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Social Media: Twitter erbost über Googles personalisierte Suche

Der Microblogging-Dienst Twitter befürchtet, durch die überarbeitete Google-Suche an Relevanz zu verlieren und geht mit den Suchmaschinisten hart ins Gericht. Alles nur enttäuschte Liebe, antwortet Google.

Twitter-Logo: Das Vögelchen ist sauer auf Google Zur Großansicht
Getty Images

Twitter-Logo: Das Vögelchen ist sauer auf Google

San Francisco - Seit Dienstag gibt es, vorerst nur für englischsprachige Nutzer, eine überarbeitete Version der Google-Suche. Eine massiv ausgebaute Personalisierung soll die Nutzer noch stärker an den Suchmaschinenbetreiber binden und viel Werbung für Googles Social Network Google+ machen. Nun trifft der Vorstoß auf harsche Kritik von Twitter. Der Chef-Justitiar des Zwitscherdienstes, Alex Macgillivray, nannte die Neuerung "einen schlechten Tag für das Internet". Als ehemaliger Google-Angestellter könne er sich vorstellen, wie seine Ex-Kollegen über die "Verschlimmbesserung" der Suche dächten.

Wenig später schob Twitter eine Erklärung nach, in der auf die Bedeutung des Dienstes für Echtzeit-Nachrichten hingewiesen wird. Durch die jüngsten Veränderungen sei es für die Nutzer der Suchmaschine viel schwieriger geworden, derartige Informationen zu finden. Das sei ein Problem sowohl für Nachrichtendienste als auch Twitter-User.

TechCrunch weist darauf hin, dass die Partnerschaft zwischen Google und Twitter zur Integration von Echtzeit-Nachrichten bereits im Juli 2011 beendet wurde. Da sei es nur zu verständlich, dass Twitter nun den entgangenen Geldern nachtrauere. Und die Integration von Google+, wo Anwender sich ebenfalls in Echtzeit über Ereignisse austauschen, könne Twitter als Nachrichtenlieferant ein weiteres Stück in seiner Bedeutung schwächen. Allerdings hatte Google+ im Oktober 2011 40 Millionen registrierte Nutzer, Twitter hatte im November 2011 eigenen Angaben zufolge 200 Millionen.

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Google: Suchen und netzwerken
In einer ersten Reaktion gab man sich bei Google wegen der Twitter-Kommentare "überrascht". Es sei schließlich der Microblogging-Dienst gewesen, der die Vereinbarung mit Google nicht habe verlängern wollen. Dass Google seitdem Twitters "rel=nofollow"-Vorgabe befolge, heiße allerdings nicht, das entsprechende Seiten nicht doch zuweilen für die Suchmaschinenergebnisse herangezogen würden, merkt Marketingland an. Mehr noch, gegenüber dem Fachdienst erklärte Google-Chef Eric Schmidt, Inhalte von Google+ würden gegenüber Twitter und Facebook keineswegs bevorzugt. Diese Unternehmen könnten vielmehr gleich behandelt werden, würden sie Google Zugang zu von ihnen zur Verfügung gestellten Inhalten geben. Zahlen aber will Google dafür mutmaßlich nicht mehr. Der Verkauf des eigenen Datenschatzes aber gehört zu Twitters Geschäftsmodell.

Tatsächlich würden Twitter-Seiten auch jetzt in großem Maß von der Google-Suche berücksichtigt, so Marketingland. Schon die kurze Suche "site:twitter.com" wirft mehrere Milliarden Ergebnisse aus dem Twitter-Reich aus. Werbung aber macht Google nun primär fürs eigene Social Network.

meu

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Tom T. Berger 11.01.2012
Super Sache! Und irgendwann dieses oder vielleicht nächstes Jahr wird es auch der SPON schaffen, einen +1 Button in seine Artikel einzubauen. Oder übernächstes.
2. qwer
miauwww 11.01.2012
Zitat von Tom T. BergerSuper Sache! Und irgendwann dieses oder vielleicht nächstes Jahr wird es auch der SPON schaffen, einen +1 Button in seine Artikel einzubauen. Oder übernächstes.
Pff. Nochmehr alles zumuellen? Ich finde, SPON sollte all diese Bildchen weglassen.
3.
Tunechi 11.01.2012
Was beschwert sich Twitter ? Wenn Google will, können die doch Facebook und Twitter komplett aus ihrer Suchmaschine verbannen, oder ? Es kann dir doch keiner vorschreiben, was du auf deiner Internetseite zeigst (bzw eben nicht). [abgesehen von gesetzlich verbotenen Inhalten] Oder gibt es sowas wie das "Marktmonopol"-Gesetz ? Würde gerne zum Kreis der wissenden gehören :-]
4. Tja, so kann es gehen.
captainperfekt 12.01.2012
Zitat von sysopDer Microbloggingdienst Twitter*befürchtet, durch die überarbeitete Google-Suche an Relevanz zu verlieren und geht mit den Suchmaschinisten hart ins Gericht. Alles nur enttäuschte Liebe, antwortet Google. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,808432,00.html
Twitter hat also erst Google den Zugriff zu ihren Daten erschwert bzw. ihn beendet und jammert jetzt nicht mehr entsprechend seiner mehr oder weniger vorhandenen Relevanz im Netz bei den Google Ergebnissen berücksichtigt zu werden, das ist ja wohl mehr als dämlich. Ohne Google, Bing oder yahoo Search findet man doch mehr oder weniger gar nichts im Netz. Da bleibt nur eins zu tun Twitter, hush, husch auf die Knie und Abbitte leisten bei Google.
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