Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Soziale Netzwerke: Alle wollen Like-Buttons

LinkedIn, Xing und StudiVZ: Soziale Netzwerke eifern Facebook nach und schnitzen sich ihre eigenen "Gefällt mir"-Knöpfe. Manche Nachzügler haben recht schnell reagiert. Bei einigen gibt es noch Startschwierigkeiten.

"Gefällt mir"-Button: Eifrig basteln die Facebook-Konkurrenten an eigenen Knöpfen Zur Großansicht
SPIEGEL ONLINE

"Gefällt mir"-Button: Eifrig basteln die Facebook-Konkurrenten an eigenen Knöpfen

Hamburg - Facebook hat es vorgemacht, die anderen sozialen Netzwerke ziehen mit. Seit Mittwoch verteilt nun auch die Businessplattform LinkedIn den eigenen Button der Marke "Gefällt mir" im Internet. "In Share" heißt der Knopf, mit dem sich Artikel, Videos und Bilder überall im Netz bei LinkedIn empfehlen lassen. Sprechblasen neben dem Knopf zeigen an, wie viele Nutzer den Inhalt bereits weitergereicht haben. Sobald ein LinkedIn-Mitglied einen Artikel im Netz empfiehlt, können das auch seine Kontakte auf seiner Profilseite sehen.

Der Konkurrent Xing hingegen beschränkt sich auf die Empfehlung von Beiträgen innerhalb des eigenen Netzwerks. Seit März taucht dort der "Interessant"-Button unter den Kommentaren der Mitglieder auf. Mit diesem Knopf sei man erst einmal zufrieden, sagt ein Sprecher von Xing. Aber man mache sich natürlich Gedanken über die Zukunft und überlege, den "Interessant"-Button im Internet zu verteilen.

Bei den VZ-Netzwerken basteln die Entwickler derzeit noch an der eigenen "Gefällt mir"-Funktion. "Finde ich gut" heißt der Knopf dort, das Daumensymbol allein erinnert stark an die Facebook-Vorlage. Im Gegensatz zum Vorbildnetzwerk aus den USA hat man sich bei den VZ-Plattformen zusätzlich für einen abwertenden Button entschieden, der mit "Nicht mein Fall" beschriftet ist. Noch lassen sich bei StudiVZ, MeinVZ und SchülerVZ allerdings nur die Fotos der eigenen Netz-Freunde bewerten. In Kürze soll es nach Angaben einer Sprecherin möglich sein, alle Beiträge innerhalb des Netzwerks zu bewerten. Möglichst bald sollen die Daumenknöpfe dann auch im Internet gesät werden. Wann genau, dazu wolle man sich nicht äußern.

Der Trend ist klar: Kein soziales Netzwerk will mehr ohne eigenen "Gefällt mir"-Button sein. Spätestens, nachdem nun auch Google auf den Zug aufgesprungen ist. Bereits in der vergangenen Woche hatte der Suchmaschinenriese den "+1"-Button vorgestellt, der das Prinzip des "Gefällt mir"-Knopfs fortführt.

