Spam-Polizei greift ein: E-Mails von GMX wandern in den Müll

Der Anti-Spam-Dienst SpamCop hat den deutschen E-Mail-Versender GMX auf seine schwarze Liste gesetzt. Damit wandern Mails von GMX-Kunden auf allen Computer, die mit SpamCop gegen E-Mail-Müll vorgehen, im virtuellen Papierkorb.

GMX-Mails unerwünscht: Der Münchener Internet-Dienstleister ist auf der schwarzen Liste der Spam-Schützer gelandet

GMX-Mails unerwünscht: Der Münchener Internet-Dienstleister ist auf der schwarzen Liste der Spam-Schützer gelandet

München - Seit Mitte August ist der GMX-Mailserver bei SpamCop als Quelle unerwünschter Werbe-E-Mails gelistet. Laut GMX hatten sich Computernutzer bei SpamCop darüber beschwert, dass sie Werbe-Müll von GMX-Nutzern bekämen.

Die Spam-Schützer hatten GMX von den Beschwerden berichtet, sagte GMX-Sprecherin Nicole Braun. Auf eine Stellungnahme habe SpamCop aber nicht gewartet. Der Münchener Internet-Dienstleister sei sofort auf die Sperrliste gesetzt worden.

Braun hat den Verdacht, "dass Accounts speziell zu dem Zweck, GMX bei SpamCop zu melden, angelegt worden sein könnten". Verdächtige E-Mail-Konten habe GMX mittlerweile gesperrt.

Die Sperrung von GMX-Adressen ist für solche Firmen fatal, die mit SpamCop ihren E-Mail-Eingangskorb sauber halten wollen. E-Mail-Nachrichten von GMX-Kunden, werden bei ihnen nicht mehr im Eingangskorb angezeigt.

GMX versucht seit gestern, die Entscheidung von SpamCop rückgängig zu machen. Dies hat allerdings noch keinen Erfolg gehabt. Laut Braun, habe sich SpamCop auf eine E-Mail-Anfrage bisher nicht gemeldet.

GMX ist nach eigenen Angaben mit 16 Millionen E-Mail-Konten Marktführer in Deutschland. Durch die Mitgliedschaft in der Anti-Spam-Task-Force des eco Verbands engagiert sich das Unternehmen gegen die Flut von Werbemails. Die Zeitschrift "Stiftung Warentest" bewertet das GMX Angebot "Freemail" in seiner aktuellen Ausgabe mit der Note 2,3.

Manuel Bödiker

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