Soziale Netzwerke: Diese Facebook-Alternativen sind einen Blick wert

Von c't-extra-Autor Jo Bager

3. Teil: Privat-Sphären

Sicherheit und Datenschutz: Facebook-Alternativen
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Auch weil Diaspora bislang nicht so recht durchstarten konnte, ist mittlerweile eine recht bunte Szene entstanden, in der diverse weitere Netzwerkalternativen mit den verschiedensten technischen Unterbauten entstehen. Dem Prinzip eines verteilten sozialen Netzwerks, das jedermann installieren kann, kommt darunter derzeit vermutlich friendica (vormals Friendika) am nächsten.

friendica stellt deutlich geringere Systemanforderungen und ist auch viel einfacher zu installieren als Diaspora. Im Wesentlichen benötigt es einen Apache-Webserver, PHP 5.2+, MySQL 5.x sowie die Möglichkeit, Aufgaben mit Cron oder Scheduled Tasks zu automatisieren - allesamt Anforderungen, die auch Shared Webhoster erfüllen können. Wir haben jedenfalls eine Testinstallation auf einem Shared Webspace bei Goneo zum Laufen gekriegt.

Falls der Hoster Cron oder Scheduled Tasks nicht unterstützt, kann man sich mit einem kostenlosen Account bei Cronjob.de behelfen. friendica benötigt diese Funktion, um regelmäßig ein Skript laufen zu lassen, das die öffentlichen Postings von Freunden einsammelt. Man darf sich von der per default ein wenig angestaubt wirkenden Bedienoberfläche von friendica nicht irritieren lassen - unter der Haube ist friendica mächtiger, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Hat man sich erst einmal eingeloggt, kann man das Layout unter http://<Site-URL>/admin/ site auch gleich ändern. Das als experimentell bezeichnete quattro-Design entspricht im Wesentlichen dem von Diaspora.

Wie bei Diaspora kann man auch bei friendica seine sozialen Sphären trennen, und zwar mit Profilen. Für jede Sphäre - Arbeit, Sportverein, Freunde - gibt sich der Nutzer dazu ein eigenes Profil, mit individuellen Selbstbeschreibungen et cetera. Versendete Posts lassen sich im Nachhinein editieren. Die Beiträge von anderen können mit einem "Like", aber auch mit einem "Dislike" versehen werden. friendica kann sich über sogenannte Connectors mit anderen Netzen verbinden, um dort Status-Updates abzusetzen. Dazu zählen Facebook und Diaspora sowie die Mikroblogging-Dienste Tumblr, Posterous und Twitter.

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insgesamt 43 Beiträge
Sneaky Pie 26.11.2012
Und zwar alle bekannten Adressen und Domains. Und ja, die Liste ist lang und wächst. Denn Facebook traced auch ungefragt mit, alle Seiten, die nicht aus D sind und einen Like Button haben, übermitteln Daten an Facebook. Selbst [...]
Und zwar alle bekannten Adressen und Domains. Und ja, die Liste ist lang und wächst. Denn Facebook traced auch ungefragt mit, alle Seiten, die nicht aus D sind und einen Like Button haben, übermitteln Daten an Facebook. Selbst ohne Mitglied zu sein oder den Button zu betätigen. Dazu kommt noch, das Facebook sein eigenes Internet macht, denn alle Einträge sind nur mit einer Anmeldung zu erreichen. Das war nicht Sinn und Zweck des WWW.
dejanmilo 26.11.2012
...ist eine leider nicht erwähnte, aber sehr ernst zu nehmende Alternative zu den all hier genannten Produkten. Mit Retroshare lässt sich ein Friend2Friend-Netzwerk recht einfach und schnelle aufbauen, welches dann abseits des [...]
...ist eine leider nicht erwähnte, aber sehr ernst zu nehmende Alternative zu den all hier genannten Produkten. Mit Retroshare lässt sich ein Friend2Friend-Netzwerk recht einfach und schnelle aufbauen, welches dann abseits des öffentlichen Netzes als Darknet genutzt werden klann. Insbesondere der Anspruch, daß es leicht installierbar ist, ohne etliche Serverkomponenten und Programmier-Frameworks, lässt Retroshare sehr interessant wirken. Und es hat mit seiner Plugin-Architektur viel Potential für die Zukunft.
Mancomb 26.11.2012
Der Artikel ist zwar nett gemeint, aber aussichtslos. Facebook ist und bleibt der Platzhirsch. Von der guten Milliarde Nutzern, die Facebook inzwischen hat, interessieren sich doch eh nur ein paar Millionen ernsthaft für den [...]
Der Artikel ist zwar nett gemeint, aber aussichtslos. Facebook ist und bleibt der Platzhirsch. Von der guten Milliarde Nutzern, die Facebook inzwischen hat, interessieren sich doch eh nur ein paar Millionen ernsthaft für den Datenschutz. Diaspora ist eine gute und vielversprechende Alternative, aber von den Nutzerzahlen immer noch unter Google+, und das will was heißen. Wieso sollte man denn auch auf andere Netzwerke umsteigen? Solang man kein gutes Konzept und keine signifikante Userbase hat, bleibt man unten. Mich würde mal interessieren, wie es Facebook geschafft hat, fast die komplette Userbase von StudiVZ (das mittlerweile mehr als tot ist) zu sich herüber zu ziehen. Wenn Diaspora das auch schaffen würde, wäre es ein Wunder.
ponyrage 26.11.2012
Vielleicht mag mich mal jemand aufklären, warum man sein Gesicht unbedingt ins Internet stellen muss, ich habe das bisher nicht vermisst. Und ich würde mich durchaus als Intensivnutzer bezeichnen.
Vielleicht mag mich mal jemand aufklären, warum man sein Gesicht unbedingt ins Internet stellen muss, ich habe das bisher nicht vermisst. Und ich würde mich durchaus als Intensivnutzer bezeichnen.
maximillian64 26.11.2012
OK der Betreiber von vkontakte oder kurz vk.com ist mit ueber 5% an Facebook beteiltigt. Ansonsten ist das Russische Netzwerk jedoch bei aller ähnlichkeit an den kritischen Stellen erheblich angenehmer und wäre bei einer [...]
OK der Betreiber von vkontakte oder kurz vk.com ist mit ueber 5% an Facebook beteiltigt. Ansonsten ist das Russische Netzwerk jedoch bei aller ähnlichkeit an den kritischen Stellen erheblich angenehmer und wäre bei einer Überwachungs sensibillisirten Öffentlichkeit wie in Russland schon im Ansatz mit einigen Frechheiten von FB gescheitert. Heute ist das inzwischen auch auf Deutsch funktionierende Netzwerk mit ueber 150 Million Usern Marktführer im Osten. Es hat definitiv die beste Musikauswahl und den genialsten Player. Wer russisch spricht hat zwar immer noch vorteile aber im direkten Vergleich mit FB versucht VK nicht ständig in meine Privatsphaere einzudrigen und mir den Spass am Netz wegzuregeln.
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  • Montag, 26.11.2012 – 06:28 Uhr
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Soziale Netzwerke
DPA
Facebook ging Anfang 2004 als soziales Netzwerk für Harvard-Studenten online. Zunächst konnten nur Menschen mit E-Mail-Adressen ausgewählter US-Hochschulen Mitglieder werden, seit 2006 ist die Seite für alle Über-13-Jährigen offen. Nach eigenen Angaben hat Facebook 845 Millionen aktive Mitglieder weltweit (Dezember 2011). Mehr zu Facebook auf der Themenseite.

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