent der Befragten gaben an, Angebote wie Facebook noch mehr als früher zu nutzen. Die Ergebnisse sind mit Vorsicht zu genießen: So verbringen zum Beispiel britische Jugendliche durchschnittlich mehr Zeit mit sozialen Netzwerken als ihre Altersgenossen in Deutschland.

Insgesamt ist die Nutzung in den Industrieländern Japan, Großbritannien und den USA demnach leicht angestiegen oder gleich geblieben, während sie in anderen Ländern, in denen soziale Medien bisher nicht so weit verbreitet waren, stärker angestiegen ist.

Das Ergebnis von Gartner überrascht nicht: Der Sättigungseffekt wird seit einiger Zeit beobachtet - irgendwann sind einfach alle erreichbaren Jugendlichen Mitglied in einem Netzwerk - und führt unter anderem dazu, dass Angebote wie Facebook ihre größten Zuwachsraten mittlerweile bei Menschen haben, die dem Teenager-Alter entwachsen sind.

Für die Studie wurden als 6000 Internet-Nutzer in 11 Ländern befragt. Die Untersuchung fand zwischen Ende 2010 und Anfang 2011 statt.

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1. *gähn*
emma, 16.08.2011
Na das ist ja mal eine echte Überraschung - es ist also langweilig, vor dem PC zu sitzen und gelegentlich tiefgründige Botschaften wie 'nettes pic' oder 'regnet, ich geh ma in die Sauna. Du?' auf der Facebook Pinwand zu lesen...
2. .
bananenbieg0r 16.08.2011
Zitat von emmaNa das ist ja mal eine echte Überraschung - es ist also langweilig, vor dem PC zu sitzen und gelegentlich tiefgründige Botschaften wie 'nettes pic' oder 'regnet, ich geh ma in die Sauna. Du?' auf der Facebook Pinwand zu lesen...
Facebook bietet wesentlich mehr als das - aber das unterschlägt man schon gerne mal, wenn man einen Anti-Facebook-Kommentar ablassen möchte.
3. Zensur
abwählen! 16.08.2011
Zitat von bananenbieg0rFacebook bietet wesentlich mehr als das - aber das unterschlägt man schon gerne mal, wenn man einen Anti-Facebook-Kommentar ablassen möchte.
ernt Bei mir wurde unterschlagen, dass ich die "Generation Facebook" generell für saturiert, faul, bequem und verwöhnt halte. Zeitvertreib für Teenager.
4. Weniger ist mehr
Mo2 16.08.2011
Zitat von bananenbieg0rFacebook bietet wesentlich mehr als das - aber das unterschlägt man schon gerne mal, wenn man einen Anti-Facebook-Kommentar ablassen möchte.
Genau, Facebook bietet mehr, z.B. die perfekte Zeitvergeudungsautomatik.
5. Ja, es gibt keine guten Spiele mehr.
robertscheffler 16.08.2011
Zitat von bananenbieg0rFacebook bietet wesentlich mehr als das - aber das unterschlägt man schon gerne mal, wenn man einen Anti-Facebook-Kommentar ablassen möchte.
Wobei es schon stimmt. Die ganzen gute Spiele, die einem gefallen, sind entweder endlos Spiele, wo nichts neues kommt oder man hat sie schon durchgespielt. Dadurch ist Facebook eben wirklich langweilig geworden. Aber vielleicht kommt in nächster Zeit mal wieder ein gutes Spiel raus.
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Der auf kurze Textnachrichten spezilalisierte Dienst Twitter wurde im Juli 2006 gegründet. Populär wurde der Dienst als Verteilnetzwerk für Links, Fotos und Videos. Twitter zählt nach eigenen Angaben mehr als 140 Millionen Nutzer (März 2012). Mehr zu Twitter auf der Themenseite.
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Xing (früher OpenBC) wurde 2003 von Lars Hinrichs gegründet. Nach eigenen Angaben hat Xing über 11,7 Millionen Mitglieder (Stand: Dezember 2011), etwa acht Prozent haben einen kostenpflichtigen Premium Account. Bei Xing geht es vor allem um berufliche Kontaktaufnahme. Mehr zu Xing auf der Themenseite...
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MySpace war 2006 das populärste soziale Netzwerk in den USA. Ein Jahr zuvor war es von Rupert Murdochs News Corporation gekauft worden. Bekannt wurde es durch die Möglichkeit, Musik einzubinden. Künstler und Bands nutzten die Plattform als Marketingplattform. Zeitweise hatte MySpace mehr als 220 Millionen Nutzer, nach Berechnungen von Google rund 30 Millionen Nutzer (Dezember 2011). Mehr zu MySpace auf der Themenseite...
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