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Spam, Spam, Spam Das steckt hinter dem Müll-Mail-Schwachsinn

Bis die Box platzt: Warum ist das Gros aller E-Mails Müll?Zur Großansicht
Corbis

Bis die Box platzt: Warum ist das Gros aller E-Mails Müll?

7. Teil: Das Bonbon zum Schluss - der Ursprung der Bezeichnung Spam

Der Begriff Spam hat genau genommen zwei Ursprünge: In erster Linie war und ist Spam die Markenbezeichnung einer Art Fleischpudding in der Dose des US-Nahrungsmittelkonzerns Hormel Foods. Als "Braten der Armen" erfreute der sich seit geraumer Zeit durchaus großer Beliebtheit.

Berühmt-berüchtigt aber wurde er am 15. Dezember 1970 durch einen bizarren Sketch der britischen Anarcho-Komödianten Monty Python: Der spielte in einer Art Restaurant, in dem jedes Gericht auf der Speisekarte Spam enthielt. Zu Gast in dem Laden war zudem eine Horde Wikinger, die alle Kommunikation mit ihrem "Spam, Spam, Spam, Spam, Spaaaam!"-Chor erstickte.

Der Sketch brachte es auf mindestens 130 Erwähnungen von Spam und rund ein Jahrzehnt später irgendwelche frühen Netz-Hacker auf die Idee, mit "Spam" jede Form kommunikativen Mülls zu bezeichnen, der eine normale Konversation zu ersticken drohte. Hormel Foods nahm das erst als massive Rufschädigung wahr, machte aber am Ende eine Tugend aus der Not: Spam ist heute eine Kultmarke, deren quasi ewig haltbare Fleischprodukte so mancher Nerd nur kauft, um sie sich ins Regal zu stellen.

Youtube: Monty Pythons "Spam"-Sketch

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insgesamt 34 Beiträge
TheBear 18.03.2011
Der Schwachsinn liegt nicht bei den Versendern des Spam, sondern bei den Millionen von Empfängern, die den Versendern riesige Profitmöglichkeiten bescheren. Leider, wie so oft im Leben, beschert der schwachsinnige Anteil an [...]
Zitat von sysopDeutlich mehr als 80 Prozent aller weltweit verschickten E-Mails sind reiner Müll. Lästiger Werbe-Trash, betrügerische Angebote, virtuelle Tretminen - Spam eben.
Der Schwachsinn liegt nicht bei den Versendern des Spam, sondern bei den Millionen von Empfängern, die den Versendern riesige Profitmöglichkeiten bescheren. Leider, wie so oft im Leben, beschert der schwachsinnige Anteil an den Usern den normalen die vollen mail-Boxen. Wenn man nicht endlich das Spammen illegal macht, mit Geldstrafen, die den Spammern den Gewinn auf 0 (oder negative Werte) reduzieren, wird es nie aufhören.
menschsagwas 18.03.2011
...solange jeden Morgen eine handvoll "Menschen" wach wird die darauf reinfällt, rechnet sich das und geht so auch weiter........ Erst wenn jeder Nutzer eine URL lesen und definieren kann wird das aufhören.
...solange jeden Morgen eine handvoll "Menschen" wach wird die darauf reinfällt, rechnet sich das und geht so auch weiter........ Erst wenn jeder Nutzer eine URL lesen und definieren kann wird das aufhören.
waelder 18.03.2011
Also mit Spam habe ich weder bei Yahoo noch bei gmx wirkliche Probleme. Ein einziges Mal als "spam" markiert und alle mails mit derselben Addresse landen nicht in meiner mailbox sondern im Mülleimer. Und der wird [...]
Also mit Spam habe ich weder bei Yahoo noch bei gmx wirkliche Probleme. Ein einziges Mal als "spam" markiert und alle mails mit derselben Addresse landen nicht in meiner mailbox sondern im Mülleimer. Und der wird regelmäßig automatisch geleert. Aber für die Versender gilt: "There's a sucker born every day, let's get out to catch him." Und solange für eine viel zu große Gruppe die Analyse "Gier frißt Hirn" gilt haben die Spam-Versender Erfolg.
waelder 18.03.2011
Also mit Spam habe ich weder bei Yahoo noch bei gmx wirkliche Probleme. Ein einziges Mal als "spam" markiert und alle mails mit derselben Addresse landen nicht in meiner mailbox sondern im Mülleimer. Und der wird [...]
Also mit Spam habe ich weder bei Yahoo noch bei gmx wirkliche Probleme. Ein einziges Mal als "spam" markiert und alle mails mit derselben Addresse landen nicht in meiner mailbox sondern im Mülleimer. Und der wird regelmäßig automatisch geleert. Aber für die Versender gilt: "There's a sucker born every day, let's get out to catch him." Und solange für eine viel zu große Gruppe die Analyse "Gier frißt Hirn" gilt haben die Spam-Versender Erfolg.
herkurius 18.03.2011
Das Märchen vom Gewinnspiel, bei dem man mal die Bedingungen nicht verstanden haben muss, sodass die eigene E-Mail-Adresse in den Adress-CDs auf dem Spam-Markt gelandet sei, dürfte nur in den seltensten Fällen wahr sein. Ich [...]
Das Märchen vom Gewinnspiel, bei dem man mal die Bedingungen nicht verstanden haben muss, sodass die eigene E-Mail-Adresse in den Adress-CDs auf dem Spam-Markt gelandet sei, dürfte nur in den seltensten Fällen wahr sein. Ich selber habe nie irgend einer Werbung zugestimmt, war schon als Kind gegen Rundfunkwerbung usw. allergisch (mangelnde Reizfilterung), habe immer das Einverständnis, "von Zeit zu Zeit unseren Newsletter zu erhalten", ent-hakt usw. Es ist aber normal, bei Internetbestellungen eine E-Mail-Adresse obligatorisch zu machen. So bekomme ich dann eben seit Jahren von der Perle der deutschen Elektronikversender jede Woche ein oder mehrere unerwünschte Mails, obwohl ich mich ausdrücklich damit nicht einverstanden erklärt und eine Einstellung dieser Werbung verlangt habe (und obwohl ich für eine fehlerhafte Ware bis zur Anwaltsdrohung gehen musste, um mein Geld wiederzubekommen). Ich wohne auf dem Lande, ohne funktionierendes Auto und decke viel Bedarf über den Versandhandel. Verlage, hochdekorierte Powerseller, Spezialversandhäuser - kein Mensch schert sich darum, ob ich mich je einverstanden erklärt habe, ihren Werbemüll zu bekommen. Abhilfe: man logge sich mal in das Kundenportal seines Kabel-, Telefon- oder Handyvertragsanbieter ein. Sie alle bieten kostenlose E-Mail-Adressen, und fast immer eine mehr oder minder große Anzahl Aliase oder direkt "Wegwerfadressen", die nach 14 Tagen von selber erlöschen. Bei vielen Providern besteht die Möglichkeit auch, wenn man nicht Kunde ist. Muss man wirklich z.B. für eine Bestellbestätigung oder den Erhalt eines Passwortes eine Adresse angeben, so holt man sich eben seine Post dort online ab oder programmiert in Gottesnamen auch diesen Provider in seinem E-Mail-Programm zum Abruf ein.
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