jbr

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 14 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Jetzt gehts looos!
niepmann 07.04.2011
Ich wusste doch, dass mir noch was fehlt!
2. Wo bleibt der "Gefällt mir NICHT"-Button?
mangeder 07.04.2011
Dieses nervige "liken" ist ja nicht mehr auszuhalten. Alles kann und muß man mögen - aber man darf nichts NICHT mögen. Solange es keinen "dislike"-Button gibt, ist das ganze Sytem ein realitätsfremde Verzerrung und Schönfärberei der Wirklichkeit und nichts anderes als Zensur bzw. Einschränkung der Meinungsfreiheit/-vielfalt im Internet.
3. Haut mit dem dämlichen Like-Button ab.
johndoe2 07.04.2011
Zitat von sysopLinkedIn, Xing und StudiVZ: Soziale Netzwerke eifern*Facebook nach und schnitzen sich ihre eigenen "Gefällt mir"-Knöpfe. Manche Nachzügler haben recht*schnell reagiert. Bei einigen gibt es noch Startschwierigkeiten. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,755603,00.html
Like-Button ist für die Facebook-Kruschler. Für mich bitte "Fuck_You"- "Leck_mich"- und "Fresse"-Button zum feste draufdrücken anbieten. Besser als Pseudomeinungsbuttons wäre ein Zensurverbot für Foren. Freundliche Grüße.
4. Like ich nicht ...
Si_iso, 07.04.2011
kann mir mal jemand von SPON sagen, warum es diese überflüssigen und nervigen Knöpfe selbst auf SPON schaffen? Weg damit!
5. 29, kein Facebook, kein StudiVZ, ...
Michael Giertz, 07.04.2011
Zitat von sysopLinkedIn, Xing und StudiVZ: Soziale Netzwerke eifern*Facebook nach und schnitzen sich ihre eigenen "Gefällt mir"-Knöpfe. Manche Nachzügler haben recht*schnell reagiert. Bei einigen gibt es noch Startschwierigkeiten. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,755603,00.html
... bin ich schon zu alt? Oder gehöre ich nur einfach zu denjenigen Menschen, die in einer Generation aufgewachsen sind, wo man einfach NICHT alle Daten ins Web bläst? Meine Freundin ist "drin" in Facebook. So rechte Vorzüge kann ich nicht erkennen, dafür jede Menge Nachteile. Solange ich als Besitzer meiner Informationen, Daten und Bilder die Hoheit über selbige verliere, wenn ich was davon auf ein "soziales Netzwerk" hochlade, werde ich mich dem auch verweigern.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Soziale Netzwerke
Facebook
Facebook ging Anfang 2004 als soziales Netzwerk für Harvard-Studenten online. Zunächst konnten nur Menschen mit E-Mail-Adressen ausgewählter US-Hochschulen Mitglieder werden, seit 2006 ist die Seite für alle Über-13-Jährigen offen. Nach eigenen Angaben hat Facebook 845 Millionen aktive Mitglieder weltweit (Dezember 2011). Mehr zu Facebook auf der Themenseite.
Google+
Google+ ist der Versuch, den sozialen Funktionen von Facebook und Twitter etwas entgegenzusetzen. Das soziale Netzwerk wurde im Juni 2011 gestartet und hat nach Firmenangaben rund 170 Millionen Nutzer (April 2012). Der Funktionsumfang ist rein aus Nutzersicht vergleichbar mit Facebook, Schnittstellen für externe Entwickler sind allerdings eingeschränkt. Google animiert seine Nutzer, das Netzwerk als zentralen Hub für seine Dienste zu nutzen. Mehr zu Google+ auf der Themenseite.
Twitter
Der auf kurze Textnachrichten spezilalisierte Dienst Twitter wurde im Juli 2006 gegründet. Populär wurde der Dienst als Verteilnetzwerk für Links, Fotos und Videos. Twitter zählt nach eigenen Angaben mehr als 140 Millionen Nutzer (März 2012). Mehr zu Twitter auf der Themenseite.
Xing
Xing (früher OpenBC) wurde 2003 von Lars Hinrichs gegründet. Nach eigenen Angaben hat Xing über 11,7 Millionen Mitglieder (Stand: Dezember 2011), etwa acht Prozent haben einen kostenpflichtigen Premium Account. Bei Xing geht es vor allem um berufliche Kontaktaufnahme. Mehr zu Xing auf der Themenseite...
StudiVZ
Ehssan Dariani hat die Studenten-Community StudiVZ 2005 gegründet. Zuerst investierten Lukasz Gadowski und Matthias Spiess in StudiVZ, später finanzierten es vor allem die Gebrüder Samwer - bekannt für die Klingeltonfirma Jamba - und der Venture-Capital-Arm des Holtzbrinck-Verlags ("Die Zeit", "Handelsblatt"). Im Januar 2007 übernahm Holtzbrinck StudiVZ. Derzeit haben die Plattformen studiVZ.net, schuelerVZ.net und meinVZ.net nach eigenen Angaben rund 17,4 Millionen Nutzer (Stand: Januar 2011). Mehr zu StudiVZ auf der Themenseite...
Lokalisten
Im Mai 2005 gegründet, hat das Netzwerk Lokalisten nach eigenen Angaben (Stand Juli 2010) inzwischen 3,6 Millionen Nutzer. Mehr zu Lokalisten bei Wikipedia...
Spin.de
Das 1996 in Regensburg gegründete Unternehmen Spin betreibt ein eigenes soziales Netzwerk, aber auch integrierte Unter-Communitys mit regionalem Fokus, die mit Partnern vor Ort (Lokalradios vor allem) betrieben werden. Nach eigenen Angaben (Stand Februar 2011) hat Spin.de eine Million aktive Mitglieder. Mehr zu Spin.de bei Wikipedia...
Wer kennt wen
Wer-kennt-wen wurde von den beiden Studenten Fabian Jager und Patrick Ohler gegründet. Seit Februar 2009 gehört das Netzwerk vollständig RTL Interactiv, die Gründer schieden Ende August 2010 aus. Das Netzwerk hat laut Betreiber über 9,5 Millionen Nutzer (Stand: Januar 2012). Mehr zu Wer-kennt-wen bei Wikipedia...
MySpace
MySpace war 2006 das populärste soziale Netzwerk in den USA. Ein Jahr zuvor war es von Rupert Murdochs News Corporation gekauft worden. Bekannt wurde es durch die Möglichkeit, Musik einzubinden. Künstler und Bands nutzten die Plattform als Marketingplattform. Zeitweise hatte MySpace mehr als 220 Millionen Nutzer, nach Berechnungen von Google rund 30 Millionen Nutzer (Dezember 2011). Mehr zu MySpace auf der Themenseite...

Fotostrecke
Facebook: Die privaten Fotos des Herrn Zuckerberg

Anzeige
  • Christian Stöcker:
    Spielmacher

    Gespräche mit Pionieren der Gamesbranche.

    Mit Dan Houser ("Grand Theft Auto"), Ken Levine ("Bioshock"), Sid Meier ("Civilization"), Hideo Kojima ("Metal Gear Solid") u.v.a.

    SPIEGEL E-Book; 2,69 Euro.

  • Bei Amazon kaufen.
SPIEGEL.TV
Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: