Soziales Netzwerk Google+ meldet 135 Millionen aktive Nutzer

Der Suchmaschinenkonzern sieht sich auf dem richtigen Pfad: 500 Millionen Menschen sind inzwischen bei Google+ angemeldet, 135 Millionen nutzen die Plattform aktiv - ein Wachstum, das sich mit Facebook messen kann. Mit den neuen "Communitys" soll es sich noch beschleunigen.

Soziales Netzwerk Google+: Verwoben mit anderen Google-Angeboten
dapd

Soziales Netzwerk Google+: Verwoben mit anderen Google-Angeboten


Google+ wächst und wächst und wächst: Das soziale Netzwerk, das eigentlich kein soziales Netzwerk sein will, hat inzwischen 135 Millionen aktive Nutzer - 35 Millionen mehr als noch vor zweieinhalb Monaten.

"Wired" hat ausgerechnet, dass Google+ derzeit so schnell wächst wie Facebook, als es ähnlich groß war, jedenfalls wenn man nach wirklich aktiven Nutzern geht, also nach denen, die regelmäßig ihren Google+-Stream benutzen. Insgesamt sind die Zahlen, mit denen sich Google am Donnerstag brüstete, sogar noch höher: 500 Millionen Menschen seien inzwischen angemeldet, und 235 Millionen nutzten Google+ auf die eine oder andere Weise, etwa den Plus-One-Button im Google Play Store.

Auch wenn viele Nutzer Google+ seit dem ersten Moment als bloß einen weiteren Versuch, Facebook Konkurrenz zu machen, kritisierten, betonte der Konzern stets, dass es um mehr gehe als ein soziales Netzwerk. Anfang des Jahres wurde mit "Search, plus Your World" die Richtung klar, die Google anstrebt: eine Erweiterung sämtlicher Google-Produkte um einen sozialen Faktor; der Suchalgorithmus, Googles gigantischer Knowledge Graph, soll auf diese Weise neue Verknüpfungen möglich machen - und letztlich den Menschen als soziales Wesen verstehen lernen.

Noch mehr über unsere Interessen lernt Google mit einer Neuerung, die ebenfalls am Donnerstag vorgestellt wurde: Communitys. Am ehesten vergleichbar sind diese mit offenen Facebook-Gruppen, in denen sich Gleichgesinnte zu Themen wie Fotografie, Stricken oder Reisen zusammenfinden und austauschen können. Mit dem Unterschied, dass jeder Nutzer Links oder Informationen regulär in seinen Stream werfen und auf diesem Weg auch unmittelbar mit einer Community teilen kann.

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tüttel 07.12.2012
1. Vernetzungsvorteil von Google+ - mit einem Mangel
Ich finde Facebook zwar auch interessant und beachtlich und es hat sicher einen großen zeitlichen Startvorsprung. Aber Google+ hat gegenüber Facebook den großen Vorzug, dass es mit seinem Suchimperium weitaus mehr zu vernetzen hat als Facebook, das ja im Prinzip nur ein reines Kommunikations-Netzwerk ist. Das dürfte sich langfristig als großer Vorteil und Mehrwert gegenüber Facebook herausstellen. Den Google vor allem inhaltlich noch stärker forcieren könnte - insbesondere mit noch stärkerer Fokussierung auf seine Kompetenzen Information, Medien und Wissen - und damit auch Bildung, Wissenschaft, Kultur usw. Komischerweise nutze ich die sehr guten Funktionalitäten von Google+ derzeit relativ wenig. Aus dem einfachen Grund, weil man die recht komplexen Funktionalitäten der Kreise nicht ausreichend ordnen kann. Es fehlt also eine weitere Ordnerebene von Kreisen, Ordnern o.ä. in die man die verschiedenen Kreise zusätzlich thematisch einordnen kann. Sämtliche Kreise auf einen Haufen ist zu unübersichtlich und mühsam - und so nutze ich für verschiedene Bedürfnisse lieber einzelne Twitter-Accounts. Google+ bräuchte also eine weitere Ordner-Ebene und ich wäre wieder regelmäßig da, weil es nämlich bis auf diese fehlende Struktur schon ein sehr gutes Online-Management-Tool ist. Eigentlich das beste, was ich bisher kenne.
zila 07.12.2012
2. Zeitgemaess
Google ist mit seiner starken Einbindung auch lokalisierter Angebote den anderen Netzwerken technisch haushoch ueberlegen. Wenn man sich mal anguckt, wie man so langsam seinen Business-Eintrag auf Local/Maps mit seinem Business-Blog auf G verbinden kann etc. entsteht hier ein enormes Teamplay. Google Now und Google Offers sind auch zwei neue Services, die FB wie aus Grossmutters Zeiten aussehen lassen. Ingress und Augmented Reality, da koennte vielleicht noch Apple irgendwann mal kontern, aber die haben keine Suchmaschine und deren Maps waren ja auch nicht so das wahre. Twitter hat zwar immer wiedr ein paar inkrementelle Verbesserungen gesehen und mehr und z.T. interessantere Nutzer - aber 140 Zeichen und Kurzlinks ist doch auf die Dauer nix. Dazu der Zoff mit Instagram, wo ein guter Teil der spontan geschossenen Bilder herkam. Mit Picasa oder Share auf Android geht das aber auch alles. Was mich an Google noch etwas stoert ist der etwas zerfaserte Gesamteindruck, die Integration aller Services ist noch nicht so ganz gelungen, ich such mir oft einen Wolf auf den Seiten, um bestimmte tiefer liegende Einstellungen mancher Services zu aendern (bei FB ist das aber genauso).
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