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Islamophobie Rassismus vorgetäuscht, blutige Nase geholt

Screenshot aus "Canadians React to Ottawa Shooting Racism": Gleich gibt es Ärger
Omar Albach/ YouTube

Screenshot aus "Canadians React to Ottawa Shooting Racism": Gleich gibt es Ärger


Kanadier verfügen offenbar nicht über allzuviel Toleranz - wenn es um Rassismus geht. Diesen Eindruck vermittelt zumindest ein Video des Filmstudenten Omar Albach. Es ist ein Test, bei dem sich einer der Macher eine blutige Nase holt.

Der 18-Jährige steckte seinen Kommilitonen Zakaria Ghanem in ein traditionelles muslimisches Gewand, den Thawb, und stellte ihn so an eine Bushaltestelle. Dann lässt er ihn von einem Schauspieler rassistisch beschimpfen, als potenziellen Bombenleger anprangern, um zu sehen wie die Mitwartenden reagieren. Die reagieren, und zwar äußerst klar: Ausnahmslos springen sie ihrem Mitbürger bei, bezeichnen ihn als "Freund" und halten Plädoyers für die Religionsfreiheit. Am Ende holt sich der vermeintliche Rassist sogar eine blutige Nase.

Das Video wurde in Hamilton, Ontario, gedreht, der Heimat des kürzlich von einem Konvertiten in Ottawa getöteten Soldaten Nathan Cirillo. Dem kanadischen Fernsehsender CBS sagte Albach, selbst Muslim, er sei von dem Vorfall in Ottawa tief betroffen und habe beweisen wollen, dass seine Landsleute den Mord an Cirillo nicht als Sinnbild für den Islam verstünden. Außerdem betont er, dass sich der Schläger im Nachhinein aufrichtig bei ihnen entschuldigt habe.

ppl

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